Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
St. Louis
Aus Kefk.
Saint Louis [ˌseɪntˈluːɪs] ist eine Stadt im US-Bundesstaat Missouri am westlichen Ufer des Mississippi mit 348.189 Einwohnern (Volkszählung 2000 -- eine Schätzung aus dem Jahr 2004 beziffert die Bevölkerungszahl auf 343.279 Einwohner). Die Einwohnerzahl geht seit den 1950ern zurück, da kontinuierlich Menschen in die Vorstädte ziehen. Zusammen mit der umliegenden Metropolregion werden insgesamt 2.603.607 Einwohnern gezählt. Die Region ist somit das achtzehntgrößte Ballungsgebiet in den USA (Stand 2000). Das Stadtgebiet gehört jedoch nicht zum Saint Louis County, in dem 1.016.315 Menschen wohnen. Ebenfalls zur Metropolregion gehören: Saint Charles County (283.883), Franklin County (93.807) und Jefferson County (198.099) in Missouri, sowie Madison County (258.941), Saint Clair County (256.082) und Monroe County (27.619) in Illinois (alle Zahlen Stand 2000).
Saint Louis trägt auch die Spitznamen The Gateway City, Mound City sowie die durch den einheimischen Rapper Nelly bekannt gewordenen Szenebezeichnungen The Lou und Nellyville. Die Stadt ist ein großer Eisenbahnkomplex mit zwei Rangierbahnhöfen, die jedoch in East St. Louis am östlichen Mississippi-Ufer im Bundesstaat Illinois liegen.
In der Stadt befindet sich einige Hochschulen, wie die Washington University, die Saint Louis University und die University of Missouri-St. Louis.
Im Jahr 2006 führt St Louis die Liste der gefährlichsten Städte der USA an.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Der französische Händler Pierre Laclède Liguest und sein aus New Orleans stammender Stiefsohn Auguste Chouteau gründeten Saint Louis 1763 als einen Handelsposten. Die eigentliche Stadtgründung fand am 15. Februar 1764 statt. Nach dem French and Indian War (1754-1763) war St. Louis unter spanischer Kontrolle, wurde jedoch - zusammen mit dem Rest von Louisiana - im napoleonischen Krieg an Frankreich zurückgegeben. Die Vereinigten Staaten erwarben die Stadt im Jahre 1803 unter Präsident Thomas Jefferson im Rahmen des Louisiana Purchase. Später wurde Saint Louis der Ausgangspunkt vieler Expeditionen in den Westen, z.B. für die Entdecker Lewis and Clark oder Felljäger. Auch viele Siedler starteten von St. Louis gen Westen.
Im 19. Jahrhundert setzte ein starker Zuzug deutscher Einwanderer nach Saint Louis ein. Die Großbrauerei Anheuser-Busch wurde 1870 von Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach und seinem Schwiegersohn Adolphus Busch aus Mainz-Kastel gegründet. Für die deutsche katholische Gemeinde wurde zwischen 1895 und 1908 die Kirche St. Frances de Sales nach Entwürfen des Berliner Architekten Engelbert Seibertz errichtet.
1904 war Saint Louis sowohl Gastgeber der Olympischen Spiele als auch der internationalen Weltausstellung.
Im 19. Jahrhundert ein Schwerpunkt für deutsche Migration. Der deutsche Anteil an der Bevölkerung von St. Louis betrug 1860 ca. 60.000 von etwa 170.000 Einwohnern. Die Stadt hat heute eine demografische Mehrheit an Afroamerikanern (51,3%). Die größte Bevölkerung erreichte St. Louis in der Volkszählung von 1950, als sie 856.796 Einwohner zählte. Seitdem nimmt die Bevölkerung kontinuierlich ab. Der Fortzug der Menschen aus der Innenstadt in das Umland macht sich besonders in dem Gebiet um St. Louis Place Park und um die ehemals mondäne St. Louis Avenue, auf der 1875 schon Pferdebahnen liefen, bemerkbar. Vollständige historische Häuserblocks wurden dort seit den 1950er Jahren abgebrochen oder zeugen, größtenteils als verwahrloste Ruinen, von der einstigen schmucken Pracht dieses seit den 1880er Jahren aufstrebenden Viertels, das besonders bei den deutschen Zuwanderern beliebt war, gab es doch nicht nur deutsche Gemeinden aller Konfessionen, sondern auch Schulen, in denen auf deutsch unterrichtet wurde. Der St. Louis Place Park wurde am 13. November 1898 nach vorhergehenden dreitägigen Festivitäten mit einer Kopie der von Thorwaldsen 1839 geschaffenen Schillerstatue aus Marbach am Neckar geschmückt. Diese Stiftung erfolgte durch den Braumeister Col. Charles Stifel. Die Schillerstatue wurde später an die Memorial Plaza nahe des Rathauses verbracht, wo sie noch heute steht.
Verkehr
St. Louis hat einen internationalen Flughafen, Lambert Field, neben dem sich die Werke der früheren Firma McDonnell Douglas befanden. Sie wird auch von Amtrak bedient, mit mehreren Zugverbindungen täglich nach Chicago, sowie täglich nach Dallas (3x wöchentlich weiter nach San Antonio, wo die Wagen als Kurswagen weiter bis Los Angeles geführt werden). An der Streckenführung der ehemaligen Route 66 wird die Stadt heute von den Autobahnen I-44, I-55, I-64 und I-70 bedient.
Sport
- St. Louis Cardinals - ein Team der Major League Baseball (National League). Sie tragen ihre Heimspiele im 2006 neu erbautem Busch Stadium aus.
- St. Louis Blues - ein Team der NHL. Ihre Heimspiele bestreiten sie im Scottrade Center (ehemals Savvis Center bzw. Kiel Center).
- St. Louis Rams - ein Team der NFL. Ihr Stadion ist der Edward Jones Dome.
Sehenswürdigkeiten
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/5/53/Eads_Bridge_construction.jpg': No such file or directory. |
- Das Wahrzeichen der Stadt ist der Gateway Arch, ein 192 m großer Bogen, der von Eero Saarinen gestaltet wurde. [1]
- Openair Musical Theater "The Muny" [2]
- St. Louis Science Center
- St. Louis Art Museum
- Missouri Botanical Garden
- Union Station (ehemaliger Bahnhof, als Einkaufszentrum umgebaut)
- LaClede's Landing (historisches Viertel mit Ziegelsteinstrassen und viele Kneipen, Restaurants, etc.)
- Old Courthouse (Stätte des Dred Scott v. Sandford Prozesses)
- Old Cathedral (en:Basilica of St. Louis, King of France)
- "Naked Truth" - Denkmal der Deutschamerikaner Carl Schurz, Emil Preetorius und Carl Daenzer, die als Publizisten in St. Louis tätig waren (Skulptur von Wilhelm Wandschneider)
Musikkultur
Saint Louis ist Heimat des weltbekannten Saint Louis Symphony Orchesters. dieses wurde in Saint Louis in 1880 gegründet und wurde im laufe seiner Geschichte mit sechs Grammy Awards ausgezeichnet und insgesamt sechsundfünfzig Mal für diesen nominiert.
Chuck Berry kommt aus Saint Louis.
In den 1990er Jahren bildeten sich in der Stadt einige Country-Sänger heraus. Dazu zählen Uncle Tupelo und The Bottle Rockets. Kürzlich machten der Aufstieg des Rappers Nelly (2000), der Saint Lunatics, Murphy Lees, Chingys, J-Kwons, Ebony Eyezs Saint Louis zu einem der Weltzentren von Rap und Hip-Hop. Die Stadt wird deshalb oft im Zusammenhang mit New York City, Atlanta, Los Angeles, und Detroit erwähnt.
Söhne und Töchter der Stadt
- Eberhard Anheuser, Unternehmer, Brauer und Mitbegründer der amerikanischen Brauerei-Dynastie Anheuser-Busch
- Albert Bloch, amerikanischer Maler
- Adolphus Busch, Unternehmer, Brauer und Mitbegründer der amerikanischen Brauerei-Dynastie Anheuser-Busch
- Maya Angelou, Schriftstellerin, Professorin und Menschenrechtlerin
- Josephine Baker, Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin
- Scott Bakula, Schauspieler
- Chuck Berry, amerikanischer Pionier des Rock 'n' Roll
- Joe Besser, Mitglied in der Komikertruppe The Three Stooges
- Linda Blair, Schauspielerin
- Grace Bumbry, US-amerikanische Sängerin
- William S. Burroughs, Schriftsteller der Beat Generation
- Baikida Carroll, US-amerikanischer Jazztrompeter und Komponist
- Kate Chopin, Schriftstellerin
- Steven Chu, Physiker und Nobelpreisträger
- Sarah Clarke, Schauspielerin
- Nicholas Corea, Drehbuchautor/Filmproduzent/Filmregisseur und Schriftsteller
- Tammy Crow, Synchronschwimmerin im Olympia-Team von 2004
- John C. Danforth, Pfarrer der Episkopalkirche, Jurist und Politiker
- William H. Danforth, Vorstandsdirektor der Washington University
- Dwight Davis, ehemaliger Kriegsminister, Tennisspieler und Gründer des Davis Cups
- Charles Eames, Designer und Architekt
- T. S. Eliot, Lyriker, Dramatiker und Essayist, Literaturnobelpreisträger
- Franzen, Jonathan, Schriftsteller, wuchs in dem Vorort Webster Groves auf, verfasste 1988 in dem Roman "Die 27ste Stadt" ein fiktives und spannendes Sittengemälde der Stadt
- John Goodman, Schauspieler und Komiker
