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Spartiaten

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Spartiaten waren die männlichen Vollbürger Spartas. Während der Blüte Spartas betrug ihre Zahl 6.000 bis 9.000; sie waren also bei einer Einwohnerzahl von ca. 50.000 (ohne Sklaven) eine herrschende Minderheit. Daher kam es einer Katastrophe gleich, wenn bei einer einzelnen Schlacht einige Hundert Spartiaten umkamen, wie in der Schlacht bei den Thermopylen oder der Schlacht bei Leuktra oder gefangengenommen wurden, wie auf Sphakteria im Peloponnesischen Krieg (in dem die Anzahl der Spartiaten auf knapp über 4000 gesunken war).

Die Erziehung der Spartiaten

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Die spartanische Erziehung zeichnete sich aus durch Abhärtung, Kampfsport, Disziplin und dem Verbot aller das Leben erleichternden Bequemlichkeiten. Ein neugeborener Spartaner wurde einer strengen Auslese der Gerusia unterzogen, die entschied, ob er die Qualitäten eines zukünftigen Vollbürgers besaß und am Leben bleiben durfte. Hatte er eine Behinderung oder war er etwas schwächlich, wurde er in eine Schlucht geworfen. Bis zum 7. oder 8. Lebensjahr lebten die Jungen bei ihrer Mutter, dann wurden sie in eine "Herde", eine Gruppe mit Gleichaltrigen, die ihrem Befehlshaber bedingungslos gehorchen mussten, aufgenommen. Der Alltag in solch einer Gemeinschaft war geprägt durch brutale Abhärtung und der totalen Unterdrückung von Gefühlen. Die Jungen hatten kaum genug zum Leben, ihre Nahrung bestand größtenteils aus der berühmten Blutsuppe, von der man jedoch kaum satt wurde. Um nicht zu verhungern, mussten sie stehlen. Wer dabei ertappt wurde, erhielt eine Tracht Prügel, weil er so dumm war, sich erwischen zu lassen. Oft waren sie gezwungen, die Übungen, die zu einem großen Teil aus Wettkämpfen untereinander bestanden, auch im kalten Winter nackt durchzuführen. Alle Ungehorsamkeiten und Vergehen wurden mit Prügel geahndet. Auch wurden sie in der Debattierkunst unterrichtet. Ihre Reden sollten möglichst sachlich und kurz sein. Noch heute wird der Ausdruck "lakonische Rede" gebraucht.

Die Jugenderziehung Agoge dauerte bis zum 18. Lebensjahr. Sie wurde mit einem Ritual beendet, bei dem die jungen, durchtrainierten Männer ihre wirkliche erste ernste Kampferfahrung machen sollten, indem sie über die Heloten herfielen. Nun wurden sie in sogenannten Speisegesellschaften, den Syskenien, aufgenommen, aus denen man, war man nicht fähig, seine finanziellen Beiträge zur Gemeinschaft aufzubringen, auch ausgestoßen werden konnte.

Jeder Spartiat hatte einen vorgeschriebenen Lebensweg: Er sollte ein standhafter, unbeugsamer Krieger werden. Andere Gesinnungen wurden nicht geduldet.

Auch die Mädchen trainierten schon früh, denn ihre Aufgabe sollte es sein, so viele den spartanischen Richtlinien entsprechende Kinder wie möglich zu gebären.


Quellem: Algemeinwissen, Film: 300, Brockhaus

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