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Stackelberg-Modell
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Beim Stackelberg-Modell der Mikroökonomie handelt es sich um eine Erweiterung des Duopolmodells von Cournot. Statt eines simultanen Spiels wird von einer sequenziellen Spielstruktur ausgegangen, d.h. dass die Spieler nicht mehr gleichzeitg sondern versetzt ihre Produktionsentscheidungen treffen. Die erste vom Stackelberg-Führer gefällte Produktionsentscheidung liegt hierbei typischerweise über der Cournot-gleichgewichtigen Menge. Durch die hohe Produktionsmenge zwingt der Stackelberg-Führer den Stackelberg-Folger zu einer geringeren Produktionsmenge. Der Gesamtoutput liegt über der Produktionsmenge im gewöhnlichen Cournotwettbewerb. Der Stackelberg-Führer kann durch seine deutlich höhrer Produktionsmenge jedoch mehr Gewinn als im Cournot-Wettbewerb erzielen. Der Stackelberg-Folger wird im Vergleich zum simultanen Wettbewerb schlechter gestellt. Das Wohlfahrtniveau (Konsumentenrente+Unternehmensgewinn) steigt durch die Einführung des sequenziellen Stackelberg-Wettbewerbs, da die Gesamtausbringungsmenge größer ist.
Die Ergebnisse bezüglich der Unternehmensgewinne hängen weniger von der sequenziellen Spielstruktur als vom substitutiven Charakter der strategischen Variable "Produktionsmenge" ab. Im sequenziellen Preiswettbewerb mit heterogenem Gütermarkt, stellt sich der Stackelber-Führer im Vergleich zu simultanen Wettbewerb schlechter, während der Stackelberg-Folger durch eine "sanfte" Unterbietung des Preises den deutlich höheren Gewinn erzielt.
Literatur
Tirole, Jean: The Theory of Industrial Organization, Cambridge, 1988
