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Stihl
Aus Kefk.
| STIHL Holding AG & Co. KG | |
|---|---|
| Bild:Stihl logo.gif | |
| Unternehmensform | Kommanditgesellschaft |
| Gründung | 1926 |
| Unternehmenssitz | Waiblingen, Deutschland |
| Unternehmensleitung | STIHL AG (Komplementär):
|
| Mitarbeiter | 8.507 (2005) |
| Umsatz | 1,81 Mrd. € (2005) |
| Branche | Maschinenbau |
| Webadresse | www.stihl.de |
Die Firmengruppe STIHL ist ein in über 160 Ländern tätiges schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen. Der Konzern produziert eine große Palette an Motorgeräten, wie beispielsweise Motorsägen, Freischneider oder Rasenmäher. 2005 wurden etwa 1,8 Milliarden Euro umgesetzt, davon gut 88 % im Ausland. Die Höhe des Gewinns wird nicht veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Anfangsjahre
Andreas Stihl (* 10. November 1896 in Zürich; † 14. Januar 1973 in Rohrbronn) hatte nach Ende des Ersten Weltkriegs ein Maschinenbaustudium absolviert und 1926 im Stuttgart-Bad Cannstatt die Firma „A. STIHL Maschinenfabrik“ gegründet, die zunächst Dampfkessel-Vorfeueranlagen und Waschmaschinen herstellte. Hierdurch verdiente die Firma das Geld für den Bau von Motorsägen und brachte schon nach kurzer Zeit die erste Elektromotorsäge auf den Markt, die aufgrund ihres Gewichts von 48 kg von zwei Männern bedient werden musste.
Zwei Jahre nachdem die Firma Dolmar die weltweit erste Motorsäge mit Benzinmotor vorgestellt hatte, begann 1929 auch Stihl mit der Produktion eines solchen Geräts. Nur zwei Jahre später wurde diese Stihlsche Baumfällmaschine in großen Stückzahlen nach Russland, USA und Kanada exportiert. Bestätigt durch die Erfolge wurde die Technik in den Folgejahren immer weiter verbessert.
Die Mitarbeiterzahl wuchs bis 1939 auf 251 Beschäftigte an. Im Jahr 1938 war als zweites Werk eine ehemalige Papiermühle in Neustadt an der Rems (das 1975 in das benachbarte Waiblingen eingemeindet wurde) hinzugekommen. 1944 wurde das Werk in Bad-Cannstatt durch einen Bombenangriff zerstört. Die komplette Produktion wurde nach Neustadt verlagert.
Aufschwung und Expansion nach dem zweiten Weltkrieg
Den Aufschwung nach dem Krieg brachte die Entwicklung leichter und universell einsetzbarer Einmann-Motorsägen ab Mitte der 1950-er Jahre. Ein Verkaufsschlager war etwa die STIHL Contra, die 1959 auf den Markt kam. Die Firma musste 1961 eigens Frachtflugzeuge chartern, um den hohen Bedarf in Kanada und den USA decken zu können.
Stihl stieg bis 1971 zum größten Motorsägenhersteller der Welt auf. Ab den 1970er-Jahren erfolgte die Gründung von Produktionsstätten in Deutschland und im Ausland (Brasilien, USA, Schweiz und Österreich), daneben der Ausbau einer umfangreichen weltweiten Vertriebsstruktur mit eigenen Tochtergesellschaften und Importeuren.
Nach dem Tod des Firmengründers Andreas Stihl im Jahr 1973 übernahm Hans Peter Stihl die väterliche Firma. Die folgenden Jahre waren geprägt von weiterem beständigen Wachstum und Expansion. Betrug der Umsatz im Jahr 1969 noch 113,8 Mio. DM, waren es 10 Jahre später bereits 556 Mio. DM, im Jahr 1989 dann über 1,1 Milliarden DM.
Eine wichtige Neuerwerbung war die Übernahme des österreichischen Gartengeräteherstellers Viking GmbH im Jahr 1992.
Rückzug der Familiengesellschafter
In den 1990er-Jahren zogen sich die Familienmitglieder nach und nach aus dem operativen Geschäft zurück. 1995 wurde die STIHL HOLDING KG als Dachgesellschaft der Firmen ANDREAS STIHL in Waiblingen, STIHL KG in Dieburg und STIHL & Co. in Wil gegründet. Die Gründung der STIHL AG als neuen Komplementär folgte im Jahr 1997.
Seit 2002 leitet erstmals ein familienfremder Vorstand die Geschäfte der STIHL AG und damit die des Konzerns. Der ehemalige Chef Hans Peter Stihl übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrats der STIHL AG und den Vorsitz des Beirats der STIHL HOLDING AG & Co. KG.
