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Stedinger

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Die Stedinger (auch Städing, pl. Stedinge) waren freie Bauern aus der Region Stedingen westlich von Bremen.

Als König Heinrich IV. 1062 das linke Weserufer von der Mündung der Ochtum bis zum Butjadingerland dem Erzbischof von Bremen schenkte, siedelte dieser Rüstringer und Holländer in dem durch Deiche dem Fluss abgerungenen Gebiet an. Sie nannten sich Stedinger, das heißt Uferbewohner.

Ursprünglich zu Zehnten verpflichtet, wussten sie sich bei der Schwäche mehrerer Erzbischöfe allmählich jeder Zahlung zu entziehen und wahrten ihre Grenzen ebenso energisch gegen die Grafen von Oldenburg, deren Burgen Lichtenberg und Liene sie 1187 zerstörten. Auch Erzbischof Hartwig II., dem der Papst schon gestattete, einen Kreuzzug gegen die Stedinger zu predigen, konnte sie nicht unterwerfen (1207).

Einer seiner Nachfolger, Gerhard II. zur Lippe, verklagte sie 1230 beim Papst Gregor IX. als Ketzer; die Folge waren Bann und Interdikt und ein neuer Kreuzzug, für dessen Zustandekommen besonders Konrad von Marburg tätig war (der Stedingerkrieg). Kaiser Friedrich II. ließ sich außerdem zur Achtserklärung herbei.

Es folgte der Stedingerkrieg, den die Bauern verloren. Die Sieger teilten sich daraufhin Stedingen auf. Der größte Teil fiel dem Erzbischof von Bremen und den Grafen von Oldenburg zu; doch überließen diese das Erworbene meist den Besiegten oder neuen Kolonisten wieder zu Meierrecht. Erzbischof Nikolaus von Bremen (1422-1435) sicherte die Stellung der Stedinger durch ein besonderes Landrecht.

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