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Städtische Verbindungsbahn Frankfurt am Main

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Bild:Schienenbus am Mainufer, Frankfurt.jpg
Schienenbus am Mainufer auf der Verbindungsbahn

Die Städtische Verbindungsbahn in Frankfurt am Main (kurz: Verbindungsbahn) entstand im 19. Jahrhundert als Verbindung zwischen den Frankfurter Westbahnhöfen am Gallustor mit dem Bahnhof der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn im Osten der Stadt. Sie verdankt ihre Entstehung einer Initiative, die von der Regierung der Freien Stadt Frankfurt ausging.

Am 31. Juli 1859 wurde die 6 km lange Strecke, die weitgehend am nördlichen Mainufer entlang führt, dem Verkehr übergeben. Den Betrieb führte zunächst die Frankfurt-Hanauer Eisenbahn-Gesellschaft und seit 1872 die Hessische Ludwigsbahn-Gesellschaft. Nach der Einverleibung der Freien Stadt in das Königreich Preußen 1866 blieb die Bahn bis heute im Eigentum der Stadtgemeinde.

Anfangs fand nur ein Güterverkehr zwischen den Bahnhöfen im Stadtgebiet sowie zum Zollhof und Hafen statt. Ab 1. Juni 1869 wurden auch Personenzüge gefahren; u.a. führte man die Schnellzüge nach Mitteldeutschland über die Verbindungsbahn, bis 1873 die staatliche Frankfurt-Bebraer Bahn auf dem linken Mainufer ihren Betrieb aufnahm.

Im Jahre 1880 verlängerte man die Strecke nach Westen um 1,7 km. Zu dieser Zeit ließ die Hessische Ludwigsbahn ihre Züge vom Ostbahnhof nach Limburg am Mainufer entlangfahren, wo am Fahrtor eine Haltestelle war.

Der Personenverkehr endete am 1. April 1913, als der neue Ostbahnhof mit dem Südbahnhof über die Deutschherrnbrücke verbunden wurde. Seitdem besteht die Bahn als Eigenbetrieb Städtische Hafenbahn. Ihre Bedeutung für die neu entstehenden Hafenanlagen, Industriegebiete an der Hanauer Landstraße und die Großmarkthalle wuchs bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ständig an.

Noch einmal sollte die Hafenbahn ihre Bedeutung für den überörtlichen Verkehr beweisen. Als 1945 nach Kriegsende alle Eisenbahnbrücken über den Main zerstört waren, stellte sie die einzige Verbindung für den Güterverkehr von Frankfurt in östlicher Richtung dar. Auch ein bescheidener Personenverkehr kam wieder zustande: Die Kleinbahn Frankfurt-Königstein führte hier ihre Züge aus dem Taunus über Frankfurt-Höchst bis zum Bahnhof Frankfurt-Mainkur vom 13. Juli bis zum 30. September 1945.

Heute verkehren täglich Übergaben im Güterverkehr auf der Hafenbahn und im Personenverkehr gelegentlich Züge der Historischen Eisenbahn Frankfurt mit Dampf- und Dieselloks sowie Schienenbussen.

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