2002 war der Baubeginn für ein neues Entwicklungszentrum in Waiblingen-Neustadt. Mit 40 Millionen Euro wurde damit die größte Bauinvestition in der Firmengeschichte getätigt. Bereits am 18. März 2003 war das Richtfest des Neubaus, am 23. Juni 2004 wurde das Zentrum eröffnet.
Im September 2005 wurde mit dem Bau eines neuen Montagewerks in Qingdao, China, begonnen.
2006 war der Baubeginn der Stihl Galerie in Waiblingen.
Konzernüberblick
Aktuelle Konzernstruktur
Zum Konsolidierungskreis der Firmengruppe gehören über 30 Unternehmen im In- und Ausland. Holding ist die STIHL Holding AG & Co. KG mit Sitz in Waiblingen. Wichtige Tochterfirmen sind:
- ANDREAS STIHL AG & Co. KG, Waiblingen, Stammhaus des Unternehmens (100%)
- STIHL International GmbH, Waiblingen (100%)
- VIKING GmbH, Langkampfen, Österreich (100%)
- 24 weitere Produktions- und Vertriebsgesellschaften im Ausland (alle 100%)
- STIHL International GmbH, Waiblingen (100%)
- STIHL Vertriebszentrale AG & Co. KG, Dieburg (100%)
- STIHL & Co., Wil, Schweiz (100%)
Komplementär sowohl der STIHL Holding AG & Co. KG als auch der ANDREAS STIHL AG & Co. KG und der STIHL Vertriebszentrale AG & Co. KG ist die im Familienbesitz befindliche STIHL AG.
Kennzahlen
| Kennzahlen der Stihl-Gruppe (nur konsolidierte Unternehmen − Werte in Mio. €) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | 2004 | 2005 | |||
| Umsatz | 1.529,3 | 1.618,9 | 1.807,7 | ||
| Auslandsanteil am Umsatz | 87,3 % | 88,0 % | 88,3 % | ||
| Mitarbeiter | 7.539 | 7.847 | 8.507 | ||
| Investitionen | 110,4 | 114,2 | 132,6 | ||
| Bilanzsumme | 1.555,3 | 1.694,5 | 1.952,7 | ||
| Eigenkapitalquote | 54,5 % | 55,9 % | 57,6 % | ||
Produkte
Bekanntestes Produkt sind die seit Ende der 1920er-Jahre hergestellten Motorsägen.
- 1950 stellte STIHL die erste Einmann-Benzin-Motorsäge der Welt, die STIHL BL, vor. Ausgestattet mit einem verstellbaren Schwenkvergaser kann die Säge zum Ablängen und zum Fällen eingesetzt werden.
- Die STIHL Contra machte Andreas Stihl 1959 als Vater der Motorsäge bekannt. Durch das geringe Gewicht (12 kg) dieser Säge mit einer Leistung von 6 PS setzte sich die Motorisierung der Waldarbeit nun endgültig weltweit durch. In nicht einmal zwei Jahren wurden über 200.000 Stück dieser Motorsäge produziert. In den USA wurde sie als Contra-Lightning vermarktet. Gebaut wurde sie in vier verschiedenen Varianten von 1959 bis 1967. Sie hat einen Hubraum von 106 cm³ und wurde vorwiegend mit den Schwertlängen 43, 53, 63, 80 cm betrieben.
Von 1948 bis 1963 wurden bei Stihl Traktoren gebaut.
Durch die Übernahme der Viking GmbH wurde das Produktportfolio um motorbetriebene Gartengeräte wie Rasenmäher, Motorhacken oder Häcksler erweitert.
Vertriebswege
Der Vertrieb von Stihl Geräten erfolgt ausschließlich über Fachhändler, bei Stihl „Motoristen“ genannt.
Stihl FS350.jpg
Profi-Motorsense oder -Freischneider Stihl FS 350 |
Stihl kettensaege.jpg
Motorsäge im Feuerwehreinsatz |
Eine heutige Stihlsäge im Einsatz |
MS 170. Kleinste Motorsäge von Stihl |
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Stihl Kettensäge lang.JPG
Stihl KS 43 |
Sozialpolitik
STIHL hat bekundet, seinen Standort nicht aus Deutschland in Niedriglohnländer verlagern zu wollen. 2004 wurde der unternehmenseigene Beschäftigungs- und Standortsicherungsvertrag bis zum 31. Dezember 2007 verlängert.
Quellen
Weblinks
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