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Steve Gadd

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Steve Gadd (* 9. April 1945 in Rochester/New York) zählt zu den einflussreichsten und renommiertesten Schlagzeugern des Musikgeschäfts. Er prägte die Schlagzeugwelt nachhaltig, da viele neue Grooves und Figuren auf ihn zurückgehen. Bekannt geworden ist er durch seine Arbeit mit Künstlern wie Paul Simon, Steely Dan, Joe Cocker, Bob James, Chick Corea, Eric Clapton, Randy Crawford, Eddie Gomez, Manhattan Transfer, Michal Urbaniak, Steps Ahead, Frank Sinatra, Paul McCartney, Ringo Starr, Barbra Streisand, Peter Gabriel, u.v.a.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Steve Gadd begann seine Laufbahn als Schlagzeuger bereits im Alter von 3 Jahren. Sein Onkel, ein Army-Drummer, ermutigte ihn, Schlagzeugunterricht zu nehmen. Schon im Alter von 11 Jahren musizierte er in diversen Clubs seiner Heimatstadt mit Jazz-Größen wie z.B. Dizzy Gillespie und Gene Krupa, trommelte aber auch im Drum Corps seiner Schule. Nach der "High School" besuchte er die "Manhattan School of Music". Er studierte dort klassisches Schlagzeug bei John Beck. Danach wechselte er an die Eastman School of Music in Rochester. In dieser Zeit spielte er regelmäßig Konzerte in Clubs mit jungen Musikern wie Chick Corea, Tony Levin und Chuck Mangione. Nach dem Studium wurde er in die Armee eingezogen und war drei Jahre einer der beiden Schlagzeuger in der "U.S. Army Stage Band".

Nach der Armeezeit gründete er 1972 ein Trio mit Tony Levin und Mike Holmes und kehrte nach New York zurück. Einer seiner wichtigsten ersten Gigs in New York war mit Mike Maineri's White Elephant, ein Ensemble mit so bekannten Musikern wie Michael Brecker, Randy Brecker und Warren Bernhardt. Gadd begann seine Studioarbeit für Creed Taylors CTI Records und spielte für Hubert Laws, Joe Farrell, George Benson und Paul Desmond & Chet Baker. Der große Durchbruch kam für Gadd quasi über Nacht mit der Einspielung des Paul Simon-Albums „Still crazy after all these years“ im Jahre 1975. Seine Rhythmen zu "Fifty ways to leave your lover" oder später zu "Late in the Evening" setzten Maßstäbe für Songbegleitung und gelten bis heute als Meilensteine. Mit seiner ersten Studioarbeit im gleichen Jahr für Chick Corea auf "The Leprechaun" demonstrierte er sein virtuoses Schlagzeugspiel und verschaffte sich höchsten Respekt in der Musikwelt.

Ende der siebziger Jahre war Steve Gadd einer der meist beschäftigten und einflussreichsten Schlagzeuger weltweit. Sowohl seine große stilistische Bandbreite wie auch sein präzises Spiel bei absoluter rhythmischer Sicherheit in jedem Tempo trugen maßgeblich zu seinem Erfolg bei. Zugleich beeinflusste er mit seinem untrüglichen Gespür für den Groove sowie seinem transparenten, außerordentlich kreativen und musikalischen Spiel eine ganze Schlagzeugergeneration. Sein Einfluss auf Schlagzeuger wie Dave Weckl und Vinnie Colaiuta ist unüberhörbar.

In Japan waren Transkriptionen seiner Schlagzeug Grooves und Solos zu kaufen und fast alle führenden japanischen Schlagzeuger klangen wie er. Chick Corea sagte über Steve Gadd, "Jeder Schlagzeuger möchte wie Steve Gadd spielen, denn er spielt perfekt . . . Er hat orchestrales und kompositionelles Denken in das Schlagzeugspiel eingebracht, während er gleichzeitig eine große musikalische Vorstellungskraft und die Fähigkeit zum Swingen besitzt." Sein Schlagzeugsolo in dem Schlussteil von "Aja" (1977), dem gleichnamigen Album von Steely Dan gilt bis heute als Klassiker und wird immer wieder von Schlagzeugern als maßgeblicher Einfluss genannt. Chick Corea's Alben "Friends" (1978) und "Three Quartets" (1982) sowie das Live-Album von "Steps - Smokin' In The Pit" sind gute Beispiele für Gadd's virtuoses Jazz-Schlagzeugspiel.

