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Schmetterlingsantenne
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Der Begriff Schmetterlingsantenne wird im deutschen Sprachraum für mehrere unterschiedliche Antennenbauformen verwendet. Ausgangspunkt der Namensverwendung ist der prägnante Vergleich der jeweiligen Antenne mit den geöffneten Flügeln eines Schmetterlings.
1. Schmetterlingsdipol
Der korrektere Name dieses Ganzwellendipols ist Spreizdipol. Den Namen Schmetterlingsdipol erhielt diese Antenne durch die Übersetzung des englischen Namens Butterfly-Antenna. Es ist eine lineare Antenne für Breitbandanwendungen und trotz der Flächenausbildung des Dipols keine Flächenantenne. Die Bandbreite einer solchen Antenne für DVB-T und UHF-Fernsehempfang ist größer als das genutzte Frequenzband.
2. Batwing-Dipol
Der Batwing-Dipol ist entstanden, indem an die Speisepunkte eines Spreizdipols noch zwei kurzgeschlossene λ/4 -Leitungen angeschlossen werden. Die Flächen des Spreizdipols werden dann bis auf die Leitungsenden vergrößert. Die Einkerbungen verbessern die Stromverteilung und das Frequenzverhalten. Die kompakte Fläche kann durch eine Gitterkonstruktion ersetzt werden und somit entsteht das typische Aussehen von Fledermausschwingen, welches dann der Antenne den Namen gab.
3. Superturnstile-Antenne
Um eine annähernde Rundstrahlcharakteristik in der Horizontalebene zu erhalten, werden zwei Batwingdipole wie ein Kreuzdipol zusammengesetzt und beide Dipole mit einem Phasenunterschied von 90° gespeist. Da deswegen eine zirkulare Polarisation entsteht, werden zwei solcher gekreuzten Batwings übereinander montiert. Ein Antennenpaar wird mit linksdrehender zirkularer Polarisation und das zweite Paar mit rechtsdrehender zirkularer Polarisation ausgestattet. Die Summe beider Antennenpaare strahlt somit wieder vertikal linear polarisiert.
Für den kommerziellen Einsatz als Rundfunksendeantenne werden mehrere solcher Ebenen übereinander gestockt. Diese Konstruktion erhielt den Namen Superturnstile-Antenne und ist an vielen Sendetürmen, wie zum Beispiel den Berliner Funkturm und den Sendemast in Mühlacker zu sehen.
