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Moosfarne

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Moosfarne
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oben: Dorniger Moosfarn (Selaginella selaginoides)
unten: Schweizer Moosfarn (Selaginella helvetica)
Systematik
Unterreich: Gefäßpflanzen (Tracheobionta)
Überabteilung: Gefäßsporenpflanzen
(Pteridophyta)
Abteilung: Bärlapppflanzen
(Lycopodiophyta)
Ordnung: Moosfarnartige (Selaginellales)
Familie: Moosfarngewächse
(Selaginellaceae)
Gattung: Moosfarne
Wissenschaftlicher Name
Selaginella
Beauv.

Die Moosfarne (Selaginella) sind eine Pflanzengattung, die zu den Bärlapppflanzen (Lycopodiophyta) gehört. Moosfarne sind die einzige Gattung der Familie der Moosfarngewächse (Selaginellaceae) und der Ordnung der Moosfarnartigen (Selaginellales).
Die Gattung umfasst weltweit etwa 700 Arten.

Der Verbreitungsschwerpunkt sind die Tropen und Subtropen, mit relativ wenigen Arten in den gemäßigten Zonen.

Beschreibung

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Moosfarn (Selaginella spec.), manche Arten werden auch als Zimmerpflanzen angeboten.

Moosfarne sind heute eher unscheinbare Pflanzen, die im Allgemeinen nur wenige Zentimeter hoch werden, selten aber mehrere Meter Größe erreichgen. Sie sind oft am Boden kriechende oder epiphytische Pflanzen, die in regelmäßigen Abständen durch haarige Wurzelträger (Rhizophoren) verwurzelt sind. (Rhizophore sind keine echten Wurzeln, sondern eher Wurzelhaare).

Die schuppenförmigen Blätter sind schraubig oder meist kreuzgegenständig (dekussiert), aber abgeflacht angeordnet. Bei vielen Arten sind die sich gegenüberliegenden Blätter unterschiedlich groß (Anisophyllie). Dadurch kommt das Aussehen zweier kleiner Oberblätter und zweier seitenständiger großer Unterblätter zustande. Die Blättchen besitzen eine unverzweigte Mittelrippe und in der Blattachsel eine winzige chlorophyllfreie zungenartige Struktur (Ligula), die man bei den nahe verwandten Brachsenkräutern (dort aber mit Chlorophyll) ebenfalls findet.

Moosfarne sind endospor, was bedeutet, dass die gametenbildende Generation (Gametophyt genannt) in den Sporen verbleibt, und heterospor, man kann also Sporen mit männlichen Gametophyten von Sporen mit weiblichen Gametophyten von der Größe her unterscheiden.

Bild:Selaginella pilifera0.jpg
Sporophyllstände von S. pilifera. Die bräunlichen Punkte (bitte Bild vergrößern) sind die Sporangien.

Die Sporen werden in Sporenbehältern (Sporangien) gebildet, bei den "weiblichen" Sporangien entstehen 4 große "Megasporen", bei den "männlichen" Sporangien sehr viele kleine "Mikrosporen". Die Sporangien stehen wiederum einzeln in den Sporophyllen, also blattlosen fertilen Sprossabschnitten. Die Sporophylle werden nur an den Spitzen der Selaginella-Sprosse ausgebildet, die man als "Sporophyllstände" bezeichnet.

Zu den Moosfarngewächsen zählt unter anderem die sogenannte Unechte Rose von Jericho (Selaginella lepidophylla).

Europäische Arten

Im deutschsprachigen Raum sind nur die beiden ersten Arten heimisch.

  • Schweizer Moosfarn (S. helvetica (L.) Spring)
  • Dorniger Moosfarn (S. selaginoides (L.) C. F. P. Martius)
  • Selaginella kraussiana (Kunze) A.Braun
  • Selaginella apoda (L.) Spring
  • Selaginella denticulata (L.) Spring

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Moosfarne – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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