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Spielweise (Tischtennis)
Aus Kefk.
Unter Spielweise versteht man im Tischtennis die Art, wie ein Spieler den Kampf durchführt.
Die Tischtennisliteratur unterscheidet zwischen den Spielweisen
- Angriff
- Halbdistanz
- Verteidigung
- Konterspieler
- Allroundspieler
Dabei ist die Grenze zwischen dieser Klassifizierung fliessend.
Inhaltsverzeichnis |
Angriff
Der Angriffsspieler versucht, möglichst schnell den Punkt zu holen. Dies geschieht mit Hilfe von gefährlichen eigenen Aufschlägen, Topspins, Sidespins und Schmetterbällen mit Vor- und Rückhand. Dabei geht er hohe Fehlerrisiken ein.
Angriffsspieler sind zum Beispiel Georg Böhm und Timo Boll.
Halbdistanz
Ein Spiel aus der Halbdistanz kann eher passiv oder eher aggressiv erfolgen. Der Spieler agiert meist 2 bis 3 Meter hinter dem Tisch.
Passive Halbdistanz
Der Spieler wartet auf Fehler des Gegners und versucht dies durch langsame Topspins mit der Vor- und Rückhand zu provozieren. Durch die Entfernung zum Tisch kann er oft Angriffsschläge erfolgreich parieren. Häufig bestimmt der Gegner das Tempo.
Der Franzose Jacques Secrétin ist ein Beispiel für passives Halbdistanzspiel.
Aggressive Halbdistanz
Der Spieler versucht mit schnellen Vor- und Rückhand-Topspins das Tempo zu bestimmen und möglichst schnell den Gegner zu Fehlern zu verleiten. Dabei geht er gewisse Risiken ein.
Dragutin Šurbek bevorzugte das Spiel aus der aggressiven Halbdistanz.
Verteidigung
Auch die Verteidigung kann eher passiv oder eher aggressiv erfolgen. Der Verteidigungsspieler agiert weit hinter dem Tisch.
Passive Verteidigung
Der Spieler bringt den Ball mit relativ konstantem Unterschnitt möglichst sicher und flach zurück. Gelegentlich nutzt er bei hohen Bällen die Gelegenheit zum Kontern. Generell wartet er auf Fehler des Gegners. Er zeigt eine hohe Laufbereitschaft, ist allerdings verwundbar bei Stoppbällen.
Passiver Verteidigungsspieler war Michael Plum.
Aggressive Verteidigung
Der aggressive Verteidigungspieler wechselt den Schnitt. Er versucht häufiger, durch Konterschläge den Punkt selbst zu holen. Dies bedeutet aber auch ein hohes Fehlerrisiko. Ein Zeitspiel braucht er wegen seiner Fähigkeiten zum Angriff nicht zu fürchten.
Engelbert Hüging und Eberhard Schöler sind Beispiele für einen aggressiven Verteidiger.
Konterspieler
Der Konterspieler versucht durch Blocken mit Vor- und Rückhand den Ball schnell zurückzuspielen und zu verteilen. Er bewegt sich nahe am Tisch.
Ein typischer Konterspieler ist Wilfried Lieck.
Allroundspieler
Der Allroundspieler versucht die genannten Spielweisen zu kombinieren. Er muss seine Taktik am jeweiligen Gegner anpassen. Da er "alles ein bisschen kann" muss er die Lieblingsspielweise seines Gegners möglichst meiden.
Der Engländer John Hilton und der Schwede Hans Alser zählen zu den Allroundspielern.
Literatur
- Jochen Leiß, Jürgen Wolf: Analyse des Gegners, DTS 1983/11 S.25-30
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