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Spitzenlast

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Bild:Spitzenlast (Jahresbericht E-Control).png
Lastverlauf im öffentlichen Stromnetz im Juli in MW
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Verlauf des Stromverbrauchs und Erzeugungsquellen in Deutschland (Prinzip)

Spitzenlast bezeichnet kurzzeitig auftretende hohe Energienachfrage im Stromnetz.

Um auch bei schwankendem Stromverbrauch die Versorgung zu jeder Zeit sicherzustellen (Versorgungssicherheit), ist ein Kraftwerksmanagement mit Spitzenlastkraftwerken nötig.

Bei Spitzenlasten muss zwischen dem vorhersehbaren, tagesperiodisch typisch kurzzeitig erhöhten Bedarf und unvorhersehbaren kurzen Lastspitzen unterschieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Unvorhersehbare Spitzenlast

Aufgrund des Ausfalls eines Grundlastkraftwerks oder einer unerwartet hohen Last im Stromnetz kann die Leistung eines Spitzenlastkraftwerks erforderlich werden. Zur Abdeckung der Spitzenlast kommen schnell regelbare Kraftwerke zum Einsatz, die binnen Minuten hohe Leistungen zur Verfügung stellen können. Zu den schnell regelbaren Kraftwerken zählen unter anderem Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftspeicherkraftwerke, aber auch moderne Gasturbinenkraftwerke.

Spitzenlast wird häufig an Strombörsen gehandelt, wo sie im Extremfall mehrere Euro pro Kilowattstunde kosten kann. Die Kosten für Spitzenlast an der Strombörse beziehen sich allerdings nicht auf das einzelne Spitzenlastkraftwerk sondern auf den gesamten erhöhten Tagesbedarf, der Mittags etwa 50% über der Grundlast liegt.

Vorhersehbare Spitzenlast

Der erhöhte Leistungsbedarf tagsüber ist in der Regel sehr gut voraussagbar, da der Verlauf der Nachfrage über den Tag bekannt ist. An der europäischen Strombörse EEX wird Spitzenlaststom zwischen 8:00 Uhr und 20:00 Uhr gehandelt. Zu diesem Zweck werden Kraftwerke eingesetzt, die etwa binnen einer Stunde hoch- und wieder heruntergefahren werden können.

Ein spezielles Spitzenlastkraftwerk ist eine Fotovoltaikanlage. Fotovoltaikanlagen liefern nach Strombörsendefinition ausschließlich Spitzenlaststrom zu Zeiten erhöhten Bedarfs (tagsüber). Sie sind allerdings nicht regelbar und können somit keine Lastspitzen im Minutenbereich decken.

Schwachlast

Schwachlast ist das Gegenteil der Spitzenlast. Sie bezeichnet Zeiträume, in den selbst die Grundlastkraftwerke kaum ausgelastet sind. Um die Kraftwerke nicht herunterfahren oder -regeln zu müssen, werden die Schwachlastzeiten häufig genutzt, um beispielsweise die Speicherseen von Pumpspeicherkraftwerke wieder aufzufüllen. Außerdem werden Wärmepumpen- und Nachtspeicherheizungen betrieben, die die Strom-Überproduktion abnehmen, um einen Wärmespeicher aufzuheizen.

Siehe auch

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