Sozialer Aufstieg
Aus Kefk
Von sozialem Aufstieg spricht man, wenn sich die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht bzw. zu einer Einkommensgruppe oder Qualifikationsstufe nach oben verändert. Sein Gegenteil ist sozialer Abstieg. Beides sind Formen von vertikaler sozialer Mobilität innerhalb einer Gesellschaft - im Gegensatz zur horizontalen Mobilität, bei der sich bestimmte sozial relevante Faktoren - z. B. der Arbeitsplatz - verändern, ohne dass dies Auswirkungen auf die Schichtzugehörigkeit hat.
Sozialer Aufstieg kann sich im Verlauf von Generationen vollziehen oder auch bei der Karriere einer Einzelperson. Ein typischer Fall des sozialen Aufstiegs ist der Zwei-Generationen-Aufstieg über einen Plattformberuf.
Sozialer Aufstieg oder Abstieg kann auch ganze Berufsgruppen betreffen, wenn ihre wirtschaftliche oder kulturelle Grundlage sich verbessert oder verloren geht. Auch Einwanderer suchen in der Regel den sozialen Aufstieg, was freilich oft auf den Umstand zurückzuführen ist, dass Einwanderer häufig auf sehr niedrigem Niveau in die aufnehmende Gesellschaft eingegliedert werden, so dass sich ein quasi "natürliches" Bedürfnis nach einer Statusverbesserung entwickelt.
In modernen Gesellschaften geht der soziale Aufstieg oftmals mit einem Bildungsaufstieg einher. Nach wie vor wird jedoch dieser Aufstieg durch Bildungsbenachteiligungen gebremst und selbst bei höchster Ausbildung (Promotion) bleibt der Aufstieg in die Elite noch abhängig von der sozialen Herkunft.
Siehe auch Hypergamie, Sozialstruktur
