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Spermiogramm

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Ein Spermiogramm dient mittels mikroskopischer Analyse des Ejakulats der Feststellung der Zeugungsfähigkeit des Mannes. Im engeren Sinn wird darunter eine Auflistung aller bei der Spermauntersuchung erhobenen Befunde verstanden.

Hierbei handelt es sich um das wichtigste Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der männlichen Fertilität. Um eine ausreichende Aussagekraft zu gewährleisten, wird das Sperma nach fünftägiger Enthaltsamkeit mittels Masturbation gewonnen - eine Enthaltsamkeit darüber hinaus verbessert das Resultat nur unwesentlich.

Unter dem Mikroskop werden die Samenzellen nach folgenden Kriterien beurteilt:

Dabei ist die Summe von Quantität und Qualität der Samenzellen zu bewerten. Ein "schlechtes" Spermiogramm schließt eine spätere Schwangerschaft nicht aus.

Als Fehlformenrate wird der Prozentsatz missgebildeter Spermien im Ejakulat bezeichnet. Diese soll unter 70 % liegen. Falls dies der Fall ist, spricht man von einer Normomorphospermie.

Spermiogrammwerte nach WHO

Richtlinien für die Beurteilung des Spermiogramms wurden 1993 von der WHO erstellt

Normozoospermie normales Spermiogramm Menge: 2-5ml Ejakulat

Säuregehalt: ph 7.2 - 8,0

Verflüssigung: in 10-30 min

Anzahl der Samenzellen/ml: 20 - 150 Mill. Samenzellen/ml

Beweglichkeit: 50% oder mehr

Formen: 30% normale Formen oder mehr

Entzündungen: nur vereinzelt Entzündungszellen

Verkleben: kein krankhaftes Verkleben der Samenzellen untereinander.

Aspermie kein Samenerguss
Multisemie (Polysemie) > 6ml Ejakulatvolumen
Parvisemie (Hypospermie) < 2 ml Ejakulatvolumen
Kryptozoospermie < 1 Mio. Spermien pro Milliliter
Oligozoospermie < 20 Millionen Spermien pro Milliliter
Hyperzoospermie > 150 Millionen Spermien pro Milliliter
Polyzoospermie > 200 Millionen Spermien pro Milliliter
Asthenozoospermie < 50 % progressiv bewegliche Spermien oder < 25 % schnell progressive Spermien
Teratozoospermie < 30 % der Spermatozoen mit normaler Morphologie (zu viele fehlgeformte Samenzellen)
Nekrozoospermie keine Beweglichkeit der Spermien
Leukospermie Entzündung
Oligo-Astheno-Terato-Zoospermie Kombination von geringer Zahl, schlechter Beweglichkeit und zu vielen Fehlformen der Spermien.

Spermatozoenzahl < 20 Mio./ml

Azoospermie keine Spermien im Samenerguss

Weblinks

Wikipedia
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