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Siegen
Aus Kefk.
| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
| Bild:Lage der Stadt Siegen in Deutschland.png | |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | |
| Kreis: | Siegen-Wittgenstein | |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 50° 52' N, 8° 1' O50° 52' N, 8° 1' O | |
| Höhe: | 290 m ü. NN | |
| Fläche: | 114,67 km² | |
| Einwohner: | 104.717 31.12.2006 | |
| Bevölkerungsdichte: | 913,7 Einwohner je km² | |
| Schuldenstand: | ca. 107 Mio. € (2006) | |
| Postleitzahlenbereich: | 57001–57080 (früher: 59xx) | |
| Vorwahl: | 0271 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SI | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 70 040 | |
| UN/LOCODE: | DE SGE | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtbezirke mit 23 Stadtteilen | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 2 57072 Siegen | |
| Webpräsenz: | www.siegen.de | |
| Bürgermeister: | Ulf Stötzel (CDU) | |
| Bevölkerung | ||
| Arbeitslosenquote: | 9,4% | |
| Gliederung des Stadtgebiets | ||
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Siegen ist eine Große kreisangehörige Stadt des Kreises Siegen-Wittgenstein im Regierungsbezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen (Deutschland).
Die Universitätsstadt liegt unweit nördlich des Dreiländerecks Nordrhein-Westfalen–Hessen–Rheinland-Pfalz und ist Sitz des Kreises und in der Landesplanung als Oberzentrum im südwestfälischen Verdichtungsraum eingestuft.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung überschritt die Einwohnerzahl Siegens 1975 die Grenze von 100.000, wodurch es zur Großstadt wurde.
Inhaltsverzeichnis
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Räumliche Lage
Geographische Lage
Siegen liegt im Siegerland in einem verzweigten Talkessel der oberen Sieg, in die innerhalb des Stadtgebiets zum Beispiel die Fließgewässer Ferndorfbach und Weiß münden. Vom Talkessel zweigen zahlreiche radial ausstrahlende Nebentäler ab. Die Höhen der umgebenden Berge sind, sofern sie nicht besiedelt sind, von Niederwald bedeckt. Nördlich schließt sich das Sauerland an, im Nordosten das Rothaargebirge südlich der Westerwald und im Westen das Wildenburger Land.
Nächst größere Städte von Siegen sind (in durchschnittlicher Verkehrsentfernung) im Norden Hagen (83 km), im Südosten Frankfurt am Main (125 km), im Südwesten Koblenz (105 km) und im Westen Köln (93 km). Die räumlichen Entfernungen (Luftlinie) zu den umliegenden Großstädten betragen in etwa jeweils 65 km (Hagen), 95 km (Frankfurt), 65 km (Koblenz) und 75 km (Köln).
Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.
Stadtgebiet
Die Gesamtfläche des Stadtgebietes beträgt rund 115 Quadratkilometer. Die maximale West-Ost-Ausdehnung liegt bei 11 Kilometern, in nord-südlicher Richtung sind es 12 Kilometer. Die Stadtgrenze ist 48 Kilometer lang. Siegen liegt auf einer mittleren Höhenlage von 290 Metern über NN. Die höchste Erhebung der Stadt ist der Gipfel des Pfannenberg mit 499 m ü. NN an der südlichen Stadtgrenze. Der niedrigste Punkt der Stadt liegt mit 215 m ü. NN bei Niederschelden an der südwestlichen Stadtgrenze, die hier gleichzeitig die Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Der Waldanteil am Stadtgebiet beträgt rund 60 %. Damit zählt Siegen zu den grünsten Großstädten Deutschlands.
Das Stadtgebiet Siegen ist in sechs Bezirke eingeteilt, die aus mehreren Orts- beziehungsweise Stadtteilen bestehen. Jeder Bezirk hat einen Bezirksausschuss, der aus 15 stimmberechtigten und 15 nicht stimmberechtigten Mitgliedern besteht. Die Bestellung der Ausschussmitglieder erfolgt durch den Rat der Stadt entsprechend der Stimmanteile der Kommunalwahl der Parteien im jeweiligen Bezirk. Die Bezirksausschüsse entscheiden über bestimmte Aufgaben des Bezirks. Diese Aufgaben werden in der Hauptsatzung der Stadt Siegen festgelegt.
Die sechs Bezirke Siegens und ihre zugehörigen Stadtteile
- Bezirk I (Geisweid): Birlenbach, Meiswinkel, Langenholdinghausen, Geisweid, Dillnhütten, Sohlbach, Buchen, Niedersetzen, Obersetzen
- Bezirk II (Weidenau): Weidenau
- Bezirk III (Ost): Kaan-Marienborn, Alt-Siegen teilweise (Giersberg), Bürbach, Volnsberg, Breitenbach, Feuersbach
- Bezirk IV (Mitte): Alt-Siegen (soweit nicht zum Bezirk III und zum Bezirk V gehörig)
- Bezirk V (West): Seelbach, Trupbach und Alt-Siegen teilweise (Wellersberg, Fischbacherberg, Achenbach, Rothenberg)
- Bezirk VI (Süd): Oberschelden, Gosenbach, Niederschelden, Eiserfeld, Eisern
Neben der satzungsrechtlich eindeutigen Aufteilung des Stadtgebietes in Bezirke und Stadtteile werden noch Quartiere mit eigenem Namen unterschieden, deren Grenzen und Bezeichnungen jedoch nicht klar definiert sind. Als Beispiele sind unter anderem die Unter- bzw. Oberstadt, Hammerhütte, Lindenberg, Charlottental, Haardter Berg (mit der Universität) oder die Alte Dreisbach anzuführen. Diese Quartiere können durchaus auch auf der Fläche von mehreren offiziellen Stadtteilen liegen, wie im Fall des Quartiers Sieghütte, das teilweise im Stadtteil Siegen-Mitte und zu Teilen in Weidenau liegt, außerdem kommt es ebenso zu räumlichen Überschneidungen zwischen einzelnen Quartieren. Die Quartiere sind am ehesten vergleichbar mit Vierteln, Veedeln bzw. Kieze in anderen Städten und haben keine statistische oder verwaltungstechnische Bedeutung. Neben der teils weitreichenden Bedeutung für das Selbstverständnis ihrer Bewohnern finden sie sich aber zur Orientierung auf Stadtkarten, in der Benennung von Buslinien sowie auf Hinweis- und Verkehrsschildern. So sind unter anderem mehrere Ausfahrten der Stadtautobahn HTS nach den entsprechenden Quartieren benannt.
Die Stadtteile Weidenau, Geisweid, Birlenbach, Langenholdinghausen, Buchen, Sohlbach, Dillnhütten, Niedersetzen, Obersetzen und Meiswinkel bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Hüttental. Die Stadtteile Eiserfeld, Eisern, Gosenbach, Niederschelden und Oberschelden bildeten vom 1. Juli 1966 bis 31. Dezember 1974 die Stadt Eiserfeld.
