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Sicherheitskultur
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Sicherheitskultur ist ein Terminus, der durch die International Nuclear Safety Advisory Group (INSAG) in einem Report bezüglich einer internen Nachbesprechung des Tschernobyl-Unfalls von 1986 geprägt wurde.
Die International Atomic Energy Agency IAEA definiert Sicherheitskultur 1991 wie folgt: „Sicherheitskultur ist die Summe aller Merkmale und Einstellungen in Organisationen und Individuen, die sicherstellt, dass als oberste Priorität Themen der nuklearen Sicherheit, die Aufmerksamkeit erhalten, die sie aufgrund ihrer Signifikanz verdienen.“
Eine von weiten Teilen kritisch zitierte Definition der britischen U.K. Health and Safety Commission lautet: „Das Produkt der Werte, Einstellungen, Wahrnehmungen, Kompetenzen und Verhaltensmustern eines Individuums oder einer Gruppe, die die Hingabe, Stil und Effizienz eines Gesundheits- und Sicherheitsmanagements einer Organisation ausmachen“.
Der Term Sicherheitskultur wird heutzutage in Bereichen der nuklearen Sicherheit und anderen sicherheitskritischen Bereichen, wie Luftfahrt, Offshore-Industrie und neuerdings auch in der Medizin angewandt.
Sicherheitskultur bedeutet, Leute dazu anzuregen, über Sicherheit nachzudenken, aber auch Unternehmen dazu anzuhalten, ein Sicherheitskonzept mit Bezug auf alle Bereiche einzuführen. Eine gute Sicherheitskultur umfasst ein permanentes Bewusstsein der Sicherheitsrelevanz von Ereignissen und Themen, so dass immer ein entsprechendes Maß an Aufmerksamkeit gehalten wird. Einführung und Entwicklung einer positiven Einstellung zur Sicherheitskultur lohnt sich für eine Gemeinschaft.
Siehe auch
Sicherheit von Kernkraftwerken
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