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Spencer Haywood

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Spencer Haywood (* 22. April 1949 in Silver City, Mississippi) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler. Er spielte zwischen 1969/70 ein Jahr in der ABA und danach von 1970 bis 1983 in der NBA. Haywood ist 2,05 m groß und spielte auf der Position des Power Forward.

Haywood wuchs mit neun Geschwistern im ländlichen Mississippi auf. Im Alter von 15 Jahren zog er zu seinem Bruder nach Detroit. Dort besuchte er die Pershing Highschool, mit der er 1967 die Highschool Meisterschaft von Michigan gewann. Haywoods Noten waren zu schlecht, um eines der zahlreichen Sportstipendien anzunehmen, deshalb ging er für ein Jahr an das Trinity State Junior College. Im darauf folgenden Sommer von 1968 spielte Haywood für das US-Basketballteam bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt und gewann Gold. In der Saison 68/69 spielte er für die University of Detroit, die er nach einer überragenden Saison mit 32 Punkten und 22 Rebounds pro Spiel verließ.

Da er als sog. "Underclassman" nicht direkt in die NBA durfte, spielte er 69/70 für die Denver Rockets in der ABA. Durch seine erneut herausragenden Leistungen (30 Punkte und 19,5 Rebounds pro Spiel) wurde er mit gerade 20 zum MVP der ABA gewählt. Doch Haywood war nicht zufrieden, er wollte in die "große" NBA wechseln. 1970 unterzeichnete er - trotz des Underclassmen-Verbots - einen Vertrag mit den Seattle Supersonics. Die NBA reichte Widerspruch ein, es ging vor Gericht. Der Supreme Court entschied schließlich zu Haywoods Gunsten, und veranlasste die NBA, ihre Draftregeln zu ändern. Erst das Haywood-Urteil machte den Weg frei für den Strom an Underclassmen in der heutigen NBA, von Magic Johnson über Kevin Garnett bis LeBron James.

Haywoods Leistung fanden merkwürdigerweise bereits 1973 ihren Höhepunkt (29,2 Punkte und 12,9 Rebounds pro Spiel). Danach baute Haywood, obwohl erst Anfang 20, kontinuierlich ab. 1975 schickten ihn die Sonics zu den New York Knicks. Dort spielte er vier Jahre bei weiter fallenden Leistungen und wurde dann in der Saison 78/79 zu den New Orleans Jazz geschickt, die er nach der Saison aber wieder verließ. Es folgte ein Jahr bei den Los Angeles Lakers sowie zwei bei den Washington Bullets, bis Haywood 1983 seine Karriere beendete. Bis dato ist Haywood nicht Mitglied der Basketball Hall of Fame, dennoch wählte ihn die NBA 1996 unter ihre "50 besten Spieler aller Zeiten".

Literatur

  • Spencer Haywood, Scott Ostler: The Rise, the Fall, the Recovery, 1992. ISBN 1567430422 (Autobiographie)


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