Nachbargemeinden/-städte
Die Stadt Siegen grenzt im Norden an die Stadt Kreuztal und die Gemeinde Wenden (Kreis Olpe), im Osten an die Stadt Netphen, im Südosten an die Gemeinde Wilnsdorf, im Süden an die Gemeinde Neunkirchen, im Westen an die Gemeinde Mudersbach (Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz) und im Nordwesten an die Stadt Freudenberg.
Geschichte
Der Name Siegen geht auf den eventuell keltischen Flußnamen der Sieg zurück, ungewiss ist eine Verwandtschaft mit dem Namen des keltisch-germanischen Stammes der Sugambrer, welcher in vorchristlicher Zeit in Teilen Nordrheinwestfalen lebte. Es wird vermutet, dass der Name Sieg auf das keltische Wort „siek“ zurückzuführen ist, was übersetzt in etwa soviel heißt, wie „versickern“ oder „sumpfig“, andere Quellen sprechen von „siek“ als „rinnendes Wasser“ Erste urkundliche Erwähnungen des Ortes Sigena reichen bis in das Jahr 1079 zurück. Bergbau prägte die Region seit der La-Tène-Zeit. Dies bezeugen zudem die zahlreichen Gruben, welche sich im Stadtgebiet befanden.
Im Jahre 1224 wird Siegen als eine aufs Neue erbaute Stadt erwähnt, die dem Grafen von Nassau, Heinrich dem Reichen, vom Erzbischof Engelbert I. von Köln zum halben Miteigentum übertragen wurde. Möglicherweise wurde der alte Siedlungsplatz im Weißtal auf den Bergsporn verlegt, der heute die Altstadt trägt. Zudem ist belegt, dass das Obere Schloss zu dieser Zeit schon existierte. Am 19. Oktober 1303 erhielt die Stadt das Soester Stadtrecht. Bis zum 1. Februar 1381 blieb die Stadt im Besitze zweier Eigentümer. Erst dann ging sie gänzlich in die Hände der Nassauer über.
Die Stadt Siegen bot im 16. Jahrhundert einen wehrhaften Anblick. Sie war von gewaltigen Mauern mit 16 Türmen und drei Stadttoren umgeben und besaß eine mächtige Burg. Die Stadt wurde von mehreren Stadtbränden heimgesucht. Urkundlich erwähnt sind die Brände von 1592 und vom 10. bis zum 20. April 1695.
Wilhelm der Reiche richtete im Jahre 1536 in den Gebäude des ehemaligen Franziskanerklosters ein Pädagogium ein, aus dem das heutige Gymnasium am Löhrtor der Stadt Siegen hervorgegangen ist. Johann der Mittlere errichtete im Jahre 1616 eine ritterliche Kriegsschule in dem noch stehenden alten Zeughause an der Burgstraße ein. Er errichtete auch an der Stelle eines alten Franziskanerklosters das untere Schloss. Sein Sohn Johann der Jüngere trat 1612 wieder zur katholischen Kirche über und wollte mit Gewalt den Rücktritt der Bürger zum Katholizismus erzwingen. Johann Moritz von Nassau-Siegen, der holländische Befehlshaber in Brasilien, setzte ihn ab, und es kam 1650-51 unter seiner Regierung eine Teilung des Siegerlands nach konfessionellem Unterschied zustande.
Unter Wilhelm Hyacinth kam es ab 1699 zu Gewalttaten zwischen beiden Konfessionen. Als am 29. März 1707 der Bürger Friedrich Flender zu Tode kam, wurde Wilhelm Hyacinth abgesetzt und verjagt. Mit ihm endete 1743 die katholische Herrscherlinie in Nassau-Siegen. Da mit Friedrich Wilhelm bereits 1734 auch die reformierte Linie erloschen war, übertrug Kaiser Karl VI. dem Prinzen von Oranien und Fürsten von Nassau-Diez die Regierung. Unter ihrer Herrschaft blühte der Bergbau, die Hauptquelle des Wohlstandes, sowie der Acker-, Wiesen- und Waldbau auf. Als Fürst Wilhelm I. sich weigerte, dem von Napoleon gegründeten Rheinbund beizutreten, wurde er von diesem abgesetzt, das Siegerland fiel an das Großherzogthum Berg. Nach dem Sturz Napoleons im Jahre 1813 kam Wilhelm Friedrich als König der Niederlande wieder in den Besitz seiner deutschen Erblande, die er aber 1815 an Preußen abtrat und im Gegenzug das Großherzogtum Luxemburg erhielt. Die Stadt wurde dem Landkreis Siegen, zunächst im Regierungsbezirk Koblenz (Provinz Großherzogtum Niederrhein), ab 1817 im Regierungsbezirk Arnsberg (Provinz Westfalen) zugeordnet. Unter der Herrschaft Preußens entwickelte sich Siegen zu dem heutigen Zentrum Südwestfalens. Am 1. März 1923 schied die Stadt Siegen aus dem Kreis Siegen aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb aber Sitz des Kreises Siegen, der im Zuge der Kreisreform 1975 mit dem Kreis Wittgenstein vereinigt wurde. Gleichzeitig wurde Siegen wieder in den Kreis Siegen eingegliedert. 1984 wurde der Kreis Siegen in „Kreis Siegen-Wittgenstein“ umbenannt.
Religionen
Die Stadt Siegen gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Mainz beziehungsweise zu dessen Dekanat Arfeld. In der Stadt befand sich ein Weißnonnenkloster, das im 15. Jahrhundert eingegangen war. Ferner gab es ein Franziskanerkloster, das 1533, nach der 1530 von den damaligen Landesherren, den Nassauern, eingeführten Reformation, aufgelöst wurde. Danach war die Stadt zunächst lutherisch, doch trat das Fürstentum Nassau ab 1550 zum reformierten Bekenntnis über. Anschließend war Siegen eine überwiegend protestantische Stadt, doch konnte ab 1623 die Gegenreformation teilweise wieder Fuß fassen, so dass etwa 1/5 Siegens beziehungsweise dessen Umland wieder katholisch wurde. Ab 1626 gab es auch wieder ein Kloster (Jesuitenkloster) in der Stadt. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde in Siegen, wie in ganz Preußen, zwischen 1819 und 1835 die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden eingeführt, doch behielten die Gemeinden der Stadt ihr reformiertes Gepräge. Siegen als Teil der westfälischen Provinzialkirche (heute Evangelische Kirche von Westfalen) wurde Sitz einer Superintendentur. Heute bezeichnet man diesen Verwaltungsbezirk als Kirchenkreis, zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt. Der Kirchenkreis Siegen umfasst den gesamten südwestfälischen Raum bis nach Olpe.