- Betty Grable, Schauspielerin und bekanntestes Pin-Up-Girl
- Patrick Gray, war geschäftsführender FBI-Direktor
- Sean Gunn, Schauspieler
- Jay Haas, Profigolfer
- Doris Hart, ehemalige Tennisspielerin
- Cornell Haynes Jr. a.k.a. Nelly, US-amerikanischer Rapper
- Howard Bailey Jr. a.k.a. Chingy, US-amerikanischer Rapper
- Al Hirschfeld, Cartoonzeichner
- Edward Joseph Hoffman, Wissenschaftler
- Edward Singleton Holden, Mathematiker und Professor der Astronomie
- Charles Turner Joy, Admiral der US Navy
- Kevin Kline, Schauspieler
- Adolph Ernst Knoch, Autor zahlreicher theologischer Schriften und Bibelherausgeber
- Brad Kroenig, US-amerikanisches Fotomodell
- Bob Kurland, Basketballspieler
- Marsha Mason, US-amerikanische Schauspielerin
- Virginia Mayo, Filmschauspielerin
- Will McBride, Maler, Bildhauer und Fotograf
- William McChesney Martin, Chef des US-Federal Reserve Systems
- Robert McHenry, Autor hauptsächlich biographischer Werke
- Chuck McKinley, Tennisspieler
- Sloane Momsen, Filmschauspielerin
- Randy Orton, Profi-Wrestler der dritten Generation
- Greg Osby, Jazz-Saxophonist
- Evan Peters, Schauspieler
- Vincent Price, Schauspieler und Kunstexperte
- Doris Roberts, Schauspielerin
- Charles M. Russell, Maler, Skulpteur, Illustrator und Schriftsteller
- Enno Sander, Pharmazeut und Revolutionär von 1848
- Marilyn vos Savant, Zeitungskolumnistin, gilt als die intelligenteste Frau der Welt
- Otto Schmitt, Biophysiker und Erfinder des Schmitt-Triggers
- David Schramm, Professor für Physik an der Universität Chicago
- Franz Sigel, US-General während des amerikanischen Bürgerkrieges
- Cory Spinks, Boxer
- Leon Spinks, Boxer
- Michael Spinks, Boxer
- Matt Sydal, Profi-Wrestler
- Clark Terry, Jazz-Trompeter und -komponist
- Cal Tjader, Latin-Jazz-Musiker, Vibraphonist
- George Herbert Walker, New Yorker Bankier
- Dave Weckl, Schlagzeuger
- Ernie Wilkins, Jazzmusiker
- Mykelti Williamson, Schauspieler
- Bradley Thach, Physiker
Siehe auch
Olympische Spiele in St. Louis
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Saint Louis, Missouri – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- St. Louis City Government
- Explore St. Louis (Touristik-Auskunft)
- The Neighborhoods of St. Louis
- Lasting Impressions: German-Americans in St. Louis
- German-Americans in 19th Century St. Louis
- St. Louiser deutsche Vereine
- St. Louis County Government
- St. Louis Society (deutschsprachige Informationsseite über Stadt und Umland, insbesondere für Studierende)
- Pictorial St.Louis großes Stadtpanorama von 1875
Adair | Andrew | Atchison | Audrain | Barry | Barton | Bates | Benton | Bollinger | Boone | Buchanan | Butler | Caldwell | Callaway | Camden | Cape Girardeau | Carroll | Carter | Cass | Cedar | Chariton | Christian | Clark | Clay | Clinton | Cole | Cooper | Crawford | Dade | Dallas | Daviess | DeKalb | Dent | Douglas | Dunklin | Franklin | Gasconade | Gentry | Greene | Grundy | Harrison | Henry | Hickory | Holt | Howard | Howell | Iron | Jackson | Jasper | Jefferson | Johnson | Knox | Laclede | Lafayette | Lawrence | Lewis | Lincoln | Linn | Livingston | Macon | Madison | Maries | Marion | McDonald | Mercer | Miller | Mississippi | Moniteau | Monroe | Montgomery | Morgan | New Madrid | Newton | Nodaway | Oregon | Osage | Ozark | Pemiscot | Perry | Pettis | Phelps | Pike | Platte | Polk | Pulaski | Putnam | Ralls | Randolph | Ray | Reynolds | Ripley | Saline | Schuyler | Scotland | Scott | Shannon | Shelby | St. Charles | St. Clair | St. Francois | St. Louis County | St. Louis City | Ste. Genevieve | Stoddard | Stone | Sullivan | Taney | Texas | Vernon | Warren | Washington | Wayne | Webster | Worth | Wright
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort St._Louis, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
Koordinaten: 38° 37′ 39" N, 90° 11′ 56" W
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort St._Louis, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
