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Solar Dynamics Observatory

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Solar Dynamics Observatory

Bild:MRO Liftoff.jpeg Das Solar Dynamics Observatory (SDO) ist eine NASA-Mission zur Erforschung der dynamischen Vorgänge der Sonne, die unter dem Living With a Star (LWS) Programm entwickelt wird. SDO wird die Messungen der Sonde SOHO fortführen.

Inhaltsverzeichnis

Mission

Der SDO-Satellit wird gegenwärtig im Goddard Space Flight Center der NASA gebaut. Der geplante Starttermin ist August 2008. Für den Start wird eine Atlas-V-(401)-Rakete zum Einsatz kommen, die den Satelliten von Cape Canaveral in einen geostationären Transferorbit befördern wird. SDO wird von dort mittels seines eigenen Triebwerks sich in einen geostationärer Orbit manövrieren, der aber im Gegensatz zu den Umlaufbahnen von Kommunikationssatelliten eine Bahnneigung von 28,5° aufweisen wird. Die Mission hat eine Mindestdauer von fünf Jahren und drei Monaten, jedoch wird genügend Treibstoff für eine zehnjährige Mission mitgeführt.

Aufbau

SDO ist ein drei-Achsen-stabilisierter Satellit, der als ganzes mit Instrumenten und Solarpaneelen direkt auf die Sonne ausgerichtet wird. Er besitzt ein Apogäumstriebwerk zum Einschuss in den geostationären Orbit sowie verschiedene kleine Lageregelungstriebwerke. Die Startmasse beträgt 3100 kg, davon entfallen 1400 kg auf den mitgeführten Treibstoff und 270 kg auf die wissenschaftliche Nutzlast. Die Solarpaneele mit einer Fläche von 6,6 m² produzieren 1450 Watt Energie.

Wissenschaftliche Instrumentierung

SDO wird folgende drei Instrumente an Bord haben

  • Helioseismic and Magnetic Imager (HMI)
    Der von der Stanford University entwickelte Helioseismic and Magnetic Imager (HMI) ermöglicht Messungen der solaren Veränderlichkeit sowie verschiedener Komponenten der solaren magnetischen Aktivität.
  • Atmospheric Imaging Assembly (AIA)
    Die vom Lockheed Martin Solar and Astrophysics Laboratory entwickelte Atmospheric Imaging Assembly (AIA) ermöglicht Abbildungen der vollen Sonnenscheibe in verschiedenen Wellenlängenbereichen im ultravioletten (UV) und extrem-ultravioletten (EUV) Frequenzbereich mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung.

Kommunikation

SDO wird die gemessenen wissenschaftlichen Daten über eine Hochgeschwindigkeitsfunkverbindung im Ka-Band übertragen, für die der Satellit zwei Antennen besitzt. Betriebsdaten werden über S-Band übermittelt. Eine speziell für die SDO-Mission gebaute Bodenstation auf der White Sands Missile Range mit zwei redundanten 18-Meter-Antennen werden die Daten empfangen. Der Datenstrom wird bis zu 300 Mbit/s betragen. Durchschnittlich wird die täglich erfasste Datenmenge etwa 1,5 Terabyte betragen.

Weblinks

Wikipedia
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