Die Katholiken der Stadt gehörten auch nach der Reformation weiterhin zum Erzbistum Mainz. Mit der Neustrukturierung der Katholischen Kirche Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Siegen dem Bistum Paderborn zugeteilt und Sitz einer Kreissynode, heute Dekanat, zu dem alle katholischen Pfarrgemeinden des Kreises gehören. 1929 wurde Paderborn zum Erzbistum erhoben.
Neben der römisch-katholischen Kirche gibt es in Siegen je eine griechisch-orthodoxe und eine rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde.
Ferner sind verschiedene Freikirchen in Siegen ansässig, darunter mehrere Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, eine Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), eine Adventgemeinde, mehrere Freie Evangelische Gemeinden (FeG) sowie die Christliche Gemeinde Achenbach, mehrere Christliche Versammlungen, Calvary Chapel und die Missionsgemeinde Siegen-Meiswinkel.
Weitere Religionsgemeinschaften in Siegen sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Katholisch-Apostolische Gemeinden, die Neuapostolische Kirche, die Zeugen Jehovas, die Urchristliche Gemeinde und die Bahai-Religion.
Gebietsreform
Folgende Gemeinden und Gemarkungen wurden nach Siegen eingemeindet:
- 1902 und 1912: Teile von Boschgotthardtshütten
- 1934: Teile von Achenbach
- 1937: Teile von Achenbach und Boschgotthardtshütten
- 1966: Trupbach, Seelbach, Breitenbach, Bürbach, Kaan-Marienborn und Volnsberg
- 1969: Feuersbach
- 1975: Stadt Hüttental und Stadt Eiserfeld
Einwohnerentwicklung
1897 hatte Siegen 20.000 Einwohner, bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl auf 40.000. Im Zweiten Weltkrieg verlor die Stadt rund 30 Prozent ihrer Einwohner (12.000 Personen). Die Einwohnerzahl sank bis 1945 auf 28.000 und erreichte 1952 wieder den Vorkriegsstand.
Am 1. Januar 1975 überschritt die Bevölkerungszahl der Stadt Siegen durch die Eingemeindung von Hüttental (38.867 Einwohner 1974) und Eiserfeld (22.354 Einwohner 1974) die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Mit 117.224 Einwohnern wurde auch gleichzeitig der historische Höchststand erzielt. Ende Juni 2005 lebten in Siegen nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 105.328 Menschen mit Hauptwohnsitz. Seit 1975 sank die Einwohnerzahl um rund zehn Prozent (12.000 Personen).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Stadtrat
Die 62 Sitze des Stadtrates verteilen sich nach den Kommunalwahlen am 26. September 2004 wie folgt:
| CDU | SPD | GRÜNE | FDP | UWG | STATT | Gesamt | |
| 2004 | 25 | 18 | 7 | 5 | 6 | 1 | 62 |
Keine der gewählten Parteien verfügt im Rat der Stadt Siegen über eine eigene Mehrheit, eine Koalition wurde nicht begründet. Allerdings bilden CDU und FDP eine formelle, vertraglich fixierte Kooperationsgemeinschaft und verfügen zumindest in den Fachauschüssen über eine gemeinsame Mehrheit von einer Stimme. Im Rat hingegen herrschen wechselnde Mehrheiten.
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt sind seit dem 13. Jahrhundert mehrere Bürgermeister nachweisbar. 1304 und 1305 wird erstmals ein Rat („consules“) genannt. Bereits seit 1224 sind jedoch „Burgmänner“ genannt sowie 3 jährlich wechselnde Bürgermeister. Ab 1500 wurden jährlich nur noch 2 Bürgermeister gewählt. Im 18. Jahrhundert errangen die Zünfte zunehmends Einfluss in der Stadt. Danach vertrat der „regierende“ oder „im Amt stehende“ alte Schuhmachermeister beim Rat die „gemeinsame Bürgerschaft“. Doch hielt sich die mittelalterliche Stadtverfassung bis 1809 beziehungsweise teilweise sogar bis 1815. Ab 1815 gab es einen Rat mit 12 Mitgliedern, der sich selbst ergänzte. Ihm stand der Bürgermeister vor. Die Vorstädte erhielten ab 1824 einen eigenen Vorsteher, welcher unter der Leitung des Siegener Bürgermeisters stand. 1836 wurde die preußische Städteordnung eingeführt. Nach dem Ausscheiden der Stadt aus dem Kreis Siegen 1923 erhielt das Stadtoberhaupt des Titel Oberbürgermeister. Das bereits seit 1919 als Bürgermeister amtierende Stadtoberhaupt Siegens blieb auch während der Zeit der Nationalsozialisten im Amt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung.
Seit der Wiedereingliederung der ehemals kreisfreien Stadt Siegen in den Kreis Siegen im Jahre 1975 tragen die Stadtoberhäupter den Titel Bürgermeister beziehungsweise Stadtdirektor. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt gewählt.
Oberbürgermeister beziehungsweise Bürgermeister seit 1919
- 1919 - 1945: Alfred Fißmer, Oberbürgermeister
- 1945: Fritz Fries, Oberbürgermeister
- 1945 - 1946: Otto Schwarz, Oberbürgermeister
- 1946 - 1948: Ernst Weißelberg, Oberbürgermeister
- 1948 - 1956: Ernst Bach, Oberbürgermeister
- 1956 - 1961: Erich Pachnicke, Oberbürgermeister
- 1961 - 1966: Karl Eckmann, Oberbürgermeister
- 1966 - 1975: Karl Althaus, Oberbürgermeister
- 1975 - 1979: Friedemann Keßler, Bürgermeister
- 1979 - 1990: Hans Reinhardt, Bürgermeister
- 1990 - 1994: Hilde Fiedler, Bürgermeisterin
- 1994 - 1999: Karl Wilhelm Kirchhöfer, Bürgermeister
- 1999 - heute: Ulf Stötzel (CDU), Bürgermeister
Oberstadtdirektoren beziehungsweise Stadtdirektoren 1946 - 1999
- 1946 - 1954: Max Baumann, Oberstadtdirektor
- 1954 - 1975: Kurt Seibt, Oberstadtdirektor
- 1975 - 1985: Hans Mohn, Stadtdirektor
- 1985 - 1989: Dr. Volker Oerter, Stadtdirektor
- 1989 - 1995: Dr. Otto-Werner Rappold, Stadtdirektor (vorzeitige Beendigung des Amtsverhältnisses auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 2. Dezember 1995)
- 1995 - 1999: Ulrich Mock, Stadtdirektor (zunächst nur als allgemeiner Vertreter von Dr. Rappold bis 31. Januar 1997, danach als hauptamtlicher Stadtdirektor bestellt)
Wappen
Das Wappen der Stadt Siegen besteht aus drei Teilen. Im oberen Bereich wird der Bischof von Köln dargestellt, die Mauer symbolisiert die Stadt selber und im Tor ist der nassauische Löwe zu sehen. Die Farben blau und gelb sind die Farben des Hauses Nassau.
