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Spittelmarkt

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Blick über den Spittelmarkt Richtung Fischerinsel. Im Hintergrund der Fernsehturm

Der Spittelmarkt ist ein Platz im Berliner Bezirk Mitte.

Der alte Marktplatz zwischen Fischerinsel und dem östlichen Ende der Leipziger Straße entstand ursprünglich am Westufer der Spree außerhalb Cöllns, einem der Gründungsteile Berlins. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt bestand der Platz bis zum Zweiten Weltkrieg und wurde danach völlig neu gestaltet.

In der historischen Berliner Friedrichstadt baute das St.-Gertrauden-Stift um 1400 vor dem Gertraudentor der Berliner Stadtmauer auf dem heutigen Spittelmarkt ein Haus mit einer Kapelle für adlige Jungfrauen, das später als Hospital für mittellose und kranke Bürger Verwendung fand. Aus der Kapelle ging die Spittelkirche hervor. Der schnelle Straßenausbau Berlins in der Gründerzeit ließ dem Stift keinen Raum, sodass das Gertraudenhospital samt seiner Kapelle 1872 in die heutige Kreuzberger Wartenburgstraße verlegt wurde. Die wertvollsten Ausstattungsstücke der Spittelkirche, die 1881 abgerissen wurde, kamen in die neue Kreuzberger Hospital-Kapelle. Die Namen Spittelmarkt und Spittelkirche sind vom Gertrauden-Hospital abgeleitet – Hospital = Spital = Spittel.

Heute ist der Platz als solcher nur schwer zu erkennen. Die ursprünglich auf dem Platz endenden Verkehrswege haben bis auf die Leipziger Straße an Bedeutung verloren und die umgebende Bebauung besteht zum größten Teil aus Wohnhochhäusern. Als einziges Gebäude, das den Krieg überstanden hat, steht heute noch das sogenannte Juwel-Palais am nördlichen Ende des Platzes. Zukünftige Planungen sehen zudem eine engere Umbauung in Anlehnung an die historische Platzform vor.

Es gibt eine U-Bahn-Station der Linie U2, die nach dem Platz Spittelmarkt heißt und als Besonderheit Fenster besitzt, die zur Spree hinausgehen.

Bilder

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Spittelmarkt – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Koordinaten: 52° 30' 43" N, 13° 24' 5" O

Wikipedia
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