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Sesshaftigkeit
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Der Ausdruck Sesshaftigkeit (von sitzen, fest haften) bezeichnet das gemessen an jägerischem Verhalten, vergleichsweise dauerhafte Verharren des Menschen an einem Wohnsitz.
Die (geografische) Sesshaftigkeit (siehe Immobilisten) hat sich im Gegensatz zur Mobilität bereits vor Jahrtausenden im mesolithischen Umfeld entwickelt. Ihre starke Verbreitung ist aber eine der Folgen der landwirtschaftlichen Entwicklung. Begonnen hat dies in der Jungsteinzeit:
In den eiszeitlichen Jagd- und Sammler-Kulturen beherrschten zumindest saisonale Wanderungen den Alltag der meisten Gruppen in Europa, diese Menschen lebten vorwiegend als Nomaden. Die Landwirtschaft erzwang das sesshaft werden. Andererseits wurden - speziell im Orient - mit der Spezialisierung einiger Gruppen auf die Viehzucht der Nomadismus sogar ausgeweitet.
siehe auch: Migration
Wie die Menschen sesshaft wurden:
Als der Mensch noch sehr nomadenhaft lebte, zog er den wilden Tieren zur Jagd hinter her. Die Menschen lebten meist in Gruppen von 20-50 Personen. Sie mussten den Tierherden folgen, denn ohne Jagdbeute hatten sie nicht genügend zu essen. Da es zu gefährlich war, die Frauen und Kinder mit auf die Jagd zu nehmen, bauten die Menschen Behausungen zum Schutz. Schon damals gab es eine Art Arbeitsaufteilung: Die Frauen gingen, während die Männer auf der Jagd waren, Beeren sammeln oder Gräser pflücken und kümmerten sich um die Kinder. Die Männer zogen in kleinen Horden, bestehend aus ca. 10 Personen, zur Jagd los. Unterwegs bauten sie Fallgruben und legten Fangnetze aus. Vor ca. 13.000 Jahren nahmen sie die ersten Hunde mit auf die Jagd, so konnten sie größere Tiere und kleine Herden erlegen. Die Frauen betrieben die erste gezielte Landwirtschaft. Sie züchteten ausgesuchte Körner, Früchte und Pflanzen. Etwas später domestizierten die Menschen auch andere Tiere und Pflanzen. Sie bauten Gehege, in denen sie nun Rinder, Pferde, Ziegen und Schafe hielten. Da die Menschen schon immer Behausungen bevorzugten, bauten sie sich zu ihrer eigenen Sicherheit kleine Dörfer. Die Männer mussten durch die eigene Viehzucht nicht mehr so weit fort gehen um zu Jagen, sondern wurden allmählich sesshaft. Die Menschen konnten nun beginnen zu planen. Sie waren nicht mehr so sehr von den "Launen der Natur" und ihrem Jagdglück und -geschick abhängig.
