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Sommer-Drehwurz
Aus Kefk.
| Sommer-Drehwurz | ||||||||||||
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| Bild:Spiranthes aestivalis Berchtesgadener Alpen.jpg Sommer-Drehwurz (Spiranthes aestivalis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Spiranthes aestivalis | ||||||||||||
| (Poir.) Rich. 1818 |
Die Sommer-Drehwurz (Spiranthes aestivalis), auch Sommerwendelorchis oder Sommerwendelähre genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Drehwurzen (Spiranthes) in der Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae). Sie ist eine der seltensten heimischen Orchideenarten.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Sommer-Drehwurz ist ein zierlicher, sommergrüner, mehrjähriger, perennierender, krautig wachsender Speicherwurzelgeophyt mit zwei bis sechs rübenförmigen Speicherwurzeln, die eine Länge von 5 bis 8 Zentimeter entwickeln. Aus drei bis fünf Rosettenblättern wächst ein 10 bis 35 Zentimeter hoher Stängel.
Die drei bis sechs Grundblätter sind hellgrün, lineal-lanzettlich, 5 bis 14 Zentimeter lang, 0,6 bis 1,2 Zentimeter breit, rinnig und aufrecht. Der Blütenstand ist 3 bis 10 Zentimeter lang und korkenzieherartig gedreht mit 6 bis 20 locker angeordneten, weißen Blüten.
Die Blütezeit ist Anfang Juli bis Ende August, wobei sich die Hauptblütezeit von Ende Juli bis Anfang August erstreckt.
Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mittel- und Südeuropa. Im Norden gibt es Vorkommen in die Niederlanden und Südengland. Die südlichsten Vorkommen reichen bis nach Marokko.
Standort
Die Sommer-Drehwurz wächst in nährstoffarmen Niedermooren und Zwischenmooren, bevorzugt auf nassem, kalkhaltigen Sumpfhumus oder Kalktuff in Pflanzengesellschaften der Kleinseggenmoore (Ordnung: Caricetalia davallianae) bis zu einer Höhe von 1800 m. Typische Begleitpflanzen sind das Rostrote Kopfried (Schoenus ferrugineus) und das Schwarze Kopfried (Schoenus nigricans)
Naturschutz und Gefährdung
Wie alle in Europa vorkommenden Orchideenarten steht auch die Sommer-Drehwurz unter strengstem Schutz europäischer und nationaler Gesetze.
In Deutschland gibt es außerhalb Bayerns nur noch wenige Vorkommen in Baden-Württemberg.
Spiranthes aestivalis ist akut vom Aussterben bedroht. Die Gefährdungsursachen sind vor allem im Verlust ihrer Lebensräume durch die Kultivierung von Mooren und im Brachfallen von Frisch- und Feuchtwiesen zu suchen.
Bildergalerie
Spiranthes aestivalis Blütenstand.jpg
Spiranthes aestivalis |
Biotop von Spiranthes aestivalis.jpg
Spiranthes aestivalis |
Spiranthes aestivalis Slowenien.jpg
Spiranthes aestivalis |
Biotop Spiranthes aestivalis Zentralslowenien.jpg
Spiranthes aestivalis |
Quellen und weiterführende Informationen
Literatur
- Standardliteratur über Orchideen
- AHO (Hrsg.): Die Orchideen Deutschlands. Verlag AHO Thüringen Uhlstädt - Kirchhasel, 2005, ISBN 3-00-014853-1.
- H. Baumann, S. Künkele, R. Lorenz: Die Orchideen Europas. Ulmer Verlag, 2006, ISBN 978-3-8001-4162-3.
- Karl-Peter Buttler: Orchideen, die wildwachsenden Arten und Unterarten Europas, Vorderasiens und Nordafrikas. Mosaik Verlag 1986, ISBN 3-5700-4403-3.
Weblinks
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Verbreitungskarten
- Verbreitungskarte für Deutschland bei Floraweb
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Regionale Links
siehe auch:
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