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Schuhsohle
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Die Schuhsohle ist die allgemeinsprachliche Bezeichnung für die Lauffläche eines Schuhs, also den unteren Teil des Schuhbodens, der sich in direktem Kontakt zum Untergrund befindet, und den der Fachmann Laufsohle oder Außensohle nennt.
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Schuhsohlen: Bestandteile des Schuhbodens
Der Schuhboden (der Teil des Schuhs, der sich in Abgrenzung zum Schuhschaft unterhalb des Fußes befindet) kann aus mehreren Lagen/Schichten (= Sohlen) bestehen. Eine mögliche Aufteilung des Schuhbodens (vom Fuß in Richtung Untergrund) sähe wie folgt aus:
- Deck(brand)sohle oder Teildeck(brand)sohle (nur auf den hinteren Teil der Innensohle aufgeklebt)
- Brandsohle (Innensohle)
- Ausballung
- Zwischensohle (eventuell mehrere Schichten/Zwischensohlen)
- Laufsohle (Außensohle)
Die Innensohle bezeichnet den Teil der Sohle, der innerhalb des Schuhs liegt und direkt mit der Fußsohle in Berührung kommt (es sei denn, es befindet sich eine Deckbrandsohle darüber). Die Außensohle oder Laufsohle ist dementsprechend der äußere Teil des Schuhbodens, der mit dem Boden in Kontakt ist.
Eine Einlegesohle ist eine lose in den Schuh gelegte zusätzliche Innensohle. Einlegesohlen sind Hilfsmittel, die Mängel des Schuhs ausgleichen sollen (Fußschweiß aufsaugen, gegen Auskühlung isolieren, mechanische Dämpfung bieten, Größenausgleich usw.). Bei einer medizinischen Indikation kann eine Einlage (Fußbettung) auch der Gesundung des Fußes oder Schmerzlinderung dienen (orthopädische Einlage).
Funktion und Material
Gute Innensohlen sollten grundsätzlich aus pflanzlich in der Grube gegerbtem Leder sein, weil diese
- ein gutes Schuhklima ermöglichen und
- für einen stabilen Schuh sorgen (die Brandsohle ist das Rückgrat des Schuhs, an der Schaft und Laufsohle befestigt werden).
Mehrheitlich werden aber aus Kostengründen Innensohlen aus imprägnierter Pappe oder Kunststoffgeweben verbaut. Um dies zu verbergen, werden häufig zusätzliche Deckbrandsohlen aufgeklebt.
Zwischensohlen dienen meist der Dämpfung beziehungsweise dem Design und sind entweder aus synthetischem Material (zum Beispiel aus EVA), oder - bei Lederschuhe oft aus Leder.
An Laufsohlen werden meist folgende Anforderungen gestellt:
- Rutschsicherheit (= Sicherheit)
- Abriebfestigkeit (=Haltbarkeit)
- Durchstoßfestigkeit (= keine Verletzungen des Fußes)
- Wasserdichtigkeit (= Gesundheit und Komfort)
Einzelne Schuhmodelle können von diesen Anforderungen Abweichen. Ein Tanzschuh beispielsweise soll eine hohe Abriebfestigkeit bieten und gleichzeitig ein definiertes Rutschen auf dem Parkett erlauben. Die Wasserdichtigkeit spielt für diese Art von Schuhen keine Rolle. Bei Plateausohlen, zum Beispiel, ist das Gewicht des Sohlenmaterials sehr entscheidend. Je nach den jeweiligen Anforderungen (und dem Verkaufspreis der Schuhe) werden verschiedene Marterialien in außerdem unterschiedlichen Qualitäten verarbeitet.
So sind Außensohlen zumeist aus Leder, Gummi (Naturlatex oder einer Mischung aus künstlichem Gummi mit Naturgummi) oder Kunststoff gefertigt. Neben den am meisten verbreiteten und in sehr unterschiedlichen Qualitäten erhältlichen Gummi- und Ledersohlen werden bei bestimmten Schuhmodellen auch Holzsohlen, Korksohlen oder Sohlen, die zu Modezwecken aus ungewöhnlichen Materialien (z. B. Plexiglas) bestehen, verarbeitet.
Bezeichnungen von Laufsohlen
- Langsohlen sind Sohlen, die von der Schuhspitze bis zur Ferse reichen.
- Halbsohlen sind Sohlen die bis in das Sohlengelenk (knapp über die Ballenlinie hinaus) reichen.
- Schalensohlen werden mit einem hochstehenden Rand gefertigt (oft bei Wanderschuhen).
- Absatzsohlen sind Sohlen mit integriertem Absatz.
- Keilsohlen nehmen wie ein Keil vom Vorderfuß bis zur Ferse an Dicke (Höhe) zu.
- Plateausohlen sind wesentlich dicker als gewöhnliche Sohlen.
- Gleitschutzsohlen sind dünne nachträäglich aufgebrachte Halbsohlen aus Gummi mit leichtem Profil
- Profilsohlen bezeichnen Sohlen aus Gummi mit ausgeprägtem Profil (Arbeitsstiefel, Bergschuhe usw.)
- Unterschiedliche Materialien führen zu entsprechenden Benennungen (Kreppsohlen, Ledersohlen usw.)
- Unterschiedliche Profile führen zu eigenen Sohlentypen (Ridgewaysohle, Commandostylesohle, Golfsohle, Stollensohle, Dainitesohle usw.)
Literatur
- Colin McDowell: Schuhe – Schönheit, Mode, Phantasie. Wilhelm Heyne Verlag, München, 1989, ISBN 3-453-03606-9
- Helge Sternke: Alles über Herrenschuhe. Nicolai Verlag, Berlin, 2006, ISBN 3-89479-252-3.
