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Stimmlippe
Aus Kefk.
Die Stimmlippen (auch Stimmfalten) sind paarige schwingungsfähige Strukturen im Kehlkopf. Sie werden beidseits bei der Phonation (Stimmgebung) durch Anblasen aus dem Brustkorb in Schwingungen versetzt (Bernoulli-Effekt) und bilden damit den Primärschall der Stimme. Durch Glottisverschluss (auch kurzfristiger Kehlkopfverschluss) entsteht hier ein Knacklaut.
Wenn eine Opernsängerin einen besonders hohen Ton anstimmt, öffnet und schliesst sich die Stimmlippe mehr als 1000 mal in der Sekunde
Aufbau
Die Stimmlippen haben einen schichtförmigen Aufbau. Die Basis bildet der Stimmmuskel (Musculus vocalis). Darüber liegt die Lamina propria, die aus drei Lagen von Fasern besteht: Innen Kollagenfasern (ähnlich Baumwollfasern), darüber elastische Fasern (ähnlich Gummibändern, Conus elasticus) und außen lose Fasern, deren Konsistenz ähnlich der von Gelatine ist. Eingehüllt werden die Strukturen durch eine dünne steife Kapsel, das Epithel, das die Form der Stimmlippen aufrecht erhält.
Umgangssprachlich werden die Stimmlippen auch Stimmbänder genannt, obwohl das Stimmband nur durch das Epithel und die beiden oberen Faserschichten gebildet wird.
Siehe auch
Artikulation, Kehlkopfpfeifen, Stroboskopie
Weblinks
- Stimmlippen im Bild – vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
