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Sino-Tibetische Sprachen

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Bild:Sprachfamilien der Welt (non Altai).png
Sino-Tibetische Sprachen (tomatenrot dargestellt) neben den anderen Sprachfamilien der Welt

Die sino-tibetische Sprachfamilie ist mit rund 1.230 Mio. Sprechern die zweitgrößte Sprachfamilie der Erde. Die insgesamt etwa 340 sino-tibetischen Sprachen werden in China, dem Himalaya-Gebiet und Südostasien gesprochen und teilen sich nach Meinung vieler Forscher in die beiden Hauptzweige

auf.

Allerdings gibt es auch die Auffassung (z.B. G. van Driem 1997), dass das Sinitische und die vielen Unterzweige des Tibeto-Birmanischen gleichgeordnet seien. G. Thurgood (2003) geht von der oben beschriebenen Zweiteilung aus, wobei er allerdings die Zuordnung einiger Sprachen zum Sinitischen oder Tibeto-Birmanischen offen lässt.

Früher wurden häufig auch die Tai-Sprachen zu den sino-tibetischen Sprachen gerechnet. Mittlerweile geht man jedoch (wie auf dem nebenstehenden Bild) davon aus, dass die Tai-Sprachen zusammen mit einigen südchinesischen Sprachen eine eigene genetische Einheit Tai-Kadai bilden und nicht näher mit den sino-tibetischen Sprachen verwandt sind. Ein ähnlicher Meinungswandel hat sich auch beim Vietnamesischen vollzogen, das heute ebenfalls nicht mehr zum Sino-Tibetischen, sondern zum Austroasiatischen (genauer: zur Mon-Khmer-Gruppe) gerechnet wird.

Literatur

  • Graham Thurgood and Randy J. LaPolla, The Sino-Tibetan Languages. Routledge, London 2003.
  • George van Driem, Languages of the Himalayas. Brill, Leiden 2001.
  • S. Robert Ramsey, The Languages of China. Princeton University Press, 1987.
  • Jerry Norman, Chinese. Cambridge University Press, 1988.

Siehe auch

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