Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Seenadeln

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Seenadeln
Bild:NokogiriYJ.jpg
Honshu-Seenadel (Doryrhamphus japonicus)
Systematik
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Stichlingsartige (Gasterosteiformes)
Unterordnung: Seenadelartige (Syngnathoidei)
Überfamilie: Syngnathoidea
Familie: Seenadeln
Wissenschaftlicher Name
Syngnathidae
Unterfamilien

Als Seenadeln werden die zu den Unterfamilien Doryrhamphinae und Syngnathinae gehörenden Fische aus der Familie der Syngnathidae bezeichnet. Seenadeln haben eine reduzierte Rumpfmuskulatur und schwimmen mit Brust- und Rückenflossen. Das Maul ist als Fangsaugrohr ausgebildet mit dem sie durch Saugschnappen ihre Beute, meist kleine Krebstierchen fangen.

Inhaltsverzeichnis

Systematik und Verbreitung

  • Eigentliche Seenadeln (Syngnathinae)

42 Gattungen und ca. 230 zum Teil noch unbeschriebene Arten werden zu dieser großen Unterfamilie gezählt. Winzige wurmartige Tiere gehören zu den Syngnathinae, wie auch die über 65 cm lange Bürstenschwanz-Seenadel (Leptoichthys fistularius). Einige haben lange, dünne Schwänze, andere tragen Schwanzflossen.

Sie bewohnen die Küsten aller Weltmeere, tropische, subtropische und gemäßigte Zonen, einige Arten leben auch im Brack- und Süßwasser. Die größte Artenvielfalt lebt in den Gewässern rund um Australien.

Die Kleine Seenadel (Syngnathus rostellatus) lebt auch in der Nordsee und der westlichen Ostsee, die Große Seenadel (Syngnathus acus) im Mittelmeer, an der Atlantikküste Westeuropas und in der südlichen Nordsee, die Grasnadel (Syngnathus typhle) lebt im Mittelmeer, im Schwarzen Meer und in der Ostsee, in den Buchten und Bodden der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und im gleichen Gebiet lebt die fadenförmige Schlangennadel (Nerophis ophidion) auch in den Flussmündungen, zwischen Algen, vor allem der Meersaite (Chorda filum) einer Braunalge.

  • Fahnenschwanz-Seenadeln (Doryrhamphinae)

Die Unterfamilie umfasst vier Gattungen mit 22 Arten. Die Tiere haben alle eine große, gebänderte oder gestreifte mit leuchtenden plakativen Farben gezeichnete Schwanzflosse. Das Muster ist typisch für die jeweilige Art. Sie werden 5,5 bis 20 cm lang.

Alle Arten leben im Meer, im tropischen Bereich des Indo-Pazifik, lediglich in den Gewässern Südaustraliens und Japans gibt es auch Vorkommen in gemäßigten Bereichen. Sie leben meist als Paare in Höhlen, unter Riffüberhängen und im Schutz von Korallenblöcken, ernähren sich von kleinen Krebsartigen und putzen auch andere Fische.

Fortpflanzung

Seenadeln leben meist monogam in Paaren. Nach der Balz, die oft von Synchron- oder Hintereinanderschwimmen eingeleitet wird, übernehmen bei den Seenadeln, wie bei den Seepferdchen, die Männchen die Eier vom Weibchen um sie an der schwammartig veränderten Bauch- und Schwanzunterseite zu tragen. Wahrscheinlich werden die Eier auch dort erst befruchtet.

Nach einer bis zwei Wochen schlüpfen, über zahlreiche Tage verteilt, einzeln die bereits relativ großen Jungnadeln, die sofort winzige Zooplankton-Organismen fressen.

Die Fortpflanzung ist schon oft in Aquarien beobachtet worden, und es konnten auch schon Jungnadeln aufgezogen werden. Voraussetzung ist nur dass genug kleines Futter angeboten werden kann.

Literatur

  • Joseph S. Nelson, Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Rudie H. Kuiter: Seepferdchen, Seenadeln, Fetzenfische und ihre Verwandten, 2001, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, ISBN 3-8001-3244-3

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Seenadeln – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Siehe auch

Sexuelle Selektion

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Seenadeln, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge