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Spannungspneumothorax
Aus Kefk.
Der Spannungspneumothorax ist eine besondere Form des Pneumothorax. Er entsteht durch einen Ventilmechanismus, bei dem bei der Einatmung (Inspiration) Luft entweder von außen (z. B. Einstich) oder von innen (z. B. eingerissener Lungenlappen) in die Brusthöhle eindringt. Bei der Ausatmung (Expiration) wird das Ventil, z. B. ein kleines Stück der Thoraxwand, wie eine Tür von innen zurückgedrückt, so das die Luft nicht mehr entweichen und sich nur noch in der Brusthöhle verteilen kann. Mit Zunahme der Luftvolumens steigt der intrathorakale Druck auf der verletzten Seite an und verdrängt den Mittelfellraum zur Gegenseite. Auf diese Weise werden die gesunde Lunge und die Hohlvenen komprimiert. Diese Venenkompression drosselt den venösen Rückstrom zum Herzen, wodurch das Schlagvolumen bedrohlich abnimmt. Es entstehen Rhythmusstörungen, die schließlich im Kammerflimmern enden. Es zeigt sich ein dramatisches Krankheitsbild.
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Ursachen
Entsteht durch ein Trauma eine Verbindung zwischen Außenluft und Pleuraspalt, so kollabiert der betroffene Lungenflügel. Im Gegensatz zu einem Pneumothorax entweicht die Atemluft bei der Exspiration jedoch nicht wieder aus dem betroffenen Gebiet, sondern verbleibt aufgrund eines Ventilmechanismus im nun extrem geweiteten Pleuraspalt. Bei der Einatmung gelangt Luft zwischen Lungengewebe und Rippenfell (Pleura visceralis und Pleura parietalis). Bei der Exspiration wird nun nach und nach mehr Luft in den intrathorakalen Raum gepresst, was eine Erhöhung des intrathorakalen Drucks zur Folge hat. Dies führt zu einer Verdrängung des Mittelfells (Mediastinums) und auch des Herzens. Diese Verdrängung des Herzens wiederum führt zu einem behinderten venösen Rückfluss (Abknicken der Vena cava inferior und superior). Auch wird der ansonsten intakte Lungenflügel der gegenüberliegenden Seite komprimiert, was eine Minderversorgung mit Sauerstoff nach sich zieht. Man unterscheidet zwischen einem offenen (Verbindung durch ein Loch in der Brustwand) und geschlossenem (Verbindung durch Riss in der Lunge) Spannungspneumothorax.
Symptome
Der Patient leidet unter Atemnot (Dyspnoe) und entwickelt eine zunehmende Zyanose. Durch die Verdrängung des Herzens und der venösen Gefäße werden sich als sichtbares Zeichen die Halsvenen anstauen. Durch den verminderten Rückfluss des Blutes wird auch der systolische Blutdruck abfallen.
Therapie
Eine sofortige Druck-Entlastung ist für den Patienten eine lebenswichtige Maßnahme. Diese wird in der Regel mit einem sogenannten Heimlichventil durchgeführt. Anschließend muss der Defekt chirurgisch versorgt und behoben werden.
Siehe auch
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