Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Spielbudenplatz

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Spielbudenplatz 1800.jpg
Der Spielbudenplatz mit den namengebenden Holzbuden um 1800
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/f/fa/Spielbudenplatz_Hamburg.jpg': No such file or directory.
Spielbudenplatz ca. 1900

Der Spielbudenplatz ist ein Platz an der Reeperbahn in Hamburg-Sankt Pauli. An ihm liegen das Panoptikum, das St. Pauli Theater, das Schmidt Theater, das Operettenhaus, das Molotow und die Davidwache.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Vor dem Millerntor, einem der Hamburger Stadttore, ließen sich ab 1795 Künstler und Gaukler nieder. 1840 wurden ihre Holzbuden abgebrochen und durch feste Häuser ersetzt. Dort entstand dann beispielsweise die von Hein Köllisch 1894 eröffnete Köllischs Lachbühne, das Ernst-Drucker-Theater, heute St. Pauli Theater und das Operettenhaus Hamburg. 1863 eröffnete Carl Hagenbeck sen. hier eine Menagerie, aus der später der Tierpark Hagenbeck in Stellingen entstand. Eines der ersten Kinos in Deutschland war Knopfs Lichtspielhaus am Spielbudenplatz. Eberhard Knopf kaufte 1900 für sein „Konzert- und Automatenhaus“ einen Vorführapparat.

1960er Jahre

In den sechziger Jahren wurde der Platz mit modernistischen Glaspavillions bebaut.

Zwanzig Jahre später hatte sich die Bebauung in eine unüberischtliche Situation verwandelt, ein Labyrinth aus Kaschemmen und improvisierten Subkulturkneipen, das allen Arten von Deals, dunklen Geschäften und halblegalen Vergnügungen Platz bot. Nicht erhaltenswerte Aktivitäten in den Augen der Stadtoberen, die den Abriss beschlossen. Danach blieb die 300 m lange Fläche leer und oftmals ungenutzt.

Ansätze zur Umgestaltung

Schon seit den sechziger Jahren wurde über eine Umgestaltung des zentralen Spielbudenplatzes diskutiert, um diesen Platz auf dem Kiez wiederzubeleben. Diverse kontrovers diskutierte Vorschläge scheiterten. Der aus einem Wettbewerb Mitte der Neunziger Jahre siegreich hervorgegangene Entwurf von Niki de Saint-Phalle konnte wegen des Todes der Künstlerin nicht vollendet werden, die Installation von zwei Kränen von Jeff Koons scheiterte ebenfalls)[1].

Umgestaltung 2006

Bild:Hh-Spielbudenplatz-buehne.jpg
Eine der beiden Freilichtbühnen

Im Dezember 2004 ein Internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Nahezu 300 Architekten, Künstler und Designer nahmen teil. Schliesslich wurde der drittplazierte Entwurf des Landschaftsarchitektur-Büros Lützow 7 umgesetzt. Der Entwurf besteht aus zwei einander gegenüber liegenden beweglichen Bühnen, auf denen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden sollen, durch die Stadt Hamburg beschlossen und umgesetzt.

Am 2. Juni 2006 wurde der 9,7 Millionen Euro teure Umbau von Spielbudenplatz und Reeperbahn offiziell eingeweiht. Auffällig ist die Abwesenheit von fest installierten Sitzgelegenheiten. Zwei Restaurationsterrassen überstanden von Bäumen bieten der Planung nach Aufenthaltmöglichkeiten an den "Kopfseiten" des langgestrechten Platzes.

Die Architektur der Bühnen markiert, nach Ansicht einiger Kritiker, den Umbau der Stadt zur Event-City, Kritiker sprechen von einer Architektur des Ausschlusses und der Verdrängung. Befürworter hingegen sehen in den variablen Nutzungsoptionen der gesamten Platzfläche eine Chance zur Bespielung des öffentlichen Raumes in Sinn des "public-privat-partnership", dieses im Besonderen vor dem Hintergrund der seid Jahren jährlich stattfindenden Events wie "Schlagermove","public viewing - Gran Prix de Eurovision" u.a.. Umstritten ist weiter, daß Hamburgs zweitgrößter Platz nicht mehr wirklich ein öffentlicher Raum ist, stattdessen zum Teil unter privater Verwaltung und Unterhaltung steht. Während in Reden zur Eröffnung des neugestalteten Platzes von der „Wiederentdeckung des Öffentlichen“ die Rede war, fühlte sich die ehemalige Tagesschausprecherin Dagmar Berghoff an eine „Autobahnauffahrt“ erinnert.

Nutzung seit 2006

  • Platzmanager seit März 2006 ist Jochen Bohnsack.
  • Zur Eröffnung des Tag der Architektur 2006 wurden die "Spielbuden" zu einem Raum, Gebäude zusammengefahren und als Ort der Eröffungsveranstaltung genutzt. Neben dem Bausenator der Hansestadt hielten, im sinngebenden Kontext der Neugestaltung, der Bundesbauminister, der Präsident der Hamburger Architektenkammer u.a. Ansprachen und Vorträge zum Thema "Stadt als Bühne. Die Renaissance des öffentlichen Raumes" hielten.
  • Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde der Spielbudenplatz als Fläche für das FIFA Fan Fest benutzt. Auf ihm stand zu dieser Zeit eine große Leinwand, auf der die Fans einige Spiele mitverfolgen konnten

Kulturdenkmal

Ausser der Davidwache, dem St. Pauli Theater und Schmidts Tivoli steht auch die Fassade des ehemaligen St. Pauli-Bades unter Denkmalschutz.

Bilder

Weblinks

Quellen

  1. kunst-fuer-den-spielbudenplatz.de

Koordinaten: 53° 32' 58" N, 9° 57' 53" O

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Spielbudenplatz, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge