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Hanau-Steinheim

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Wappen Karte
Bild:Wappen Hanau-Steinheim.png Bild:Karte hanau in deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Stadt: Hanau
Geografische Lage: Koordinaten: 50° 08' N, 08° 55' O50° 08' N, 08° 55' O
Höhe: zwischen 99,82 m und 118,25 m ü. NN
Einwohner: 13.242 (31. Dezember 2006)
Ausländeranteil: 12,26% (31. Dezember 2006)
Postleitzahl: 63456
Vorwahl: 06181
Kfz-Kennzeichen: HU
Adresse des Stadtteilladens: Ludwigstr. 92 63456 Hanau (Steinheim)
Website: http://www.online-steinheim.info/
Politik
Ortsvorsteher: Jürgen Sticher (CDU)

Steinheim (13.242 Einwohner) ist der größte Stadtteil von Hanau. 1938 wurden Groß- und Klein-Steinheim zur Stadt Steinheim vereinigt. Am 1. April 1974 wurde Steinheim dann im Zuge der Gebietsreform von Hanau eingemeindet.

Steinheim ist Station der Deutschen Fachwerkstraße und für seine Altstadt mit restaurierten Fachwerkhäusern bekannt. Als Ausgangspunkt der hessischen Apfelweinstraße ist Steinheim wegen seiner Feiern beliebt: zum einen das Steinheimer Johannisfeuer, das jährlich am 23. Juni, also am Vorabend des Festes Johannes des Täufers gefeiert wird, zum anderen das "Bundesäppelwoifest" am letzten Augustwochenende.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Um 1200 wurde mit dem Bau einer Burg begonnen, um welche sich bald ein Ort bildete, der Obersteinheim oder später Groß-Steinheim genannt wurde. Der alte Ort hieß Klein-Steinheim oder Niedersteinheim. Die Herren von Eppstein bauten diese Burg zu ihrem Machtzentrum aus, setzten sie aber bereits 1393 als Pfandobjekt gegenüber den Rittern von Kronberg ein.

1320 erhielt Steinheim von König Ludwig IV. die Stadtrechte verliehen.

Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurde die Stadt Steinheim am Main nach Hanau eingemeindet, damit endete nicht nur ihre Selbständigkeit, sondern auch ihre Zugehörigkeit zum Landkreis Offenbach, da im Zuge dieser Reform die kreisfreie Stadt Hanau kreisangehörige Stadt, wenn auch mit Sonderstatus, des Main-Kinzig-Kreises wurde.

Amt Steinheim

Das Amt Steinheim war ein Verwaltungsbezirk der Eppsteiner für ihr geschlossenes Herrschaftsgebiet am Main. Im Jahre 1425 verkaufte Gottfried von Eppstein diesen Amtsbezirk für 38.000 Gulden an das Kurfürstentum Mainz. Fortan war der Erzbischof und Kurfürst von Mainz Landesherr über folgende Orte des Amtes Steinheim: Groß-Steinheim, Klein-Steinheim, Großauheim, Klein-Auheim (heute alle Hanau), Mühlheim, Dietesheim, Lämmerspiel (heute alle Mühlheim), Hainstadt, Klein-Krotzenburg (heute beide Hainburg), Bieber (heute Offenbach). Die beiden heutigen Ortsteile von Obertshausen, Obertshausen und Hausen. Weiterhin Weiskirchen, Jügesheim, Hainhausen, Nieder-Roden (heute alle Rodgau), Rembrücken (heute Heusenstamm), Ober-Roden (heute Rödermark) in Hessen, sowie den heutigen bayerischen Gemeinden Kahl und Alzenau.

Südlich an das Amt Steinheim schloss sich sich Amtsvogtei Seligenstadt an, welche sich schon früher im Besitz von Kurmainz befand.

Der Amtmann von Steinheim, war unter anderem auch Obervogt der Biebermark.

Zent Steinheim

Steinheim war im Mittelalter auch Sitz eines Zentgerichtes. Dieses tagte unter einer siebenstämmigen Zentlinde vor dem Maintor. Die Zugehörigkeit der Orte zu den Zentgerichten wechselte in vielen Fällen häufig, oft auch mit dem Wechsel der Landesherren. Das ursprüngliche Zent Steinheim umfasste: Mühlheim, Dietesheim, Meielsheim, Lämmerspiel, Bieber, Heusenstamm Obertshausen, Hausen, Rembrücken, Weiskirchen, Hainstadt und Klein-Auheim. Neben diesem Zentgericht als landesherrschaftlichem Hochgericht mit dem Blutbann existierten noch andere Gerichte im Zent Steinheim nämlich Hubengerichte in Bieber, Mühlheim, Lämmerspiel, Obertshausen, Hausen und Weiskirchen sowie Das Märkergericht in Bieber. Ein Galgen befand sich auf dem Galgenberg in Steinheim.

