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Schwalbenwurz
Aus Kefk.
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vincetoxicum hirundinaria | ||||||||||||
| Medik. |
Die Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) ist eine Pflanzenart der Gattung Schwalbenwurzen (Vincetoxicum) und gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Sie ist der einzige heimische Vertreter der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae), einer artenreichen Unterfamilie die vor allem in den Tropen verbreitet ist.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 30 bis 100 Zentimeter. Die gegenständig angeordnet Laubblätter sind länglich und an der Basis herzförmig. Sie sind glattrandig und von dunkel bläulich grüner Farbe.
Die Blüten stehen in kleinen Trauben in den Blattachseln. Die Krone wird etwa fünf bis sieben Millimeter breit, ist gelblichweiß und radförmig. Die Blütezeit ist von Mai bis August.
Blütenökologie
Die Schwalbenwurz ist eine Klemmfallenblume. Die Insekten können sich leicht mit den Füßen in den Blüten hängen bleiben und nehmen so Blütenstaub mit. Mücken bleiben in den Klemmkörpern der Blüten hängen und sterben dort. Die Blüten selbst riechen durch Amine unangenehm. Hauptbesucher sind größere Fliegen (etwa Schmeißfliegen).
Vorkommen
Die kalkliebende Pflanze ist in Europa weit verbreitet, In Deutschland zerstreut, in Österreich häufig in allen Bundesländern vertreten.
Als Standort werden trocken-warme, lichte Wälder und steinige Trockenrasen bevorzugt.
Giftigkeit
Alle Pflanzenteile, besonders die unterirdischen, enthalten ein Glykosid-Gemisch das als Vincetoxin bezeichnet wird. Die Wirkung ist ähnlich wie bei Eisenhut, bei hoher Dosis soll angeblich Tod durch Atemlähmung eintreten, die Gefährlichkeit ist aber umstritten.
Das bevorzugte Aglykon ist Hirundigenin.
Schafe und Rinder meiden die Pflanze. Von Pferden wird sie erst nach Frost gefressen.
Namensherkunft
Der Gattungsname Vincetoxicum leitet sich vom lateinischen "vincere" (besiegen) und "toxicum" (Gift) ab und bezeichnet eine Pflanze, die als Antidot wirkt.
Der Name Schwalbenwurz ist aus dem mittellateinischen Namen der Pflanze "hirundinaria" bzw. vom lateinischen "hirundo" (Schwalbe) abgeleitet und drückt die Ähnlichkeit der mit einem Haarschopf versehenen Samen mit fliegenden Schwalben aus.
Weiter Trivialnamen sind auch Sankt-Lorenz-Wurzel, Sankt-Lorenzkraut sowie Weiße Schwalbenwurz.
Sonstiges
Die Pflanze dient dem Kiefernblasenrost als Zwischenwirt.
Literatur
- Kremer: Wildblumen, München 2001, ISBN 3-576-11456-4
- Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5
- Düll/Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands, 6. Auflage, Quelle & Meyer Verlag, ISBN 3-494-01397-7
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Schwalbenwurz – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Verbreitungskarte für Deutschland bei Floraweb
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