Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Steppenfuchs

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Steppenfuchs
Bild:Korsak.jpg
Steppenfuchs
Systematik

Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Füchse (Vulpini)
Gattung: Vulpes
Art: Steppenfuchs
Wissenschaftlicher Name
Vulpes corsac
(Linnaeus, 1768)

Als Steppenfuchs (Vulpes corsac) oder Korsak bezeichnet man eine Art der Echten Füchse (Vulpini), die taxonomisch zu den Hunden (Canidae) gezählt werden.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Steppenfüchse haben ein graues bis rötliches Fell, das unterseits gelb oder weißlich ist. Diese Füchse werden etwa einen halben Meter lang und mit Schwanz sind sie noch einmal um 25 bis 35 cm länger. Vom ähnlichen Rotfuchs (Vulpes vulpes) unterscheidet sich der Steppenfuchs vor allem durch die längeren Beine und die größeren Ohren.

Lebensraum

Sie leben in Zentral- und Ostasien, von der unteren Wolga bis in die Mandschurei und nach Tibet, was im wesentlichen den Südosten der GUS, Turkestan, die Mongolei, Transbaikalien, Nordchina und Nordafghanistan umfasst. Sein Lebensraum sind hauptsächlich Steppengebiete und Halbwüsten, Wälder, Gehölze, aber auch Siedlungsland und Äcker meidet er. Wegen des warmen, schönen Pelzes wurde dieser Art stark nachgestellt, allein in der sibirischen Stadt Irbit wurden Ende des 19. Jahrhunderts jährlich etwa 10.000 Felle verkauft. Da der Steppenfuchs in Kulturlandschaften nur schlecht zurecht kommt, stellt die Verwandlung vieler Steppengebiete in Ackerland in eine Bedrohung für ihn dar. Die starke Bejagung und der Verlust des Lebensraumes sind die Hauptursachen für das Verschwinden des Steppenfuchses aus großen Teilen seines früheren Verbreitungsgebietes.

Lebensweise

Der Steppenfuchs ernährt sich von kleinen Säugetieren, Vögeln, Insekten, aber auch pflanzlicher Kost. Meist übernimmt er als Behausung einen Bau, der von einem anderen Tier, etwa einem Dachs gegraben wurde. Obwohl er in Freiheit angeblich vor allem nachtakiv ist, zeigt er sich in Gefangenschaft auch bei Tage aktiv. Er scheint insgesamt sozialer zu sein als andere Füchse und bildet Baugemeinschaten und im Winter kleine Jagdrudel. Diese dürften wohl meist aus einem Paar und den bereits älteren Jungtieren vom Vorjahr bestehen. Die Paarungszeit fällt in die Zeit von Januar bis März. 50 bis 60 Tage später wirft die Fähe 2-11 junge Welpen. Weil der Steppenfuchs nicht so unangenehm riecht wie andere Füchse wurde er im 18. Jahrhundert in Russland oft als Haustier gehalten.

Literatur

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999 ISBN 0801857899
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Deutsche Ausgabe: Könemann in der Tandem Verlag GmbH, 2004 ISBN 3-8331-1006-6

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Steppenfuchs – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Steppenfuchs, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge