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Soennecken
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| Bild:Disambig-dark.svg | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Soennecken (Begriffsklärung). |
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Die Firma Soennecken ist ein deutscher Bürogerätehersteller, dessen Marke auch in der angelsächsischen Welt, in Nordamerika, Australien und auch Indien gut bekannt ist. Ursprünglich 1875 von Friedrich Soennecken gegründet, wurde der Name 1905 als Warenzeichen eingetragen. Mit Soennecken ist die Entwicklung des Federhalters, Aktenordners und des Lochers eng verbunden. 1973 meldete die Firma Konkurs an und die Markenrechte gingen an die BRANION eG über. Heute wird unter dem Namen ein breites Sortiment an Büromaterial vertrieben.
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Geschichte
Am 27. Mai 1875 gründete Friedrich Soennecken in Remscheid das Handelsunternehmen F. Soennecken Verlag. Unter dem Markennamen Soennecken wurden zu Anfang von Soennecken entworfene Rundschriftfedern hergestellt. Bis dahin wurde zu der Zeit Soenneckens mit Spitzfedern (Schwellzugfedern), die ursprünglich aus England kamen, geschrieben. Soennecken entwickelte selbst die Rundschrift, eine Schreibschrift, die durch die Handhabung der Schreibng einfacher zu erlernen war als die Schwellschrift. Sein Verlag gab Lehr- und Übungshefte heraus, die Rundschreibhefte. Sie erschienen in mehreren Sprachen und beworben die Rundschriftfedern (Gleichzugfedern), die er parallel vertrieb.
Am 19. Oktober 1876 zog die Firma, auch wegen der Nähe zur Universität, nach Bonn um und wurde ins Handelsregister eingetragen. 1883 erwarb die Firma ein Gelände der Gemeinde Poppelsdorf. Dort verblieb für lange Zeit die Schreibwaren- und vor allem die Federnfabrikation. Anfangs wurden die Federn, die nach Soenneckens genauesten Angaben angefertigt wurden, in England geschmiedet. In Bonn geschah die Prüfung und der Test der Federn. 1877 begann dann die heimische Produktion mit Hilfe einer eigens erfundenen Reisekopierpresse. 1913 beschäftigt Soennecken ca. 1000 Mitarbeiter und unterhält Exporthäuser in Berlin, Leipzig, Amsterdam, Antwerpen und Paris. 72.000 Warenpakete werden in alle Welt verschickt.
Nach dem Tod Soenneckens 1919 wurde das Unternehmen durch Sohn und Enkel weitergeführt.
1973 meldete das Unternehmen Konkurs an. Damit wird auch das letzte Werk in Poppelsdorf, Werk Soenneckenfeld, geschlossen. 1983 wurden von der damaligen gdb, der "Großeinkaufsvereinigung deutscher Bürobedarfshändler" die alleinigen Markenrechte übernommen. Später wurde die gdb in "Soennecken eG" umbenannt und im Jahr 1999, nach dem Zusammenschluss mit der zweiten bedeutenden Einkaufsgenossenschaft für Bürobedarf in Deutschland, der "büro actuell" in Branion eG (Kunstausdruck für Brand Union) unbenannt.
Seit 2004 ist der Leitspruch Markenqualität preiswert! in Gebrauch, was auf die lange Unternehmensgeschichte anspielt. Zum derzeitigen Sortiment gehören Büroartikel z. B. Tinten, Toner und digitale Speichermedien.
Zeittafel
- 1883: Soennecken beschäftigt 30 Arbeiterinnen und Packer, Erwerb von Gelände der Gemeinde Poppelsdorf
- 1887 Erweiterung der Fabrik durch Anbau
- 3. Oktober 1896: Ein neues Gebäude von dem Architekten Otto Penner wird eingeweiht
- 19. Februar 1898: Neubau zur Möbelfabrikation
- 1903/ 1904: Fertigstellung Möbelfabrik Soenneckenfeld
- 1909: Neubau in Poppelsdorf: Werk Soenneckenfeld durch Architekt H. Müller-Erkelenz
- 1910: Teilnahme an der Weltausstellung in Brüssel mit Auszeichnungen
- 1911: Soenneckens Sohn, Dr. ing. Alfred Soennecken, ist im Werk tätig
- Ankauf der Shannon Zeiss Registratur Company, Berlin
- Ankauf der Federnfabrik Schaper, Iserlohn
- 1919: Tod Friedrich Soenneckens
- 1920er Jahre: Unternehmen beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter
Produktionssortiment um die Jahrhundertwende
- Eil- und Schulfedern
- Federkasten
- Hefte
- Löschroller
- unumstößliche Tintenfässer
- hölzerne an Stelle blecherner Federhalter
- Zeichenbretter
- Zirkel
- Aktenordner
- Locher
- Regale und Büroschränke in der Größe passender Ordner
Dies und Das
- 1888 schrieb Friedrich Nietzsche an einen Freund ...dies Papier habe ich entdeckt, das erste, auf dem ich schreiben kann. Insgleichen Feder, diese aber aus Deutschland: Soenneckens Rundschriftfeder.
- Die Abteilung Theoretische Biologie der Universität Bonn befindet sich seit 1970 im Soennecken-Gebäude, einem Teil der ehemaligen Schreibwarenfabrik, in der Kirschallee 1 in Bonn-Poppelsdorf.
Weblinks
- Website der Firma Soennecken
- Bilder von historischem Locher, Federhalter und Werbeausschnitt der Firma Soennecken
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