Städtepartnerschaften
Siegen unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten beziehungsweise Bezirken:
- Bild:Coat of arms de-be spandau.png Berlin-Spandau, seit 1952
- Bild:Flag of the Netherlands.svg Rijnsburg, Niederlande seit 1963, Fortsetzung der Partnerschaft mit der neu gegliederten Stadt Katwijk ab 2006
- Bild:Flag of the United Kingdom.svg Leeds-Morley, Großbritannien
- Bild:Flag of Belgium.svg Ypern, Belgien seit 1967
- Bild:Flag of Poland (bordered).svg Zakopane, Polen seit 1989
- Bild:Wappen plauen.PNG Plauen im Vogtland, Sachsen seit 1990
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Obers Schloss Siegen.jpg
Oberes Schloss |
Img 1770.jpg
Dicker Turm des Unteren Schlosses |
Nikolaikirche Siegen.jpg
Nikolaikirche mit Krönchen |
Marienkirche Siegen.jpg
Marienkirche |
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Blick Siegen.jpg
Ein Blick über Siegen |
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Schloßplatz zu Beginn einer WM 2006-Übertragung |
Wmsiegen 01.jpg
Schloßplatz während des WM-Eröffnungsspiels |
Kreishaus in Siegen |
Theater
Mit dem Apollo-Theater (einem Umbau eines zentral in der Siegener Innenstadt gelegenen Kinos aus den 1930er Jahren) wird am 1. September 2007 einer der bedeutendsten Theater-Neubauten des laufenden Jahrzehnts eröffnen. Intendant des neuen Hauses wird Magnus Reitschuster.
Seit 1992 ist das Medien- und Kulturhaus Lÿz Spielort für Kleinkunst, Kabarett, Musik und Theater in Siegen. Auf den zwei Bühnen finden je Saison etwa 150 Veranstaltungen statt.
Größere Veranstaltungen finden in der Bühne der Stadt (ca. 820 Sitzplätze), der Siegerlandhalle (1.800 m², 2.300 Sitzplätze) sowie der Bismarckhalle statt. Daneben gibt es regelmäßig Konzerte und Aufführungen unter freiem Himmel im Innenhof des Unteren Schlosses.
Orchester und Chöre
- Philharmonie Südwestfalen
- Evangelische Kantorei Siegen
- Bach-Chor Siegen
- Sängerkreis Siegerland
- Siegener Blasorchester
- Siegerländer Bergknappenkapelle Niederschelden
- Collegium Musicum Siegen
Museen
Museum für Gegenwartskunst
Das Museum für Gegenwartskunst Siegen widmet sich einflussreichen Positionen der Gegenwartskunst von der Malerei über die Fotografie und Video bis hin zu raum- und zeitgezogenen Installationen. Es hat sowohl die aktuelle Kunstproduktion als auch ihre Wurzeln im Blick und verfolgt die spannenden Veränderungen in den künstlerischen Themen und Strategien, die Verflechtungen und Bezugnahmen. Das Museum möchte das Verständnis und die Faszination für die Welt der Kunst fördern und vermehren. Es sieht sich dabei gleichermaßen der Kunst und dem Publikum verpflichtet.
Eine wichtiger Ausgangspunkt der programmatischen Arbeit des Museums ist die Arbeit von Bernd und Hilla Becher, denn Bernd Becher ist in Siegen geboren und aufgewachsen. Damit wird bewusst ein regionaler Anker der internationalen Gegenwartskunst gesetzt, der mit seinen weitreichenden Folgen für die jüngere Kunst eine Ausrichtung in der Sammlungs- und Ausstellungsprogrammatik gibt. Zudem wird dauerhaft die Sammlung Lambrecht-Schadeberg mit großen repräsentativen Werkgruppen aller Rubenspreisträger präsentiert. Bisher sind es zehn Maler, die den Rubenspreis der Stadt Siegen erhalten haben – Hans Hartung, Giorgio Morandi, Francis Bacon, Antoni Tàpies, Fritz Winter, Emil Schumacher, Cy Twombly, Rupprecht Geiger, Lucian Freud und Maria Lassnig. Sie lenken unseren Blick aus der Gegenwart zurück in das zwanzigste Jahrhundert und entwerfen eine eindrucksvolle jüngere Geschichte der Malerei.
Museum für Gegenwartskunst Siegen, Unteres Schloss 1, 57072 Siegen.
Geöffnet: Di bis So 11 bis 18 Uhr, Do 11 bis 20 Uhr.
Beatles-Museum
In Geisweid befindet sich das von Harold Krämer betriebene Beatles-Museum. Dem Guinness-Buch der Rekorde aus dem Jahr 2000 zufolge ist das nur 27 m² große Museum das kleinste öffentlich zugängliche Museum der Welt über die vier Musiker aus Liverpool. Die Sammlung umfasst mehr als 17.000 Tonträger, Souvenirs, Filmplakate, Autogramme und etliches mehr.
Gebäude
Obwohl die Stadt im Zweiten Weltkrieg zu rund 80 % zerstört wurde, hat sich Siegen einige Sehenswürdigkeiten bewahrt. So gibt es beispielsweise zwei Schlösser in Siegen - das Obere und das Untere Schloss.
Oberes Schloss
Die Höhenburg auf dem Siegberg wurde 1259 erstmals urkundlich erwähnt und war im Mittelalter die Stammburg des Hauses Nassau. Seit 1905 befindet sich hier das Siegerlandmuseum. Hier findet man neben Zeugnissen aus der Region, darunter einem (künstlich angelegten) Schaubergwerk, auch zahlreiche Gemälde. Den Schwerpunkt bilden dabei Arbeiten des wohl bekanntesten Sohns der Stadt, Peter Paul Rubens. Zudem befindet sich hier eine umfangreiche Porträtsammlung der Nassauer und Oranier. Das Dachgeschoss ist der Wohnkultur des 19. Jahrhunderts gewidmet. Eine Küche aus dem Siegerland, eine Schlafstube und zahlreiche Möbel aus der Biedermeierzeit vermitteln einen Eindruck vom Leben in der Region.
Unteres Schloss
Am Ende des 17. Jahrhunderts entstand das Untere Schloss in seiner heutigen einem offenen Rechteck gleichenden Bauform. Die evangelische Linie des Hauses Nassau-Siegen residierte dort. Zu dem Schloss gehört auch der „Dicke Turm“ mit Glockenspiel. Im Jahr 1959 richtete die Stadt Siegen dort eine Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ein. In dem Schloss befindet sich auch die Gruft des evangelischen Teils des Nassauischen Fürstenhauses.
