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Silber-Silberchlorid-Elektrode

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Die Silber-Silberchlorid-Elektrode ist, wie auch die Kalomel-Elektrode, eine Elektrode zweiter Art.

Aufbau

Bild:Ag-AgCl.png
Silber-Silberchlorid-Referenzelektrode

Bei diesem Elektrodentyp taucht meist ein mit Silberchlorid beschichteter Silberdraht in eine Chlorid-Ionen enthaltende Lösung (meist 3 M oder gesättigte Kaliumchlorid-Lösung). Die elektrisch leitende Verbindung zur Elektrolytlösung wird über ein Diaphragma, einen Schliffstopfen oder einen eingeschmolzenen Magnesiastift hergestellt.

Funktionsprinzip

Der potentialbestimmende Schritt ist der Übergang von Ag+-Ionen aus der Elektrode in die Lösung. Die Redoxreaktion dieses Halbelementes lautet:

 Ag \rightarrow Ag^+ + e^-

Da Silberchlorid eine in Wasser schwerlösliche Verbindung ist, wird die Aktivität der Silberionen über das Löslichkeitsprodukt des Silberchlorids von der Aktivität der Chloridionen bestimmt:

 K_L = c_{eq}\mathrm{(Ag^+)} \cdot c_{eq}\mathrm{(Cl^-)}

Wird die Ag+-Ionenkonzentration kleiner als die Sättigungskonzentration nach dem Löslichkeitsprodukt, so löst sich festes AgCl auf und umgekehrt. Durch diese Abhängigkeit der Ag+-Konzentration von der Cl--Konzentration lässt sich ein konstantes Potential einstellen, welches nur von der Chloridionenkonzentration abhängt.

 E{\mathrm{(Cl^-/AgCl/Ag)}} = E^0{\mathrm{(Cl^-/AgCl/Ag)}} - {RT \over F} \cdot \ln\;a{\mathrm{(Cl^-)}}

Quellen

  • Wedler, Gerd: Lehrbuch der Physikalischen Chemie, 5. Auflage. Wiley-VCH Verlag GmbH Co KGaA, Weinheim 2004, 3-527-31066-5
  • Riedel, Erwin: Anorganische Chemie, 5. Auflage. Walter de Gruyter , Berlin New York 2002, 3-11-017439-1
Wikipedia
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