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AG Vulcan Stettin

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Die Stettiner Werft AG Vulcan Stettin war lange Jahre eine der führenden Werften in Deutschland. Hier wurden neben großen Passagierschiffen auch viele größere Marineschiffe gebaut. Daneben war die Firma auch im Lokomotivbau tätig.

Geschichte

Die Schiffswerft und Maschinenfabrik wurde von den Hamburger Ingenieuren Früchtenicht und Brock im Jahr 1851 in Stettin-Bredow gegründet. Das erste Schiff war der 35 Meter lange eiserne Raddampfer Dievenow. Dieser wurde noch unter primitivsten Bedingungen am Oderstrand erbaut. Im Jahr 1857 schloss man sich mit weiteren Unternehmen aus Stettin und Berlin zur Stettiner Maschinenbau-AG Vulcan zusammen und baute außer Schiffen auch Lokomotiven. So wurde im Jahr 1859 die erste Lokomotive ausgeliefert. Im Jahr 1870 hatte Vulcan schon eine Belegschaft von 1.800 Mitarbeitern.

Durch das gut laufende Geschäft wurde das Werksgelände erweitert und ausgebaut. Dabei wurde früh zwischen dem „Unterhof“ an der Oder und dem „Oberhof“ unterschieden. Im „Unterhof“ befanden sich die Werft und die Docks, während im „Oberhof“ Motoren und Lokomotiven gefertigt wurden. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts bekam der Schiffbau Probleme, da die Schiffe einen so großem Tiefgang hatten, dass sie nur noch mit Hilfe von Schwimmpontons, die an den Seiten der Schiffe angebracht wurden, zur Ostsee überführt werden konnten. Dieses Verfahren war kompliziert, teuer und risikoreich und so gründete die Vulcan-Werft im Juni 1909 in Hamburg eine Niederlassung, die von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 8.000 Arbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt.

Kurz danach wurde im Jahr 1911 auch der Hauptsitz des Unternehmens nach Hamburg verlegt. Das Unternehmen hieß jetzt Vulcan-Werke Hamburg und Stettin, Actiengesellschaft. Die Zahl der Beschäftigten stieg stark an, so dass am Ende des Ersten Weltkrieges 20.000 Menschen bei Vulcan arbeiteten. 1913 lief hier das seinerzeit größte Schiff der Welt vom Stapel, der Passagierdampfer Imperator der HAPAG. Dieses Schiff übertraf die ein Jahr zuvor gesunkene Titanic bei weitem. Während des Ersten Weltkriegs waren die Vulcan-Werften weitgehend mit Rüstungsaufträgen für die Kaiserliche Marine beschäftigt.

In der Nachkriegszeit konnte der Vulcan nicht mehr an die Vorkriegserfolge anknüpfen, weil der Bau von Kriegsschiffen durch den Versailler Vertrag verboten war. In den zwanziger Jahre kam es dann zur Trennung der beiden Sparten der Vulcan-Werke. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre zog sich das Unternehmen 1928 aus dem Lokomotivbau zurück, er wurde von Borsig übernommen. Später gingen beide Firmen in der Deutschen Schiffs- und Maschinenbau Aktiengesellschaft (DeSchiMAG) auf, der Hamburger Zweig war vorher noch eine Zeit lang im Besitz der Howaldtswerke.

Weblinks

Wikipedia
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