Heute dient das Schloss als Landesbehördenhaus, in dem das Arbeitsgericht Siegen, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, das Staatliche Umweltamt Siegen, das Amt für Arbeitsschutz und die Justizvollzugsanstalt Attendorn - Zweiganstalt Siegen ansässig sind. Nach Plänen der Stadt sollen in das Untere Schloss in den nächsten Jahren Teile der Universität ziehen, die Realisierung scheitert derzeit aber noch an der Finanzierung.
KrönchenCenter
Am 3. Februar 2007 eröffnetes Kulturzentrum im Gebäude des früheren „Kaufhofes“ in der Siegener Oberstadt. Mit Volkshochschule, Stadtarchiv und Bibliothek sowie Veranstaltungsräumen.
Kirchen
Zwei Kirchen in der Siegener Innenstadt sind hervorzuheben: Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Martinikirche und die Nikolaikirche am Marktplatz mit ihrer außergewöhnlichen sechseckigen Form, bei welcher es sich um das einzige romanische Hallenhexagon nördlich der Alpen handelt, und dem goldenen Krönchen (Wahrzeichen der Stadt) auf dem stadtbildprägenden Turm der Kirche (deshalb bezeichnet man Siegen auch als Krönchenstadt). Eine weitere Kirche ist die von Jesuiten erbaute Marienkirche (1702 bis 29 erbaut). Sehenswert ist auch die Altstadt Siegens sowie mehrere Museen in der Innenstadt.
Gasometer
Im Südwesten der Innenstadt am Fuße des Ziegenbergs befindet sich ein denkmalgeschützter Kugel-Gasbehälter. Er ist einer der ältesten, noch erhaltenen Gasbehälter in Kugelform. Eine weitere Besonderheit ist seine genietete Hülle. Von dieser Bauart sind weltweit nur noch drei weitere Gasbehälter bekannt (in Schwerte, Offenburg und Bielefeld). Der Behälter wurde zwecks Neu- und Umbau der Stadtautobahn HTS und des Wohnbereichs „Ziegenberg“ um einige Meter versetzt und bildet heute die symbolische Sonne als Teil einer maßstabsgetreuen Planetenmodell-Anlage oberhalb des Gasbehälters.
Sehenswertes in der Umgebung:
Touristisch empfehlenswert sind Wandertouren und Ausflüge in der landschaftlich reizvollen Umgebung Siegens. Einige kleinere Städte rund um Siegen wie Hilchenbach mit dem barocken Kleinod Stift Keppel im Ortsteil Allenbach, Netphen oder Freudenberg sind ebenfalls einen Besuch wert. Des Weiteren gibt es in der Umgebung einige berühmte Brauereien, die auch besichtigt werden können: z. B. Krombacher und Eichener Brauerei in Kreuztal, sowie weitere kleinere Brauereien.
Friedhöfe
Auf dem Stadtgebiet Siegen befinden sich 36 kommunal betriebene Friedhöfe. Zehn Friedhöfe sind bereits geschlossen und stehen nur noch aufgrund bestehender Rechte für Beerdigungen zur Verfügung. Die Friedhöfe haben eine Gesamtgröße von 730.000 m² mit rund 65.000 Gräbern. Charakteristisch für regionale Friedhöfe sind Hanglage sowie eine parkartige, grüne Gestaltung, die sogar Wildtieren Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Friedhöfe im Stadtgebiet
- Lindenbergfriedhof
- Hermelsbacher Friedhof
- Stockfriedhof
- Geisweider Friedhof
- Haardter Friedhof
- Gilbergfriedhof
- Friedhof Kaan-Marienborn
- Neuer Friedhof Niederschelden
Sport
Der Stadtsportverband Siegen umfasst 160 Sportvereine in denen insgesamt rund 37.000 Mitglieder tätig sind. Überregionale Bedeutung erlangte die Herrenfußballmanschaft der Sportfreunde Siegen im Leimbachstadion. Derzeit gibt es konkrete Pläne für den Bau einer modernen, neuen überdachten „Arena Siegen“ mit einer Kapazität von 20.000 Plätzen als Ersatz für das klassische Stadion. Sie ist 2005 aus der Regionalliga Süd in die 2. Bundesliga auf-, jedoch im darauffolgenden Jahr direkt wieder abgestiegen. Als 6-maliger Deutscher Meister war die Frauenfußball-Mannschaft des TSV Siegen in den neunziger Jahren sehr erfolgreich. Der größte Turnverein der Stadt ist der TV „Jahn“ Siegen von 1879, der mit insgesamt 13 Abteilungen die ganze Bandbreite eines modernen Sportvereins aufweist. Ein weiterer Vertreter aus der Stadt, der vor allem in den 70er Jahren überregionale Bedeutung erlangte, ist der VfL Klafeld-Geisweid.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Frühjahr: SILA (Siegerlandausstellung), alle zwei Jahre
- März bis November, 1. Samstag im Monat: Flohmarkt in Siegen Geisweid (seit 1970), keine Neuwaren
- Juni bis August: „Mittwochs in“ jeden Mittwoch andere Bands
- Juni: Johannimarkt, Kirmes seit etwa 400 Jahren
- Juni/Juli: Siegener Sommerfestival, Schauspiel, Kabarett, Theater, Musik und Kino seit etwa 1990. (Im Jahr 2006 fand statt des traditionellen Sommerfestivals das Siegener WM-Festival statt.)
- Juli: Stadtfest, alle auf gerade Zahlen endenden Jahre
- Juli: Rubensfest, alle auf ungerade Zahlen endenden Jahre
- August: Siegener Open-Air-Kino
- August: Siegtal pur, die Schnellstraße HTS wird für den Autoverkehr gesperrt und für Radfahrer, Inlineskater und Fußgänger freigegeben.
- August: Christopher Street Day (CSD), seit 2000
- Sommer: Straßenfest auf dem Kornmarkt
- Oktober: 2. Sonntag: Bürgerfest Geisweid
- November: Geisweider Adventsmarkt, seit etwa 1985
- Dezember: Weihnachtsmarkt, seit etwa 1980
Kulinarische Spezialitäten
- Riewekooche (Reibekuchen - Brot aus rohen Kartoffeln)
- Siegerländer Krüstchen
- Schanzenbrot
- Krebelcher
- Groffbroat
- Siegerländer Debbekooche
- Siegerländer Bäckel
- Duffelnsobbe (Kartoffelsuppe)
- Grenge (Kringel)
- Grinnchesbroare (Kaninchenbraten)
- Kiernmelchsoabbe (Buttermilchsuppe)
- Suerambe (Sauerampfer)
- Siegerländer Hirtentopf
- Aejjerkaes (Eierkäse)
- Schampe (Rinderpansen in Sauce)
Sagenhaftes in Siegen
Der Dilldappe ist ein altes Fabelwesen aus dem Siegerland. Er lebt hauptsächlich im Siegerländer Hauberg. Mit dem Autor und Cartoonist Matthias Kringe erschien erstmalig Anfang der 1980er Jahre ein Kalender über das Fabelwesen, abgefasst in Siegerländer Platt.
