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Schnellpost

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Unter Schnellposten verstand man bei der Post leicht in Federn hängende Wagen; sie fuhren schnell und mit kurz bemessenen Haltezeiten. Von Stephan schreibt zwar bereits 1754 von der Einrichtung der ersten Journaliere zwischen Berlin und Potsdam durch den Grafen von Gotter. Die Wege in Preußen ließen den Ausbau aber noch nicht zu. Die erste nenneswerte Schnellpost wurde am 1. April 1819 zwischen Berlin und Magdeburg geschaffen. 1827 gab es bereits 114 und vor Eröffnung der ersten Eisenbahn 182 Schnellposten. Sie durchzogen Preußen und führten auch in die Nachbarländer nach Hannover, Braunschweig, Bayern, Sachsen sowie in das Thurn und Taxische Postgebiet.

Die Strecke Berlin - Königsberg fast 570 km lang, wurde in 6 Stunden, 10 Minuten zurückgelegt. Die Fahrpost benötigte dazu 100 Stunden 45 Minuten.

In Baden und Württemberg gab es seit 1822 Eilwagen, in Bayern seit 1825. In Frankreich gab es die Malleposten. Weitere sind bekannt aus Österreich, der Schweiz und Italien.

Mit der Ausbreitung des Eisenbahnnetzes verschwanden diese Schnellposten allmählich.

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