Im Jahr 1983 wurde das weltweit erste Drummer Lehrvideo "Up Close" veröffentlicht und ist bis zum heutigen Tage ein Klassiker seines Genres. Nachfolgend erschien im Jahr 1985 eine weiteres Lehrvideo unter dem Namen "In Session".

Zwischen 1985 und 1989 fokussierte er auf seine eigene Band "The Gadd Gang", war mit ihr weltweit auf Konzertreise und veröffentlichte vier Alben. In dieser Zeit war er gleichzeitig festes Mitglied der Band von David Matthews "Manhattan Jazz Quintet" und feierte große Erfolge mit Tourneen und Alben in Japan. Nachdem die fortschreitende Studio-Technik dafür sorgte, dass das Angebot an interessanten Jobs merklich zurückging, ist er ab den neunziger Jahren neben ausgesuchten Studiosessions vermehrt als Live-Schlagzeuger in den Bands von Carly Simon, Al Jarreau, Tania Maria, James Taylor, Paul Simon, Michel Petrucciani, Eric Clapton und Chick Corea zu hören. Im Jahr 2005 startete er wieder Drumclinics durch die USA. Die "Mission from Gadd" Tour wurde ein großer Erfolg und erlebte ihre dritte Auflage im Juni 2006.

Am 13. September 2003 wurde Steve Gadd von der "Avedis Zildjian Company" bei dem zweiten "American Drummers Achievement Awards" (ADAA) am Berklee Performance Center in Boston geehrt und ausgezeichnet. Am 23. September 2005 wurde Steve Gadd die Ehrendoktorwürde der berühmten Universität Berklee College of Music verliehen.

Einige von Gadd's favorisierten Schlagzeuger sind Elvin Jones, Tony Williams, Jack DeJohnette, Buddy Rich und Louie Bellson.

Steve Gadd ist verheiratet und hat 4 Kinder.

Steve Gadd gilt als der meist aufgenomme Schlagzeuger in der Geschichte. Die Liste der Veröffentlichungen umfasst mehr als 750 Alben.

Equipment

Steve Gadd spielt seit 1976 Yamaha Schlagzeuge. Der Endorsementvertrag zwischen Yamaha und Steve Gadd führte dazu, dass das Recording Custom Kit (RC9000) in den 80er Jahren weltweit zu einem der angesagtesten professionellen Kits wurde. Steve machte kleine 10“ Toms populär und führte Floortom-Ständer ein. Steve spielt Signature Snares von Yamaha. Mittlerweile hat Yamaha fünf Steve Gadd Signature Snares im Angebot. Gadd spielt Zildjian-Becken. Eine eigene Beckenlinie - die "K Custom Session" Becken - wurden 2004 vorgestellt. Gadd spielt Signature Sticks und Brushes von Vic Firth.

Ausgewählte Diskografie

Eigene Veröffentlichungen:

  • Gaddabout - 1984
  • The Gadd Gang - 1986
  • The Gadd Gang - Here & Now - 1988
  • The Gadd Gang - Live at the Bottom Line - 1988

Mit Chick Corea:

  • The Leprechaun - 1975
  • My Spanish Heart - 1976
  • Friends - 1978
  • The Mad Hatter - 1978
  • Three Quartets - 1981
  • The Ultimate Adventure - 2006
  • Super Trio - 2006

Mit Steely Dan:

  • Aja - 1977 (Titel Stück)
  • Gaucho - 1980 (Glamour Profession, My Rival, Third World Man)

Mit Simon And Garfunkel:

