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Spektroskopie
Aus Kefk.
(1) elastische Streuung: Man beobachtet nur eine Impulsänderung der Photonen. Bsp.: Röntgenbeugung, Neutronenbeugung, Elektronenbeugung
(2) inelastische Streuung: z. B. Raman-Spektroskopie
(3) resonante Absorption / Emission
Spektroskopie im engeren Sinne bezieht sich meistens auf den letzteren Fall. Man untersucht, bei welchen Frequenzen oder Wellenlängen eine Substanz Energie in Form von Lichtquanten bzw. elektromagnetischen Wellen aufnehmen (absorbieren) oder abgeben (emittieren) kann.
Die Energie eines Lichtquants oder die dementsprechende Frequenz einer elektromagnetischen Welle entspricht dabei der Energiedifferenz zweier quantenmechanischer Zustände der zu untersuchenden Substanz:
Darin ist h die Planck-Konstante, ν die Frequenz des Lichtquants und ΔE die Energiedifferenz. Diese Gleichung wird auch als Grundgleichung der Spektroskopie bezeichnet. Die Energiedifferenzen quantenmechanischer Zustände hängen von der chemischen Zusammensetzung einer Probe oder der Struktur eines Moleküls ab und enthalten daher wichtige Informationen für den Chemiker, Physiker und Biologen.
Historisch bezeichnet der Begriff in erster Linie solche Verfahren, die die Absorption oder Emission von Licht untersuchen. Mit Hilfe eines Spektrometers wird dabei ein Lichtspektrum (Intensität des absorbierten oder ausgestrahlten Lichts in Abhängigkeit von der Wellenlänge) gemessen.
Als Spektrum bezeichnet man allgemein eine Auftragung einer zur Energie proportionalen Größe (z.B. Frequenz, Wellenzahl, Kreiswellenzahl) gegen eine Intensität. Der Begriff darf nicht mit Chromatogramm (Retentionsgröße gegen Intensität) in der Chromatographie oder Massenspektrum (Masse gegen Intensität) in der Massenspektrometrie verwechselt werden.
Neben dem Bereich des sichtbaren Lichts deckt die Spektroskopie heute einen großen Teil des elektromagnetischen Spektrums ab, von den Radiowellen bis zur Gammastrahlung.
Ziel der Spektroskopie ist es, aus dem erzielten Spektrum Rückschlüsse auf die Probe zu ziehen, zum Beispiel auf deren innere Struktur, stoffliche Zusammensetzung oder Dynamik einer chemischen Reaktion.
Die analytische Spektroskopie erkennt Atome oder Moleküle an der charakteristischen Form ihrer Spektren.
Die Präzisionsspektroskopie setzt sich zum Ziel, aus der genauen Lage oder der Stärke von Spektrallinien physikalische Größen, zum Beispiel Naturkonstanten zu bestimmen oder Hypothesen über Naturgesetze zu testen.
Inhaltsverzeichnis |
Physikalische Grundlagen
- Auswahlregeln
- Besetzungsinversion
- Einsteinkoeffizienten
- Fermis Goldene Regel
- Hertzscher Dipol
- Maxwellsche Gleichungen
- Kategorie:Optik
- Plancksches Strahlungsgesetz
- Rabi-Formel
- Spektrallinie
- Übergangsdipolmoment
Strahlungsquellen
Klassische Spektroskopie
Die Untersuchung der Lichtemission bzw -absorption von Molekülen und Atomen mit Hilfe von Gitter- und Prismenspektrometern sind die ältesten spektroskopischen Verfahren. Sie werden daher auch als Klassische Spektroskopie bezeichnet. Viele der grundlegenden Untersuchungen über den Aufbau des Atoms wurden erst durch die Entwicklung und Anwendung hochauflösender Gitter- und Prismenspektrometer möglich.
Das Element Helium wurde zunächst anhand spektroskopischer Untersuchungen des Sonnenlichtes erkannt, ehe man es auf der Erde entdeckte.
Molekülspektroskopie
Bei der Molekülspektroskopie wird die Wechselwirkung von Molekülen mit elektromagnetischen Feldern untersucht. Dies ermöglicht sowohl die Charakterisierung molekularer Eigenschaften wie Bindungslängen und -stärken, als auch die Identifizierung der atomaren Bestandteile. Die beobachteten Molekülspektren unterscheiden sich von den Atomspektren durch sehr viel mehr, meist überlappende Linien ("Banden"). Ursache dafür ist, dass die Moleküle nicht nur durch Elektronenübergänge, sondern auch bei Schwingungen der Atome gegeneinander und Rotationen des Moleküls um eine seiner Achsen Energie absorbieren bzw. emittieren können.
