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Stadtpalais Liechtenstein
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Der Bau des Palais begann 1691 für Dominik Graf Kaunitz unter der Leitung von Domenico Martinelli und unter Verwendung von Plänen von Enrico Zuccalli. Noch im selben Jahr wurde der Grund an Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein verkauft, der das Gebäude in modifizierter Form von Gabriele di Gabrieli bis 1705 weiterführen ließ. An der Frontseite zur Bankgasse wurde von Martinelli das erste monumentale Barockportal Wiens errichtet. Das Seitenportal am Minoritenplatz und das Treppenhaus werden gelegentlich mit Johann Lucas von Hildebrandt in Verbindung gebracht. Die bedeutende skulpturale Ausstattung an den Portalen, der Attika und auch in den Innenräumen stammt von Giuliano Giuliani, der Stuck von Santino Bussi. Die Innenausstattung wurde im 19. Jahrhundert mehrfach geändert.
Bekannt war das Palais wegen der bedeutenden Gemäldesammlung der Fürsten, die nun zu einem großen Teil im Gartenpalais in der Roßau (jetzt Liechtenstein-Museum) zu sehen ist. Bekannt waren auch die technischen Spielereien, die der Fürst einbauen ließ, etwa Aufzüge oder Vorrichtungen zum Verschieben der Wände und Böden, die in der damaligen Zeit Aufsehen erregten, aber auch in hohem Maß reparaturanfällig waren. Dadurch ergab sich auch die Notwendigkeit überdurchschnittlich viel Reparatur- und Ausstattungspersonal ständig zu engagieren, weswegen das Palais im Volksmund Künstlerversorgungshaus hieß
Weblinks
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Koordinaten: 48° 12′ 36" N, 16° 21′ 45" E
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