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Stangenwaffe

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Stangenwaffen sind Blankwaffen, die ihr wirksames Element in Form einer Klinge am Ende einer Stange (Schaft) tragen.

Stangenwaffen sind so alt wie die Menschheit; der Speer dürfte eine der ältesten Waffen überhaupt sein. Die große Zeit der Stangenwaffen waren das Spätmittelalter und der Beginn der Neuzeit. Damals verwendeten vor allem die Bauernheere umgebaute landwirtschaftliche Werkzeuge wie Sensen, lange Äxte, Dreschflegel und hakenförmige Erntemesser auf langen Stangen als Waffen gegen adlige Kavallerie. Aus den improvisierten Kampfwerkzeugen armer Bauern entwickelte sich eine große Familie von unterschiedlichen Waffen.

Das Ende der Stangenwaffen kam im 17. Jahrhundert, als die Feuerwaffen langsam alle früheren Waffen vom Schlachtfeld verdrängten. Die Stangenwaffen hielten sich noch lange Zeit als zeremonielle Waffen wie z.B. die Hellebarden der Schweizergarde des Papstes oder als Rangabzeichen wie der lange Speer (Spontoon) der Unteroffiziere der britischen Armee bis in die Zeit Napoleons. Stangenwaffen blieben auch als Waffen armer, verzweifelter Menschen in Gebrauch. Es gibt ein Bild des Malers Franz von Defregger aus dem Jahr 1872 mit dem Titel "Das letzte Aufgebot", auf dem Tiroler Bauern mit Stangenwaffen in den napoleonischen Kriegen zu sehen sind.

Verschiedene Typen von Stangenwaffen wurden oft miteinander kombiniert.

Zu den Stangenwaffen gehören:

siehe auch

Portal Waffen

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