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Snæfellsbær
Aus Kefk.
| Gemeinde Snæfellsbær | |
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Snaefellsbaer map.png | |
| Basisdaten | |
| Staat: | Island |
| Region: | Vesturland |
| Wahlkreis: | Norðvesturkjördæmi |
| Syssel: | Snæfellsnessýsla |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 64° 53' 52" N, 23° 42' 19" W64° 53' 52" N, 23° 42' 19" W |
| Einwohnerzahl: | 1.702 (1. Dez. 2006) |
| Fläche: | 684 km² |
| Bevölkerungsdichte: | ? Einwohner/km² |
| Höhe: | |
| Postleitzahl: | 355, 356 (Ólafsvík) 360 (Hellissandur) |
| Gemeindenummer: | 3714 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Snæfellsási 2 360 Hellissandi |
| Webpräsenz der Gemeinde: | www.snb.is |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Kristinn Jónasson |
Die Gemeinde Snæfellsbær liegt im Westen Islands in der Region Vesturland auf der Halbinsel Snæfellsnes. Sie zählt 1.702 Einwohner (2006). Die größten Siedlungen sind Ólafsvík (988 Einwohner), Hellissandur (406 Einwohner) und Rif (137 Einwohner).
Die Gemeinde entstand am 11. Juni 1994 durch den Zusammenschluss der Stadt Ólafsvík (Ólafsvíkurbær) mit den drei Landgemeinden Staðarsveit, Breiðuvíkurhreppur und Neshreppur. Die Landgemeinde Fróðárhreppur war bereits am 1. April 1990 nach Ólafsvík eingemeindet worden.
Inhaltsverzeichnis |
Einwohnerentwicklung
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1. Dez. 1981: | 2.050 (Gebietsstand 1994) |
| 1. Dez. 1997: | 1.732 |
| 1. Dez. 2003: | 1.742 |
| 1. Dez. 2004: | 1.717 |
| 1. Dez. 2005: | 1.743 |
| 1. Dez. 2006: | 1.702 |
Ólafsvík
Ólafsvík liegt an der Westspitze der Halbinsel Snæfellsnes und hat 988 Einwohner. Es ist der erste isländische Ort, der eine Handelslizenz vom dänischen König erhielt (im 17. Jahrhundert) und war bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Handelsort. Hier wurde 1887 eine der ersten öffentlichen Schulen im Lande eröffnet. An einer halbkreisförmigen Bucht gelegen ist der Ort heute wichtig für die Fischerei und ein Handelszentrum für die Bauern der Umgebung.
Man kann von hier auf Walbeobachtungsfahrt entlang der Küste von Snæfellsnes gehen.
Ein kleines Museum erwartet den Besucher im Gamla Pakhúsið, dem ältesten Haus des Ortes von 1844. Die Kirche, entworfen vom Architekt Hákon Hertevig und 1967 geweiht, überrascht durch die etwas eigenartige Form, die an einen Fisch erinnert soll. Die Kanzel darin stammt aus dem Jahre 1710, die Fenster wurden von der isländischen Künstlerin Gerður Helgadóttir gestaltet.
Im 18. und 19. Jahrhundert hielt von diesem Ort aus ein in Eckernförde gebautes Segelschiff, die "Svanen", die Verbindung zwischen Island und Westeuropa aufrecht. Sie sank schließlich 1893 bei einem Sturm im Hafen von Ólafsvík.
Der Ort wird überragt vom Ólafsvíkurenni (415 m), einem Tafelvulkan mit Lava am Gipfel und einem Krater.
Snæfellsjökull
Siehe auch: Hauptartikel Snæfellsjökull
Im Zentrum des Gemeindegebiets von Snæfellsbær liegt einer von Islands schönsten Vulkanen: der Snæfellsjökull (1446 m hoch). Man kann von Ólafsvík aus die Passstraße nach Süden hinauffahren, wobei man dem Gipfelgletscher schon recht nahe kommt und bei geeignetem Wetter auf der Südseite einen grandiosen Blick über die Küste hat. Auf dem Weg dahin scheinen im Tal einige Geysire heißes Wasser zu versprühen. Es handelt sich aber in Wirklichkeit nur um Bohrlöcher.
Arnarstapi
Der kleine Fischerort Arnarstapi liegt südlich unterhalb des Snæfellsjökull. Er gehört zu den malerischsten Orten der Halbinsel, da er über eine auffallend erodierte schwarze Steilküste mit Höhlen und Felsentoren verfügt. Diese sieht man besonders gut auf einer 2,5 km langen Wanderung in den Nachbarort Hellnar.
Das Meer hat bei Arnarstapi die Basaltsäulen am Strand umgeformt und unterschiedlichste Buchten und Höhlen gebildet, die unter die Klippen hineinreichen. Einige dieser Höhlen sind oben offen und im Sturm und in hohen Wellen schäumt es aus diesen herauf.
Am Meer steht eine Statue der Sagenfigur Bárður Snæfellsás (vgl. Hauptartikel Snæfellsjökull).
Die zahlreichen Sommerhäuser gehören jedoch keineswegs nur Touristen, sondern hauptsächlich Saisonfischern, die im Sommer von hier aus zum Kabeljaufang aufbrechen
Hellissandur
ist ein kleiner Fischerort. Im 18. Jahrhundert wurde von hier aus oft zum Fischfang gefahren. Es existiert auch ein Fischereimuseum im Ort.
Die Küste um die Spitze von Snæfellsnes herum gilt aber als Schiffsfriedhof. Die Bilanz der Schiffsunglücke spricht eine traurige Sprache, so gab es im 17. Jahrhundert 300, im 18. Jahrhundert gar 400 Tote allein auf diesem Küstenstrich zu beklagen, auch zwischen 1892 und 1895 strandeten hier 5 große Schiffe und in den Jahren von 1910-1920 starben 28 Seeleute.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Orts Hellisandur befindet sich seit 1959 eine Sendeanlage für Langwelle, deren im gleichen Jahr errichteter 412 Meter hoher Sendemast Gufuskálar das höchste Bauwerk Westeuropas sein dürfte. Diese Sendeanlage wurde von 1959 bis Mitte der 1990er Jahre von der US-amerikanischen Armee zur Funknavigation genutzt. Heute dient sie dem isländischen Rundfunk zur Verbreitung eines Radioprogramms im Langwellenbereich.
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Erró (* 1932 in Ólafsvík), Maler
Weblinks
- Webpräsenz der Gemeindeverwaltung (isländisch)
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