Infrastruktur und Wirtschaft
Verkehr
Luftverkehr
Im Süden des Kreises in der Gemeinde Burbach liegt der Siegerlandflughafen, durch den Siegen an zahlreiche Flughäfen in Deutschland angebunden ist.
Radverkehr
Die Stadt Siegen liegt am Europäischen Fernwanderweg E1, der von Mittelschweden bis Umbrien in Italien führt. Ein organisiertes Radwegenetz gibt es in Siegen aber nicht. Vereinzelt ist das Fahren auf Busspuren erlaubt. Der Radverkehr ist in Siegen allgemein schlecht entwickelt. Durch die Doppelfahrstreifen in und auch außerhalb der Stadt, sowie die eher autoverkehrsfödernde Verkehrsplanung Siegens insgesamt, wird der Radverkehr eher behindert. Zusammen mit der teilweise hügeligen Topografie gibt es daher kaum Radverkehr in Siegen.
Schienenverkehr
Die Stadt Siegen liegt im Schnittpunkt folgender Eisenbahnstrecken
- der zweigleisigen elektrifizierten Ruhr-Sieg-Strecke (KBS 440), auf der im Schienenpersonennahverkehr in der Regel im Stundentakt
- der Ruhr-Sieg-Express (RE 16) und die Ruhr-Sieg-Bahn (RB 91) verkehren
- der zweigleisigen elektrifizierten Dill-Strecke (KBS 445), auf der in der Regel im 2-Stunden-Takt
- der Rhein-Sieg-Express (RE 9) und der Main-Sieg-Express (RE 99) und
- im Stundentakt die Sieg-Dill-Bahn (RB 95) (nur von/bis Dillenburg) verkehren
- der größtenteils zweigleisigen elektrifizierten Siegstrecke (KBS 460), auf der in der Regel im Stundentakt
- der Rhein-Sieg-Express (RE 9) und die Sieg-Dill-Bahn (RB 95) (nur von/bis Au (Sieg)) verkehren
- der Rothaarbahn (KBD 443), auf der in der Regel im Stundentakt die Rothaarbahn (RB 93) verkehrt mit Anschluss in Erndtebrück an die Obere Lahntalbahn (Kursbuchstrecke 623), auf der in der Regel im 2-Stunden-Takt die Obere Lahntal-Bahn (RB 94/RMV-Linie 43) verkehrt.
Busverkehr
Am 18. März 1895 startete die Netphener Omnibusgesellschaft mit der ersten Omnibuslinie der Welt mit einem benzinbetriebenen Omnibus. Heute verbinden im Straßenpersonennahverkehr zahlreiche Regionalbus-, Schnellbus-, Lokalbuslinien und eine Nachtbuslinie Siegen mit seinen Stadtteilen, Nachbargemeinden und -städten. Betreiber ist die VWS mit Sitz in Siegen.
Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd (VGWS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
Straßen
Im Fernstraßenbereich ist die Stadt Siegen an die Bundesautobahn
- A 45 (E 40/E 41) Dortmund – Aschaffenburg (Sauerlandlinie) und
- A 4 (E 40) Aachen – Görlitz sowie
die Bundesstraßen 54, 54 n, 62 und 62 n angebunden.
Das Stadtbild wird geprägt durch die Hüttentalstraße (HTS) (B 54 n/B 62 n), die als Stadtautobahn (in großen Teilen als Hochstraße) das Stadtgebiet durchzieht.
Zwischen 2001 und 2006 wurde die A 4 zwischen der AS 28 Wenden und Kreuztal neu gebaut. In Höhe des Kreuztaler Ortsteils Krombach geht sie in die Hüttentalstraße (B 54 n/B 62 n) über. Der letzte Bauabschnitt wurde am 1. Dezember 2006 eingeweiht und für den Verkehr freigegeben. Auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt entstanden acht Talbrücken sowie zehn Unter- und Überführungen.
Wirtschaft
Siegen ist als Oberzentrum Dienstleistungs- und Verwaltungszentrum von Südwestfalen. Die verarbeitende Industrie ist durch einen hohen Anteil metallverarbeitender Betriebe geprägt.
Einkaufsmöglichkeiten sind speziell mit den Fußgängerzonen Bahnhofsstraße und Kölner Tor (beide Siegen-Zentrum) sowie mit den Einkaufszentren City-Galerie und Sieg Carré (Siegen-Zentrum), dem Siegerlandzentrum in Siegen-Weidenau und der Einkaufsstraße Marburger Straße (Siegen-Zentrum) ausreichend vorhanden. 2005 wurden ein IKEA-Möbelhaus sowie eine Filiale von Peek&Cloppenburg als weitere Einkaufsmagneten eröffnet.
Öffentliche Einrichtungen
Siegen ist Sitz eines Kreiswehrersatzamtes, der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein und einer Industrie- und Handelskammer (IHK), deren Kammerbezirk die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe umfasst.
Mit dem Landgericht Siegen, einem Amts- und einem Arbeitsgericht ist die Stadt auch regional bedeutsamer Gerichtsstandort.
Medien
In Siegen unterhält der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein Studio, in dem die regionalen Fernseh- und Radionachrichten für Südwestfalen produziert werden. Die tägliche Ausstrahlung erfolgt im Regionalfenster „Südwestfalen“ im Anschluss an die Sendung „Aktuelle Stunde“ im dritten Fernsehprogramm des WDR. Außerdem betreibt er auch eine Sendeanlage für UKW-Hörfunk und TV (früher auch Mittelwelle) auf dem Giersberg.
Als Tageszeitung erscheinen in Siegen neben der Siegener Zeitung auch Lokalausgaben der Westfälischen Rundschau und der Westfalenpost. Mittlerweile erscheinen alle drei Zeitungen morgens, die Siegener Zeitung erschien bis zum Jahr 2000 als Nachmittagszeitung. Des Weiteren befindet sich am Siegener „Obergraben“ das Studiogebäude des an Radio NRW angeschlossenen regionalen Radiosenders Radio Siegen.
Bildungseinrichtungen
Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts befand sich in Siegen in den Gebäuden des Unteren Schlosses für wenige Jahrzehnte die Hohe Schule Herborn, nachdem diese dort wegen Ausbruchs der Pest aufgegeben werden musste.