Persönlichkeiten

Als selbständige Stadt Steinheim am Main, hatte die Kommune auch das Recht Ehrentitel zu vergeben.

Hermann Kardinal Volk Bischof von Mainz, der am 27. Dezember 1903 in Groß-Steinheim geboren wurde, erhielt am 5. Dezember 1964 die Ehrenbürgerrechte verliehen.

Wilhelm Sattler, der für die CDU in den zahlreichen kommunalpolitischen Ämtern wirkte, wurde für seine kommunalpolitischen Verdienste zum Ehrenstadtrat der Stadt Steinheim ernannt. Wegen seines Engagements für die Einigung Europas, er gilt als der Begründer der Städtepartnerschaften mit Doorn (NL) und Francheville (F), wurde ihm im Volksmund auch der Titel Europaminister zu teil.

Leopold Imgram, (11. Juli 1888 bis 30. März 1970) der in Groß-Steinheim geborene Lokalhistoriker veröffentlichte zahlreiche Werke der Steinheimer Geschichte, über die Fischerzunft (1925), zwei Werke zur Stadtgeschichte (1958/62) ... . Nach dem zweiten Weltkrieg leitete Imgram das Steinheimer Stadtarchiv und erhielt am 14. Juli 1964 die Ehrenbürgerrechte seiner Heimatstadt verliehen.

Albert Reuß, (19. April 1874 bis 22. Dezember 1956) der in Groß Steinheim geborene Reuß gründete 1929 den Klein-Steinheimer Heimatverein aus dem später der Steinheimer Heimat- und Geschichtsverein hervorging. Am 2. Juni 1953 erhielt er für sein Wirken die Ehrenbürgerrechte.

Johannes (Jean) Eppert, (21. Mai 1883 bis 19. Oktober 1966) war nach dem zweiten Weltkrieg der erste frei gewählte Stadtbrandinspektor Steinheims, zuvor war die Feuerwehr immer noch nach Groß- und Klein-Steinheim getrennt. Eppert erhielt für sein Engagement 1961 die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Karl Kirstein, (17. Januar 1911 bis 8. Mai 1976) der in Frankfurt geboren Heimatforscher und Archäologe veröffentlichte zahlreiche Werke zur Geschichte der Steinheims und des Kreises Offenbach. Bei Grabungen am Mainbogen gegenüber Schloss Philippsruh entdeckte er eine alte Römersiedlung auf Steinheimer Gemarkung. Kirstein erhielt am 3. Oktober 1972 die Ehrenbürgerrechte der Stadt Steinheim verliehen.

Friedrich Joseph von Eiff (16. Dezember 1881 bis 19. November 1966), veröffentlichte zahlreiche Werke zur Steinheimer Geschichte, er belebte das Steinheimer Johannisfeuer am Vorabend des Johannistages wieder und war Mitgestalter des Steinheimer Haimatmuseums im Schloss. Nach dem Ende der Nazidiktatur bemühte er scih um ein Volksbegehren, die die Selbständigkeit von Groß- und Klein-Steinheim wieder herstellen sollte, scheiterte allerdings bei diesm Referendum. Am 12. Dezember 1961 wurden ihm die Ehrenbürgerrechte der weiterhin vereinigten Stadt Steinheim zuerkannt.

Wilhelm Paul, (12. September 1893 bis 21. Juli 1972) wurde in Schröbitz in Tschechien geboren und fand nach der Vertreibung in Steinheim eine zweite Heimat. Er machte sich um die Eingliederung der Heimatvertriebenen verdient. Als Mitinitiator des genossenschaftlichen Wohnungsbaus in der "Pfaffenbrunnensiedlung", in der zahlreiche Heimatvertriebene Wohneigentum schaffen konnten, machte er sich einen Namen wovon heute noch die Straßenbenennung nach ihm zeugt. Am 10. Dezember 1970 erhielt Paul die Ehrenbürgerrechte.

Bürgermeister und Ortsvorsteher

Die Bürgermeister der Stadt Steinheim (Groß-Steinheim), der Gemeinde Steinheim (Klein-Steinheim) ab 1938 der gemeinsamen Stadt waren:

  • Willibald Sommer (CDU)
  • Ferdinand Jung (SPD) bis 1974
  • Wolfgang Sibenhorn (CDU)
  • Heinz Seidel (SPD)
  • Fritz Eberhard (SPD)
  • Jürgen Sticher (CDU)

Partnerstädte

Steinheims Partnerstädte sind die französische Stadt Francheville (Rhône) (seit 1972) und die niederländische Stadt Doorn (1970).

Quellen

  • Die Glocken der St. Marienkirche und der Gedächtniskirche St. Johann Baptist in Steinheim am Main, Doppel-CD, Arm-Verlag
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