  • The Concert in Central Park - 1982

Mit Manhattan Transfer:

  • Mecca for Moderns - 1981

Mit Paul Simon:

  • One Trick Pony - 1978
  • Still Crazy After All These Years - 1975
  • Hearts and Bones - 1983
  • Surprise - 2006

Mit Steps (später Steps Ahead):

  • Step by Step - 1980
  • Smokin' In The Pit (live in Tokio)- 1980

Mit George Benson:

  • Bad Benson - 1974
  • Absolute Benson - 2000

Mit Eric Clapton:

  • Riding With The King - 2000
  • Reptile - 2001
  • Me and Mr Johnson - 2004
  • Sessions for Robert J. - 2004
  • Back Home - 2005

Mit Al Jarreau:

  • This time - 1980
  • Breakin' Away - 1981
  • Tenderness (live)- 1994
  • Tomorrow Today - 2000

Mit Rickie Lee Jones:

  • Rickie Lee Jones - 1979
  • Pirates - 1981
  • Magazine - 1984

Mit Chuck Mangione:

  • Alive - 1972
  • Main Squeeze - 1976
  • Tarantella - 1980

Mit Michel Petrucciani:

  • Both Worlds - 1998
  • Trio In Tokyo - (live)1999

Mit Al Di Meola:

  • Elegant Gypsy - 1977
  • Casino - 1978
  • Tour de Force Live - 1982
  • Consequence of Chaos - 2006

Mit Lee Ritenour:

  • Captains Journey - 1978
  • Friendship - 1978
  • Feel the Night - 1979

Mit Bob James:

  • One - 1974
  • Four - 1977
  • Double Vision - 1986
  • Playin' Hooky - 1997

Mit David Sanborn:

  • Taking Off - 1975
  • Time Again - 2003

Mit Tom Scott:

  • New York Connection - 1975
  • Intimate Strangers - 1978
  • Apple Juice - 1981
  • Bluestreak (mit L.A. Express) - 1996

Mit Stanley Clarke:

  • Journey To Love - 1975
  • School Days - 1976
  • Modern Man - 1978

Mit Grover Washington Jr.:

  • Feels So Good - 1975
  • Winelight - 1980

Mit Steve Khan:

  • The Blue Man - 1978

Mit Stuff:

  • More Stuff - 1977
  • Stuff It - 1978
  • Live In New York - 1980

Mit Chet Baker:

  • She Was To Good To Me - 1974

Mit Jim Hall:

  • Concierto - 1975

Mit Manhattan Jazz Quintet:

  • Manhattan Jazz Quintet - 1984
  • My Funny Valentine - 1986
  • Sidewinder - 1986
  • Live at Pit Inn - 1986
  • Live in Tokyo - 1987
  • Manhattan Blues - 1990
  • Concierto de Aranjuez - 1994

DVD

  • Paul Simon - One Trick Pony - 1978
  • Paul Simon - Live at the Tower Theatre - 1980
  • Grover Washington, Jr. - In Concert - 1981
  • Simon and Garfunkel - The Concert in Central Park - 1982
  • Up Close, Steve Gadd - 1983
  • In Session, Steve Gadd - 1985
  • The Gadd Gang - Live - 1988
  • Eric Clapton - Live At Hyde Park - 1996
  • Eric Clapton, Steve Gadd, Marcus Miller, Joe Sample, David Sanborn * Legends - 1997
  • Michel Petrucciani Trio - Live in Concert - 1998
  • Eric Clapton and Friends - 1999
  • Paul Simon - You're the One (In Concert from Paris) - 2001
  • Michael McDonald - A Gathering of Friends - 2001
  • Chick Corea - Three Quartets Band Live - 2001
  • Drummers Collective - 25th Anniversary - 2002
  • Eric Clapton - One More Car, One More Rider - 2002
  • The American Drummers Achievement Awards - 2003
  • Eric Clapton - Sessions For Robert J. - 2004

Weblinks

Wikipedia
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