Die älteste Schule Siegens ist das Gymnasium Am Löhrtor. Es wurde 1536 gegründet.[1]
Die größte Schule Siegens ist mit über 1000 Schülern das Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium.
Siegen ist Sitz der am 1. August 1972 als Gesamthochschule Siegen gegründeten Universität Siegen.
Daneben gibt es in Siegen noch ein Studienzentrum der Fachhochschule für Ökonomie & Management (FOM), das mit der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie geteilt wird.
Ferner hat Siegen verschiedene allgemeinbildendene und berufliche Schulen und das Siegerlandkolleg, als Weiterbildungskolleg zur Erlangung der allgemeinen Hochschul- bzw. Fachhochschulreife.
Siegener Stiftungen
- Adolf-Saenger-Stiftung
- August von Platen Stiftung Siegen
- Diakonie-Stiftung Siegerland
- Stiftung der Sparkasse Siegen für Kunst und Kultur
- Wilhelm Münker-Stiftung
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Siegen hatte folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1887: Heinrich von Achenbach, Oberpräsident der Provinz Brandenburg
- 1891: Otto von Bismarck, Reichskanzler
- 1933: Adolf Hitler, Reichskanzler
- 1933: Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall und Reichspräsident
Für alle bis hier Genannten ist laut Verordnung Nr. 21 zur abgeänderten Deutschen Gemeindeordnung vom 1. April 1946 die Ehrenbürgerschaft erloschen.
- 1953: Alfred Fißmer, Oberbürgermeister a.D.
Ehrenbürger der früheren Stadt Hüttental
- Prof. Dr. Josef Höfer, Prälat
- Dr. h.c. Karl Barich, Vorstandsvorsitzender der Stahlwerke Südwestfalen
Söhne und Töchter der Stadt
(Folgende Persönlichkeiten sind in Siegen geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr. Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Siegen hatten oder nicht, ist dabei unerheblich)
- Nikolaus von Siegen (* vor 1450-1495), Benediktiner, Geschichtsschreiber
- Heinrich III. von Nassau (1483-1538), Graf von Nassau und Herr von Breda
- Tilemann Stella (1525-1589), Renaissance-Gelehrter und Bibliothekar, Mathematiker, Geometer, Kartograf und Astronom
- Christine von Diez (1571-1637/38)
- Peter Paul Rubens (1577-1640), Barockmaler
- Hermann Ravensberger (1586-1625), evang. Theologe
- Johann Heinrich Bisterfeld (1605-1655), Philosoph, Polyhistor
- Joh. Heinrich Lorsbach (1650-1697), Stadtschöppe und Bürgermeister von Siegen
- Franz Hunolt (1691-1746), Jesuit, Theologe
- Johann Hermann Grimm (1704-1782), Pfarrer in Siegen
- Johann Heinrich Lorsbach (1712-1794), Fürstlich Oran.-Nassauischer Geheimer Justizrat und Direktor der Justizkanzlei in Dillenburg und oberster Oran.-Nassauischer Richter
- Adolf Albert Dresler (1713-1787), Fabrikant
- Johann Franz Coing (1725-1792), evang. Theologe, Philosoph, Bibliothekar
- Heinrich Adolph Grimm (1754-1813), Orientalist
- Heinrich Fölzer (1782-1861), Unternehmer
- Wilhelm Adolf Diesterweg (1782-1835), Mathematiker
- Adolph Diesterweg (1790-1866), bedeutender Pädagoge und Vordenker der Reformpädagogik
- Heinrich Ludwig Buff (1828-1872), Chemiker
- Ferdinand Ernst Wilhelm Karl Frh. von Dörnberg (1833-1902), Generalleutnant
- Heinrich Adolf Dresler (1835-1929), Unternehmer, Politiker,
- Heinrich Boerner (1846-1916), Pädagoge
- Joseph Anton Friedrich August Freiherr von Hövel (1842-1917), Politiker, Landrat in Essen und Regierungspräsident in Koblenz
- Friedrich Johann Reusch, (1843-1906), Bildhauer
- Heinrich Wilhelm Dresler (1849-1929), Industrieller
- Aloys Carl Pietz (1849-1881), Bürgermeister der Stadt Steele
- Heinrich Haas (1850-1929), Industrieller
- Heinrich Carl Friedrich Kreutz (1854-1907), Astronom und Herausgeber der „Astronomische Nachrichten“
- Adolf (Johann Heinrich) Schenck (1857-1936), Geograph und Naturforscher
- Johann Heinrich (Rudolf) Schenk (1860-1927), Botaniker
- Max (Ludwig Paul) Blanckenhorn (1861-1947), Geologe
- Fritz Schenck (1862-1916), Physiologe
- Martin (Adolf Friedrich) Schenck (1876 -1960), Physiologe und Chemiker
- Hermann Reuter (1880-1970), Linguist und Bibliothekar
- (Hans) Walter Delius (1884-1945), Beamter, Politiker
- Fritz Fries (1887-1967), sozialdemokratischer Politiker, Mitglied des preußischen Landtags, Regierungspräsident in Arnsberg.
