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Schwefellampe
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Eine Schwefellampe ist eine Sonderform einer Gasentladungslampe. Sie besteht aus einer mit Schwefel und Argon gefüllten Quarzglaskugel. In der Kugel wird mit durch Mikrowellen aus einem Magnetron ein Plasma erzeugt. Ein amerikanisches Unternehmen war auf der Suche nach einer neuen UV-Lichtquelle für technische Anwendungen, als bei einem Versuch für Beleuchtungszwecke nutzbares Licht gefunden wurde.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Gasentladungslampen benötigt die Schwefellampe daher keine Elektroden. Wegen der extrem hohen Temperaturen, die am Quarzglas der Kugel entstehen, wird diese durch einen unteren Stengel, der turbinenschaufelartige Fächerungen aufweist, in einem Luftstrom, der von einem Ventilator innerhalb des Magnettrons erzeugt wird, in Drehung gehalten und dadurch gekühlt. Bei Ausfall dieser Kühlung würde die Kugel nach 20 Sekunden schmelzen.
Schwefellampen haben eine ähnlich hohe Lichtausbeute wie Leuchtstofflampen. Sie haben ein ausgeglichenes Leuchtspektrum mit etwa 5.700 K bis 6.000 K Farbtemperatur und stellen daher sehr effektive weiße Lichtquellen dar. Außerdem bleibt das Farbspektrum auch bei gedimmter Lampe stabil.
Aufgrund des hohen Lichtstroms werden die Lampen meistens nicht direkt am Einsatzort aufgestellt. Das Licht wird statt dessen mit Hilfe von Lichtleitern in den Raum geführt. Das macht diese Lampe auch wartungsfreundlich.
Vermutlich aufgrund des relativ hohen Geräteaufwandes (Stromversorgung für Magnetron, Abschirmung der Mikrowellen, Temperaturen) ist diese Lampe noch nicht kommerziell verfügbar. Anwendungen beschränken sich auf einzelne Standorte, die Demonstrationscharakter haben.
Typische Systemparameter
- Leistungsaufnahme: 1.400 W
- Kugeldurchmesser: ca. 30 mm
- Lichtstrom: 135.000 Lumen
- Startzeit: 25 s
- Lebensdauer (Leuchtmittel): 60.000 h
- Lebensdauer (Magnetron): 20.000 h
- Lichtausbeute: 95 lm/W
