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Schrat
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Schrate gelten als eine Art von Naturgeistern. Je nach ihrem Lebensraum werden sie als Wald-, Bach- oder Wiesenschrate etc. benannt.
Der etymologische Ursprung des Wortes "Schrat(t)" wird im althochdeutschen "Scrato" (eigentlich wohl: verkümmertes Geschöpf, Knirps [1]) bzw. im altnordischen "Skrati" (Troll), eine Bezeichnung für einen Riesen in den Thulur, gesehen.
Bei den Westslawen ist ein "Skrzat" oder "Skrzak" ein Waldgeist oder ein fliegender Hauskobold. Es soll sich um ein Mischwesen mit Katzen- und Vogelmerkmalen handeln. Des weiteren erscheint er in Drachen- bzw. Schlangen-, in Kater- oder Vogelgestalt, sowie auch als reines Feuer. Skrzate sollen aus einem Hahnenei oder der Mandragora-Wurzel (Alraunen) entstehen. Der Skrzat soll dem Hausherrn materielle Güter verschaffen oder er dringt in böser Absicht ins Haus ein. Das mitgebrachte Gut soll sich an der Farbe identifizieren lassen: Ist der Skrzat rot, bringt er Geld, ist er gelb oder blau, bringt er Getreide, ist er weiß, bringt er Mehl und Wolle.
Die Schrate sind, anders als Alben, kein kopfstarkes Volk, sondern Einzelgänger, die nur vereinzelt auftreten [2]. Der Rübezahl des Riesengebirges ist wohl der bekannteste Schrat.
Schrate fühlen sich der Sage nach dem Schutz ihres Lebensraumes verpflichtet und werden daher heute auch als Maskottchen für Naturschutzprojekte verwendet. Manchmal werden auch die Naturschützer selbst, besonders wenn sie Bärte und längeres Haar tragen, von übelmeinenden Zeitgenossen als "Schrate" bezeichnet.
Im alten Volksglauben war der Schrat ein koboldartiger (zottiger) Wald- oder Naturgeist; teils neckend, teils hilfreich.
Der Begriff "Schratt" ist in zahlreichen Flur-, sowie in einigen Orts- (z.B. Schrattenberg, Schrattenbach, Schrattenthal in Niederösterreich, ...) und Familiennamen (Schratt, Schrattenecker, Schrattenholzer, ...), insbesondere des bairisch-österreichischen und schwäbisch-alemannischen Dialektraumes, zu finden.
In der Geologie werden bestimmte Kleinformen im Karst auch als "Schrattenkalk" bezeichnet (d.h. von Schraten zerklüftetes Kalkgestein).
Schrat als Comicfigur
In den Mecki-Comics aus Hörzu kommt als eine der Hauptfiguren eine Gestalt namens der Schrat vor. Er ist ein immer müder Waldgeist, der den ganzen Tag und auch außerhalb des Hauses im Schlafanzug herumläuft.
Im Computerspiel Wesnoth sind Waldschrate eine Art Baummenschen, und weisen Ähnlichkeiten mit Tolkiens Ents auf.
Spöttische Bezeichnung für Menschen
Eisenbahnfreunde der verschrobenen Sorte ("Pufferküsser", "Nietenzähler") werden von denen, die ihnen mindere Sozialkompetenz und wenig mit den Interessen der gewöhnlichen Bahnnutzer kompatible Ansichten vorwerfen, gerne Schrate genannt. Das Verb schraten beschreibt ihre typischen Aktiväten (Trainspotting etc.).
Quellen
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