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Sony BMG Music Entertainment
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Sony BMG Music Entertainment ist eine Plattenfirma (auch Label genannt), die 2004 aus dem Zusammenschluss von Sony Music Entertainment und der Bertelsmann Music Group, mit einer Beteiligung von jeweils 50 Prozent, hervorgegangen ist. Der Zusammenschluss betrifft nur das Tonträgergeschäft und nicht die jeweiligen Musikverlage BMG Music Publishing und Sony/ATV Music Publishing, die Auslieferung und die Produktion von Tonträgern. Nur in Japan bleibt Sony Music Entertainment als eigenständiges Label bestehen, übernimmt dort jedoch den Vertrieb für BMG. Der Hauptfirmensitz befindet sich in New York, die deutsche Niederlassung befindet sich in München. Der Vorstand wird von Rolf Schmidt-Holtz (CEO) geleitet, der Andrew Lack 2006 ablöste.
Mit der Fusion der beiden Labels entstand eine der größten Plattenfirmen weltweit, mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Sony BMG gilt als Major Label.
Am 13. Juli 2006 entschied der Europäische Gerichtshof, dass die positive Entscheidung der EU-Kommission zu der Fusion der beiden Tonträgerhersteller falsch war. Einer entsprechenden Klage von Impala, dem europäischen Verband unabhängiger Tonträgerhersteller mit ca. 2500 Mitgliedsfirmen, wurde stattgegeben. Dennoch sieht es momentan nicht so aus, als müssten die beiden vereinigten Labels wieder in unabhängige Firmen aufgeteilt werden. Zunächst muss Sony BMG bei der EU-Kommission einen neuen Antrag auf kartellrechtliche Genehmigung stellen.
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BMG
Mit 2,8 Milliarden Dollar Umsatz im Jahre 2003 gehörte die damals selbstständige deutsche BMG zum fünftgrößten Musikkonzern der Welt und umfasste rd. 200 Labels weltweit mit einem Marktanteil von rd. 15 Prozent insgesamt.
Sony Music Entertainment
Der Sony-Konzern kaufte 1988 für rd. 2 Mrd. US-Dollar den Katalog von CBS Records und stieg damit in das Musikgeschäft ein. Vor der Fusion mit BMG hatte Sony Music Entertainment einen Marktanteil von ca. 16 Prozent und war damit das weltweit drittgrößte Majorlabel.
Angeschlossene Plattenfirmen
Zu Sony BMG gehören unter anderem: Arista Records (New York), BMG Ariola (München), Na klar! Records (Köln) BPX 1992 (Berlin), J Records (New York), Jive Records (New York), Provident Music Group (Nashville), RCA Music Group /RCA Records (New York), Verity (New York) und Zomba Records (New York), Columbia, Epic, Legacy, Sony Music, Sony Classical, Sony Music Nashville, EUROPA.
BMG Video
BMG besaß ursprünglich auch eine Video- und DVD-Sparte, die z. B. Konzert-DVDs herausbrachte. BMG Video wurde aber 2002, nachdem der BMG-Eigner Bertelsmann die RTL Group übernommen hatte, im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen, dort integriert.
Künstler
Kritik
Spywareskandal
Im Jahr 2005 war Sony BMG das erste Unternehmen, welches Rootkits in Form der DRM-Software XCP für das digitale Rechtemanagement einsetzte. Rootkits werden von Programmierern von Mal- und Spyware verwendet, um ihre illegalen Aktivitäten zu verbergen. Sony nutzte damit eine fragwürdige Technologie zur Verhinderung von Kopien ihrer CDs. Nachdem Proteste laut wurden und eine Klage gegen diese Vorgehensweise angestrengt wurde, entschied man sich, eine Rückrufaktion für die etwa zwei Millionen verkauften CDs zu starten. Des Weiteren wurde ein Deinstallations-Programm für die Rootkit-Routine sowie eine kleine Entschädigung angeboten. Weiter wurde bekannt, dass Sony BMG Programmcode bestimmter Open-Source-Produkte wie etwa des Lame-Encoders und des Videolan-Mediaplayers unerlaubt verwendet haben und somit gegen das Urheberrecht verstoßen haben soll. Genaueres darüber ist allerdings noch nicht bekannt.
Siehe auch
Weblinks
- Streetteam von SonyBMG
- Website der SonyBMG
- Vollständige Künstlerliste
- Erster Heise-Artikel zum Sony/BMG-Rootkit
- Sony/BMGs Versuch, sich mit einer Schlichtung vor der Verurteilung zu drücken (Weitere Heise-Artikel zu diesem Thema sind unten auf der Seite verlinkt)
- SonyBMGs digitaler Hausfriedensbruch - Ein Review der Rootkit-Ereignisse
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