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Steinpilz

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Steinpilz
Systematik

Unterklasse: Hutpilze (Agaricomycetidae)
Ordnung: Röhrenpilze (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Unterfamilie: Boletoideae
Gattung: Dickröhrlinge (Boletus)
Art: Steinpilz
Wissenschaftlicher Name
Boletus edulis
Bull. 1782

Der Steinpilz (Boletus edulis L.), auch Herrenpilz, Fichtensteinpilz oder Edelpilz genannt, ist ein Pilz aus der Familie der Röhrlinge (Boletaceae). Er wächst in Laub- und Nadelwäldern Europas auf mit Moos, Heidekraut oder Gras überzogenen Flächen, wo er im Sommer und Herbst zu finden ist.

Der Hut ist anfänglich halbkugelig, später konvex, mitunter schmaler als der Stiel. Der Steinpilz hat einen angenehmen Geruch und das rohe Fleisch einen milden Geschmack. Es verändert sich an den Schnittflächen nicht. Von ungenießbaren und verdächtigen Arten unterscheidet er sich durch einen auffallend dicken, weißen, dichtfaserigen Stiel und die im Alter graugrünlichen Röhren der unteren Hutseite.

Der Steinpilz ist ein sehr begehrter Speisepilz, den man zu verschiedensten Gerichten reicht und zur Konservierung gerne in Streifen trocknet oder auch in Essig oder Öl einlegt. Er wird gekocht, gebraten und gebacken. Er gehört zu den wenigen wild vorkommenden Pilzen, die auch roh verzehrt werden können.

Der Steinpilz kann leicht mit dem Gallenröhrling oder mit dem Maronenröhrling verwechselt werden. Eine Verwechslung insbesondere junger Steinpilze mit dem Gallenröhrling, der durch seinen bitteren Geschmack ein ganzes Pilzgericht verdirbt, ist ausgeschlossen, wenn man eine Geschmacksprobe macht. Eine Verwechslung mit dem Maronenröhrling ist dagegen unkritisch, da auch dieser ein sehr guter Speisepilz ist.

Kurzbeschreibung

  • Der Steinpilz ist ein essbarer und sehr schmackhafter Pilz.
  • Er steht in Deutschland unter Naturschutz. Er darf zwar gesammelt und verzehrt werden, der Handel mit in Deutschland gesammelten Steinpilzen ist jedoch verboten.
  • Hut: 5-20 (<25) cm breit, jung weißbräunlich, später dunkler braun, kissenförmig gewölbt.
  • Röhren: Jung weiß, dann gelb und gelbgrün, schließlich schmutzig-olivgrün, nicht verfärbend, leicht ablösbar.
  • Stiel: Sehr kräftig, bis 20cm lang, weiß bis blaßbraun mit feiner Netzzeichnung.
  • Fleisch: Weiß.
  • Vorkommen: Juni bis Oktober in Laub- und Nadelwäldern, besonders unter Fichten, Buchen, Eichen.
  • Verwechslung: Gallenröhrling (ungenießbar); dunkle statt helle Netzzeichnung am Stiel; später rosa Sporen an den Röhrenmündungen.
    Maronenröhrling (essbar); keine Netzzeichnung am Stiel, aber ebenfalls grüne Röhrenmündungen.

Verwandte Arten

Weblinks

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