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Standardzelle
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Standardzelle steht im mikroelektronischen Entwurf für eine festgelegte Implementierung eines Gatters für den Einsatz in komplexen digitalen Schaltungen. Dabei steht das Layout des Einzelgatters vor Entwurfsbeginn bereits fest - im Gegensatz zum sonst angewandten manuellen Layout größerer Digitalschaltungen, wo über die Einzelgatter hinaus die Gesamtfläche minimiert werden kann. Die Standardzellen werden spezifisch für einen Herstellungsprozess entworfen und in entsprechenden Teststrukturen in der Einführungsphase des Prozesses - also vor dem Anlauf der Massenfertigung - gefertigt, dann gemessen und charakterisiert - also die kompletten Schaltungseigenschaften über den geplanten Betriebsbereich (Spannung, Temperatur) erfasst und in entsprechende Simulationsmodelle umgesetzt. Der Entwurf mit Standardzellen vermindert das Risiko von Fehlfunktionen, da sich der Verifikationsaufwand für eine damit entworfene Schaltung drastisch reduzieren lässt - und damit die Verifikation weiter getrieben werden kann, als bei manuell entworfenen Schaltungen. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass die Fläche einer mit Standardzellen realisierten Schaltung immer größer ist als bei Handlayout. Die Komplexität von Standardzellen reicht von einfachsten Zellen (Inverter aus zwei Transistoren) typisch bis zum Flip-Flop (bis zu ca. 25 Transistoren).
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