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Spektroskopischer Doppelstern

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Ein spektroskopischer Doppelstern ist ein aus zwei eng um einander kreisenden Sonnen bestehendes Sternsystem, das auf optischem Wege nicht getrennt werden kann.

Die zwei Sterne haben einen so geringen Abstand, dass das Auflösungsvermögen auch der größten Teleskope nicht ausreicht, um sie direkt nachweisen zu können. Dies ist meist nur durch Spektroskopie möglich, weil die Umlaufbewegung der beiden Sterne einen Dopplereffekt erzeugt. Er bewirkt eine periodische Verbreiterung der Spektrallinien, wenn sich ein Stern von uns entfernt, während sich der andere auf uns zubewegt. Die Periode der Verbreiterung entspricht daher der halben Umlaufzeit.

Spektroskopische Doppelsterne gehören häufig zur Gruppe der Riesen; der erste derart entdeckte Doppelstern (um 1890) war der helle Stern Mizar im Großen Wagen, der sogar ein Vierfachsystem (2 Sternpaare) darstellt. Sein ferner Begleiter Alkor (der sog. Augenprüfer) ist ebenfalls ein spektroskopischer Doppelstern.

Bei nicht zu schwachen Sternen kann die Interferometrie zusätzliche Messungen und Aussagen über die Komponenten des Doppelsterns ermöglichen.

Siehe auch: Spektroskopie, Entfernungsmessung, Sternpaar, Mehrfachstern, Radialgeschwindigkeit (Astronomie)

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