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Solvatochromie
Aus Kefk.
Allgemein versteht man unter der Solvatochromie die Beeinflussung der Farbe eines Farbstoffes durch die zunehmende Polarität eines Lösungsmittels (Solvens). Man unterscheidet zwischen der negativen Solvatochromie, die eine hypsochrome (farbaufhellende) Verschiebung bewirkt, und der positiven Solvatochromie, die eine bathochrome (farbvertiefende) Wirkung nach sich zieht.
Negative Solvatochromie
Bei der negativen Solvatochromie überwiegt im Grundzustand des Farbmoleküls ein polarer mesomerer Zustand (Grenzformeln mit Partialladungen). Deshalb wird das Energieniveau des Stoffes umso stärker abgesenkt, je polarer das Lösungsmittel ist. Das Niveau des angeregten Zustandes des Moleküls bleibt annähernd gleich. Somit werden die Wellenlängen des Absorptionsmaximums umso kleiner (und damit energiereicher), je polarer das Lösungsmittel ist. Es wird also mehr Energie für die Absorption notwendig, eine hypsochrome Verschiebung findet statt (die Farbe des Farbstoffes verschiebt sich vom roten Bereich des sichtbaren Spektrums in Richtung zum violetten Teil z.B. rot -> orange -> gelb -> grün -> blau -> violett).
Positive Solvatochromie
Bei der positiven Solvatochromie überwiegt im Grundzustand des Farbmoleküls hingegen eine unpolare Grenzstruktur. Durch zunehmend polare Lösungsmittel wird der Grundzustand destabilisiert, das Energieniveau erhöht und die Wellenlänge des Absorptionsmaximums immer länger. Es wird weniger Energie für die Absorption benötigt, eine bathochrome Verschiebung findet statt (die Farbe des Farbstoffes verschiebt sich vom violetten Teil des sichtbaren Spektrums in Richtung zum roten Teil z.B. rot <- orange <- gelb <- grün <- blau <- violett).
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