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Schnellarbeitsstahl
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Schnellarbeitsstahl, vor allem bekannt durch das vom englischen Namen High Speed Steel abgeleitete HSS, bezeichnet eine Gruppe legierter Werkzeugstähle mit bis zu 2,06 % Kohlenstoffgehalt und bis zu 30 % Anteil an Legierungselementen wie Wolfram, Molybdän, Vanadium, Kobalt, Nickel und Titan. Diese bilden beim wiederholten Anlassen zusammen mit dem Kohlenstoff die für den Einsatzzweck maßgeblichen Sekundärkarbide.
HSS-Werkstoffe zeichnen sich durch große Härte, Anlassbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und einer Warmfestigkeit bis 600 °C aus. Beschichtungen aus Titannitrid steigern diese Härte und Verschleißfestigkeit noch weiter und erhöhen dabei auch die Korrosionsbeständigkeit. Sie werden hauptsächlich in der spanenden Fertigung auf Werkzeugmaschinen als Schneidstoff für Werkzeuge verwendet. Aufgrund ihrer Eigenschaften ermöglichen sie höhere Schnittgeschwindigkeiten als niedrig legierte Werkzeugstähle und größere Spanabnahmen. Gegenüber modernen Hartmetall- oder Keramik-Schneidplatten sind die Schnittgeschwindigkeiten allerdings niedrig.
HSS-Schneidwerkzeuge werden heutzutage eingesetzt für Bohrer, Zentrierbohrer, Gewindeschneidwerkzeuge, Sägeblätter, Formfräser und Formdrehmeißel.
Bei der Abkürzung HSS-G steht das "G" für geschliffen; HSS-E ist ein höherwertiger Werkstoff, der zusätzlich mit Kobalt legiert ist. Dieser warmfeste Werkstoff wird für die Bearbeitung von Materialien mit höherer Festigkeit und bei langen Schnittkanälen mit entsprechend starker Erwärmung eingesetzt.
Die Normbezeichnung von HSS besteht aus den Buchstaben HS und folgend die ungefähren prozentualen Anteile der Legierungsbestandteile Wolfram (W), Molybdän (Mo), Vanadium (V), Kobalt (Co). Nach den Legierungsbestandteilen Wolfram Molybdän werden die Schnellarbeitstähle allgemein in vier Gruppen unterteilt mit
- 2 % W und ca. 1 % Mo,
- 12 % W und ca. 1 % Mo,
- 6 % W und ca. 5 % Mo und
- 18 % W und ca. 9 % Mo.
Beispiel: HS 12-1-4-5 enthält ca. 12% W, 1% Mo, 4% V und 5% Co
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