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Schwarzer Humor

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Hickelkasten in die Vergessenheit...

Als schwarzer Humor wird Humor bezeichnet, der normalerweise als ernst betrachtete oder makabre Themen wie Verbrechen, Krankheit und Tod in satirischer oder bewusst verharmlosender Weise behandelt. Oft werden dabei von der Gesellschaft aktuell stark beachtete Themen verwendet. Schwarzer Humor bedient sich häufig paradoxer Stilfiguren. Nicht selten ist schwarzer Humor Gegenstand von Kontroversen, bei denen es um die Frage geht, ob man sich über bestimmte Dinge lustig machen darf und wo die Grenzen des guten Geschmacks liegen. Besonders gilt dies für religiöse und sexuelle Themen.

Am schwarzen Humor zeigt sich deutlich die von Sigmund Freud vertretene Auffassung, dass Witze als Ventil für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich tabuisierten Bereichen genutzt werden.

Anders als beim kranken Humor (engl.: sick humour) liegt das Hauptstilmittel des schwarzen Humors nicht in der bloßen Schockwirkung des dargestellten Sachverhaltes. Witze über Frösche im Mixer oder tote Babys zählen also nicht zum schwarzen Humor, denn hier fehlen das satirische Element und eine über die Schockwirkung hinausgehende Pointe.

Schwarzen Humor, der vom Betroffenen selbst ausgeht, nennt man Galgenhumor.

Literatur

  • André Breton: Anthologie des schwarzen Humors, München : Rogner und Bernhard, 1971
  • Reinhard Federmann: ...und treiben mit Entsetzen Scherz. Die Welt des Schwarzen Humors, Tübingen : Erdmann, 1969
  • Michael Hellenthal: Schwarzer Humor. Theorie und Definition, Essen: Verlag die Blaue Eule, 1989, ISBN 3-89206-303-6
  • Gerd Henniger: Zur Genealogie des Schwarzen Humors. In: Neue Deutsche Hefte 13 (1966), Verlag Neue Deutsche Hefte, Berlin, S. 18–34
Wikipedia
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