- Fritz Busch (1890-1951), Dirigent, Direktor der Württ. Staatstheater, Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsoper
- Adolf Busch (1891-1952), Komponist, Violinist
- Walter Krämer (1892-1941), Abgeordneter der KPD im Preußischen Landtag, Häftling und Arzt im KZ Buchenwald, Gerechter unter den Völkern
- Willi Busch (1893-1951), Schauspieler
- Paul Giesler (1895-1945), NSDAP-Gauleiter von Oberbayern und Ministerpräsident von Bayern 1942-1945
- Michael Keller (1896-1961), Bischof von Münster 1947-61
- Heinrich Gontermann (1896-1917), Militärpilot im Ersten Weltkrieg
- Friedrich Middelhauve (1896-1966); Politiker (FDP, MdB, MdL (Nordrhein-Westfalen), NRW-Landesminister für Wirtschaft und Verkehr, FDP-Landesvorsitzender
- Hermann Busch (1897-1975), Cellist
- Hermann Giesler (1898-1987), Architekt
- Heinrich Busch (1900-1929), Pianist und Komponist
- Erich Schneider (1900-1970), Professor und Wirtschaftstheoretiker
- Walter Döpp (1901-1963), Botaniker
- Bernhard Weiß (1904-1973), Fabrikant
- Lothar Irle (1905-1974), Siegerländer Heimatforscher und Schriftsteller
- Ernst Achenbach (1909-1991), Politiker (FDP, MdB, MdL (Nordrhein-Westfalen)
- Hermann Flender (1918-2004), Diplomat und Botschafter in Addis Abbeba, Ruanda und Laos
- Karl Ludwig Radenbach (auch Charles Louis Radenbach) (1918-1986), Pneumologe
- Werner Böhmer, (*1915), Richter am Bundesverfassungsgericht
- Manfred Otto, (* 1927), Baptistischer Geistlicher, Direktor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, Vorsitzender der Evangelischen Allianz von 1980 - 1984
- Herbert Schäfer (1927-1991), Fußball-Nationalspieler, später Fußballtrainer
- Heinrich Vormweg, (1928-2004), Literaturkritiker und Rundfunkautor
- Bernd Becher, (*1931), Fotograf
- Otfried Hofius, (*1937), Professor für Evangelische Theologie in Tübingen
- Hannjost Lixfeld, (1937-1998), Volkskundler und Erzählforscher
- Heinfried Birlenbach, (*1940), Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- Ulf Stötzel, (*1940), Bürgermeister der Stadt Siegen seit 1999
- Karin Tietze-Ludwig, (*1941), Journalistin und Fernsehsprecherin, bis 2001 „Lottofee“ der ARD
- Rolf Stommelen (1943-1983), Formel-1-Rennfahrer
- Josef Clemens, (*1947), Kurienbischof und Sekretär des Päpstlichen Laienrates
- Dieter H. Stündel (*1947), Übersetzer, Journalist und Heimatforscher
- Wolfgang Glatzel (* 1949), ehem. Vorstand HDI/ ARAG, Geschäftsführer des ADAC für Versicherungen und Finanzdienstleistungen (VFD) (seit 2007)
- Klaus Scheer, (*1950), Fußballspieler und Fußballtrainer
- Ulrich Langenbach, (*1950), Künstler
- Wolfgang Neuser, (*1951), Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbands in Deutschland
- Reinhard Goebel, (*1952), Barockgeiger
- Dirk Metz, (*1957), Staatssekretär und Sprecher der Hessischen Landesregierung
- Uwe Helmes, (*1958), Fußballspieler und Fußballtrainer, Vater von Patrick Helmes
- Burkhard Jung, (*1958), Oberbürgermeister von Leipzig
- Matthias Kringe, (*1961), Autor und Cartoonist „Dilldappen“
- Kerstin Müller, (*1963), Politikerin
- Dirk Schweisfurth, (*1965), Leichtathlet und Olympiateilnehmer
- Navid Kermani, (*1967), Orientalist und Islamwissenschaftler
- Hansjörg Weißbrich, (*1967), Cutter
- Mehmet Daimagüler, (*1968), Juris und Politiker
- Crauss, (*1971), Schriftsteller
- Sascha Bäcker, (*1979), Fußballspieler
- Sabrina Mockenhaupt, (*1980), Leichtathletin und Teilnehmerin der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen
- Florian Kringe, (*1982), Fußballspieler bei Borussia Dortmund
- Moritz Volz, (*1983), Fußballspieler beim FC Fulham
Sonstige
(Folgende Persönlichkeiten sind oder waren in irgendeiner herausragenden Weise mit Siegen verbunden. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr.
- Wilhelm Knüttel (1510-1566), gräflicher Rat, Magister, Sekretär von Wilhelm von Oranien
- Erich Philipp Ploennies, (1672-1751), Mathematiker, Baumeister und Kartograph
- Carl Ludwig Heusler (1790-1851), Oberbergrat, Mitunternehmer der Aurorahütte, Leiter der Siegener Bergschule 1830 bis 1851
- Peter Brüninghaus (1794-1865), Unternehmer der Frühindustrialisierung, Gutsbesitzer
- Karl-Adolf Hollidt (1891-1985 in Siegen), deutscher Offizier und Generaloberst in der Wehrmacht
- Walter Wilhelm August Thiemann (1898-1983), evang. Theologe
- Ernst Bach (1902-1965), Oberbürgermeister von Siegen von 1948 bis 1956, Bundesschatzmeister der CDU
- Dr. Wilhelm Güthling (1906-1971), Siegener Stadtarchivar, Buchautor
- Patrick Helmes, (*1984), Fußballspieler beim 1. FC Köln und A-Nationalspieler
Sonstiges
Der Rubenspreis der Stadt Siegen
Der 1955 gegründete Rubenspreis der Stadt Siegen wird alle fünf Jahre einem Maler/einer Malerin oder einem Graphiker/einer Graphikerin zugesprochen, die sich im europäischen Kunstschaffen durch ein wegweisendes künstlerisches Lebenswerk ausgewiesen haben. Die Auszeichnung erinnert an den Maler-Diplomaten Peter Paul Rubens, der den Gedanken europäischer Einigung in seinem Lebenswerk ausgedrückt hat, lange bevor er politische Realität werden konnte. Peter Paul Rubens - in Siegen geboren, in Köln und Antwerpen aufgewachsen, in Italien künstlerisch gebildet, in Frankreich geschätzt, in Spanien und England als Diplomat tätig gewesen - hat als Hauptmeister der europäischen Barockmalerei jene künstlerischen und europäischen Maßstäbe gesetzt, denen die Preis-Verleihung seit 1957/58 verpflichtet ist.
Bisherige Preisträger:
- 1957 Hans Hartung
- 1962 Giorgio Morandi
- 1967 Francis Bacon
- 1972 Antoni Tàpies
- 1977 Fritz Winter
- 1982 Emil Schumacher
- 1987 Cy Twombly
- 1992 Rupprecht Geiger
- 1997 Lucian Freud
- 2002 Maria Lassnig
- 2007 Sigmar Polke (Ausgelobt 2006, Verleihung im Sommer 2007)
Literatur
- Heinrich Silbergleit: Preußens Städte: Denkschrift zum 100jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Heymann, Berlin 1908
- Heinrich von Achenbach: Die Haubergs-Genossenschaften des Siegerlandes. Nach dem Druck von Bonn 1863 neu hrsg. v. Stadt Siegen, Forschungsstelle Siegerland, Siegen 1963
- Heinrich von Achenbach: Geschichte der Stadt Siegen. Erg. Nachdr. der Ausg. Vorländer, Siegen 1894. Verlag Die Wielandschmiede, Kreuztal 1983
- Heinrich von Achenbach: Aus des Siegerlandes Vergangenheit. 2. erg. Nachdr. der Ausg. Siegen 1898. Verlag Die Wielandschmiede, Kreuztal 1982
- Erich Keyser (Hrsg.): Westfälisches Städtebuch. In: Deutsches Städtebuch. Band III 2. Teilband. Kohlhammer, Stuttgart 1954
- Walther Hubatsch (Hrsg.): Westfalen. In: Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 – 1945. Band 8 Reihe A: Preußen. Marburg an der Lahn 1980, ISBN 3-87969-123-1
Quellenangabe
Weblinks
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- Website der Stadt Siegen
- Wissenswertes zur Stadt Siegen
- Museum für Gegenwartskunst Siegen
- Die ehemalige Bergschule Siegen
- städt. Kulturzentrum KrönchenCenter
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