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Standfotograf

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Der Standfotograf (eng. stills photographer) begleitet Film- und Fernsehdreharbeiten. Nachdem eine besonders aussagekräftige Szene gedreht worden ist, wird diese von den Darstellern nachgestellt, damit sie vom Standfotografen abgelichtet werden kann. Der Standfotograf arbeitet meist im Auftrag der herstellenden Produktionsfirma. Seine Fotos werden u. a. zur Werbung verwendet (z. B. in Fernsehzeitschriften). Er fertigt außerdem Requisitenfotos (z.B. Schauspieler als Familie im Urlaub), Portraits der Darsteller und sogenannte Arbeitsfotos (Making OF-Fotos) an.

Das „Nachstellen“ der Szenen ist nur in Deutschland üblich. Bei den meisten internationalen Produktionen muss der Standfotograf während des eigentlichen Drehs die Filmszene fotografieren. Um keine Kamerageräusche zu verursachen arbeiten Filmfotografen bei Filmfotoaufnahmen während des Drehs, mit einer sogenannten „BLIMP-Kamera“. Der „BLIMP“ ist ein Schallschutzgehäuse, welches über die Fotokamera montiert wird. Das Handling ist unpraktisch, da alle Einstellungen an der Kamera nur ohne „BLIMP“ erledigt werden können. Der „BLIMP“ schränkt also den Fotografen stark ein, aber ermöglicht Fotos auch während des Drehs.

Die Verwendung des „BLIMPS“ bei internationalen Film-Produktionen, begründet sich in den straff organisierten Drehplan-Zeitabläufen. Es gibt praktisch keine Zeit für ein Nachstellen der Szenen. Einerseits garantiert das Fotografieren während des Drehs, authentische Fotos, andererseits kann der Fotograf keinen Einfluss auf den Inhalt der Fotos nehmen. Dies hat den Nachteil, dass bestimmte dramaturgische Elemente, welche nur durch filmtypische Werkzeuge wie „Schnitt“+„TON/MUSIK“+„Kamerafahrten“+„Zeitlupen“, erreicht werden können, dann auf dem Foto fehlen. Ein gesprochenes und flehendes „BITTE!!!“ würde man auf einem Foto nicht wahrnehmen. Wenn nun aber der Fotograf wie es in Deutschland üblich ist, die Szene als Foto nachstellt und den Schauspieler bittet: „zeig mir mit deiner Mimik, ein flehendes BITTE!,“ dann hat das nachgestellte Foto mehr Inhalt. Deswegen werden in Deutschland die Szenenfotos fast immer nachgestellt.

Die Standfotografie ist eine unterschätzte und sehr unbekannte Kunstrichtung innerhalb der Filmbranche, welche unabdingbar ist für den Erfolg eines Filmes. Die Standfotografie gab es schon, noch bevor die ersten Tonfilme aufgenommen wurden. Die Standfotografie gehört mit zu den ältesten Berufen beim Film.

Weblinks

Filmfotos

Standfoto-Seite des Filmfotografen Petro Domenigg

Wikipedia
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