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Sklerotherapie

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Die Sklerotherapie führt zu einer künstlichen (artifiziellen) Vernarbung bzw. Verhärtung oder Sklerosierung von Gewebe und Gefäßen. Sie wird durch entzündungsfördernde (proinflammatorische) Medikamente oder Chemikalien bzw. Strahlung herbeigeführt.

Die Sklerose an sich kann auch durch (patho)physiologische Prozesse bedingt von alleine im Organismus stattfinden, z. B. bei der Leberzirrhose.

Mit der Sklerotherapie können unerwünschte Gefäße verödet und so den durch diese entstehenden Komplikationen entgegengewirkt werden: Behandlung von Krampfadern (Varizen) oder Hämorrhoiden (blutgefäßdurchsetzte, schmerzhaft-entzündete Blasen am Darmausgang (Anus)).

Es werden z. B. auch Ösophagusvarizen (sympt. durch Bluterbrechen) bei Pfortaderstauung, z. B. durch Leberzirrhose mit sog. Antivarikosa behandelt.

Um die Effektivität der Medikamente durch längeres Verbleiben am Zielort (dem Endothel des zu verschließenden Gefäßes) zu erhöhen, kann Luft vorgespritzt werden, um so eine kurzfristige Stauung des Gefäßes (der Vene) zu erreichen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, auf ähnliche Weise durch eine Entzündung von Brust- und Lungenfell den Pleuraspalt (also den Raum zwischen Lunge und Brustkorb) durch eine Entzündung zu verschließen, und so einen zukünftigen Pneumothorax zu verhindern.

Allgemein kann die Sklerotherapie auch zur Verklebung verwendet werden, so z. B. um eine Organopexie, das heißt eine Verbindung eines Organs mit einer anliegenden anatomischen Struktur, durchzuführen. Z. B. Gastropexie, Ösophagopexie, meist im Rahmen chirurgischer Interventionen.

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