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Sporadic-E

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Bild:SporadicE-NPS.gif
Normalerweise passieren Funksignale oberhalb der normalen Grenzfrequenz der E-Schicht (rot) diese. Während eines sporadischen E-Ereignisses werden die Signale (blau) entweder ganz oder teilweise in der E-Schicht gebrochen, was Weitbereichsverbindungen verschlechtert, aber für besseren Empfang innerhalb der Erstsprungzone bzw. Toten Zone führt.

Als sporadische E-Schicht (Sporadic-E, Es) werden wolkenartige Gebiete hoher Ionisierung in der Ionosphäre in Höhe der E-Schicht bezeichnet. Die sporadische E-Schicht tritt unregelmäßig und nicht vorhersehbar auf, allerdings vorzugsweise im Sommer (in der nördlichen Hemisphäre) und tagsüber, also zu Zeiten von allgemein relativ hoher Ionisierung. Die genaue Entstehung der sporadischen E-Schicht ist noch ungeklärt.

Die Auswirkungen auf den Kurzwellen-Funkverkehr sehen wie folgt aus:

  • auf hohen Frequenzen, auf denen unter normalen Bedingungen keine (oder nur schwache) Signale zu vernehmen sind, tauchen plötzlich sehr starke Signale, vorzugsweise aus Entfernungen von 1500 km bis zu 3000 km (erster Hop) auf,
  • auf mittleren Frequenzen führt Sporadic-E zu einer Reduzierung oder einem Verschwinden der so genannten Toten Zone (unerreichbares Gebiet zwischen Boden- und Raumwelle).

Ein Ansteigen der Ionisierung durch Sporadic-E wird dann beobachtet, wenn bei hohen KW-Frequenzen die Entfernung zu den beobachtbaren Sendern abnimmt. Diese Reduzierung der Toten Zone ist gleichbedeutend mit einem Anstieg der maximal brauchbaren Frequenz (MUF) und führt zu Überreichweiten in Frequenzbereichen oberhalb 30 MHz. Je höher die Frequenz, desto seltener kommt es allerdings zu brauchbaren Ausbreitungsbedingungen. Wenige Male im Jahr ist z. B. der UKW-Rundfunk, bzw. das 2m Amateurfunkband, betroffen. Nicht zu verwechseln ist diese Ausbreitungsart mit troposphärischen Überreichweiten bei Inversionswetterlagen im Bereich über 50 MHz, die in der Regel nur eine Entfernung von ca. 700 km erlauben.

Siehe auch

Wikipedia
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