Die grundlegenden Untersuchungen zur Molekularphysik wurden Anfang des letzten Jahrhunderts mit hochauflösenden Gitterspektralapparaten gemacht (siehe z.B. den Artikel Gitterspektrometer). Heute werden hochgenaue Untersuchungen an Molekülen häufig mit laserspektroskopischen Verfahren durchgeführt.
Spektroskopiearten nach Wellenlängen und untersuchten Eigenschaften
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Spektroskopiearten und -methoden in der Analytik
- 1. Atomspektroskopie
- Atomabsorptionsspektroskopie (AAS/OAS)
- Atomemissionsspektroskopie (AES/OES)
- Induktiv gekoppeltes Plasma (ICP-AES)
- Mikrowellen-Plasmafackel-AES (MPT-AES)
- Atomfluoreszenzspektroskopie (AFS)
- Gammaspektroskopie
- Mößbauer-Spektroskopie (beruhend auf dem Mößbauer-Effekt)
- Elektronenspektroskopie
- Röntgenspektroskopie (XRS)
- Glimmentladungsspektroskopie (GDOES)
- 2. Molekülspektroskopie
- Frequenzmodulationsspektroskopie
- Fluoreszenzspektroskopie
- Schwingungsspektroskopie
- Kernresonanzspektroskopie (NMR, auch Hochfrequenzspektroskopie)
- Elektronenspinresonanz (ESR/EPR)
- Elektron-Kern-Doppelresonanz-Spektroskopie (ENDOR)
- Mikrowellenspektroskopie
- UV/VIS-Spektroskopie (UV/Vis)
- Dielektrische Spektroskopie
- 3. Massenspektrometrie (MS) Die Massenspektrometrie (oft auch falsch Massenspektroskopie genannt) ist kein Spektroskopie-Verfahren im eigentlichen Sinne. Dennoch wird sie in diesem Zusammenhang häufig genannt, weil sie in der Analytik einen ähnlichen Zweck erfüllt.
- 4. Ultrakurzzeit-Spektroskopie
- 5. Laserspektroskopie
- 6. Impedanzspektroskopie
- 7. Ionen-Spektroskopie
Literatur
Allgemeine Lehrbücher
Spezielle Werke
- P. W. Atkins, R. S. Friedman, Molecular Quantum Mechanics, 4. Aufl., Oxford University Press, Oxford, 2004, ISBN 0199274983.
- P. F. Bernath, Spectra of Atoms and Molecules, 2. Aufl., Oxford University Press, Oxford, 2005, ISBN 978-0195177596.
- W. Demtröder, Atoms, Molecules and Photons, 1. Aufl., Springer, Berlin, 2005, ISBN 978-3540206316.
- W. Demtröder, Laser Spectroscopy: Basic Concepts and Instrumentation, 3. Aufl., Springer, Berlin, 2002, ISBN 978-3540652250.
- W. Demtröder, Molecular Physics: Theoretical Principles and Experimental Methods, 1. Aufl., Wiley-VCH, 2005, ISBN 978-3527405664.
- J. D. Graybeal, Molecular Spectroscopy, McGraw-Hill Education, 1988, ISBN 978-0070243910.
- H. Haken, H. C. Wolf, Atom- und Quantenphysik, 8., aktualis. u. erw. Aufl., Springer, Berlin, 2003, ISBN 978-3540026211.
- H. Haken, H. C. Wolf, Molekülphysik und Quantenchemie, 5., neu bearb. u. erw. Aufl., Springer, Berlin, 2006, ISBN 978-3540303145.
- J. M. Hollas, Modern Spectroscopy, 4. Aufl., John Wiley & Sons, Chichester, 2003, ISBN 0470844167.
- E. B. Wilson, Jr., J. C. Decius, P. C. Cross, Molecular Vibrations - The Theory of Infrared and Raman Vibrational Spectra, Dover Publications, New York, 1980, ISBN 978-0486639413.
Astronomie
Weblinks
- Grundlagenforschung im Bereich der Spektroskopie
- Maßgeschneiderte Medikamente per Laser Fluoreszenz-Korrelations-Spektroskopie (FCS) Universität Bonn
- The Science of Spectroscopy - hervorragende Seite zum Thema nach dem Wiki-Prinzip (engl.)
- Spektraltafel einiger Elemente
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