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Schwarzdelfin
Aus Kefk.
| Schwarzdelfin | ||||||||||||
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| Bild:Lagenorhynchus obscurus.jpg Schwarzdelfin | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lagenorhynchus obscurus | ||||||||||||
| Gray, 1828 |
Der Schwarzdelfin (Lagenorhynchus obscurus) ist ein sehr geselliger und verspielter Delfin, der in den Küstengewässern der südlichen Hemisphäre vorkommt. Erstmalig wurde er von dem britischen Walforscher John Edward Gray beschrieben. Nach genetischen Analysen ist er sehr nah verwandt mit dem pazifischen Weißstreifendelfin (Lagenorhynchus obliquidens), über seinen eigenen Artstatus sind sich die Wissenschaftler jedoch einig.
das Schwarzdelfin erreicht eine Körperlänge von maximal 2,10 Metern bei einem Gewicht von etwa 100 Kilogramm., wobei die Größe innerhalb der einzelnen Populationen der Tiere stark variieren kann. Die größten Tiere finden sich in den Küstengewässern vor Peru. Der Rücken der Delfine ist dunkelgrau mit einer Rückenfinne, die an der Vorderkante die gleiche Färbung hat, an der Hinterkante jedoch deutlich heller ist. Am Vorderkörper haben die Schwarzdelfine einen hellgrauen Fleck, der bis zur kurzen, dunkelgrauen Schnauze führt, die Kehle und der Bauch sind weiß. Zwei weiße Strahlen führen von der Finne zum Schwanz. In einiger Entfernung können Schwarzdelfine mit den Peale-Delfin verwechselt werden, der jedoch nur an der Südspitze Südamerikas auftritt.
Verbreitung
Schwarzdelfine leben in den Küstenbereichen Südamerikas im Bereich von Chile, Peru, Argentinien und den Falkland-Inseln, an der Westküste Afrikas vor Namibia und Südafrika sowie an der Ostküste Neuseelands. Daneben kann man sie auch bei Tasmanien, New South Wales und verschiedenen Inselgruppen der südlichen Ozeane finden. Sie können weite Strecken zurücklegen, dabei geht man jedoch nicht von regelmäßigen Wanderungen aus.
Bedrohung und Schutz
Die Anzahl der heute noch lebenden Schwarzdelfine ist unbekannt, von einer Gefährdung wird jedoch nicht ausgegangen. Eine Schätzung der Tiere Patagoniens in den 1990er Jahren ergab eine regionale Population von etwa 7.000 Tieren.
An der Küste von Peru werden die Schwarzdelfine mit Harpunen gejagt und kommerziell genutzt, vor allem als Köder für die Krabbenfischerei. Dabei werden jährlich einige tausend Tiere getötet. Außerhalb Perus ist die Hauptgefahr für die Delfine der Tod in Fischernetzen, in denen sie sich regelmäßig verfangen und ertrinken können. Die Anzahl dieser Unfälle hat jedoch abgenommen, seit die Schleppnetzfischerei größtenteils verboten wurde.
Aufgrund ihrer akrobatischen "Künste" und der Verspieltheit gehören die Schwarzdelfine zu den beliebtesten Zielen von Walbeobachtungstouristen (Whale-Watching), vor allem vor Kaikoura, Neuseeland, wo die Touren zugleich auch für die Beobachtung der Pottwale genutzt werden können.
Weblinks
- Lagenorhynchus obscurus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Cetacean Specialist Group, 1996. Version vom 12. Mai 2006
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